Gastbeitrag
ANONYMISIERT
Rentenreform
ohne
System
Immer deutlicher treten mangelndes Leistungsvermögen der Bundesregierung aus Union und SPD unter der Führung des CDU-Politikers und noch amtierenden Bundeskanzlers ->
Friedrich Merz ->
durch den Zerfall der Sozialsysteme zum Vorschein. Die Aussage ->
Riestern lohnt sich wegen der Zulagen ->
hat ausgedient. Mit dem so bezeichneten Altersvorsorgedepot hält die Bundesregierung als Nachfolgemodelle zur Riesterrente an der Zulagenregelung fest. Die Mechanismen der Riesterrente aus ->
Mindesteigenbeitrag
und
Zulagen ->
haben das Ziel verfehlt. Die Wirtschaftswissenschaften teilen sich in die Bereiche Betriebswirtschaftslehre -> kurz BWL genannt -> und Volkswirtschaftslehre -> kurz VWL genannt -> auf. In der BWL erfolgt die Blickrichtung zur Optimierung eines Systems aus dem Einzelfall. In der VWL erfolgt die Betrachtung aus der Vogelperspektive und versucht, gesamtgesellschaftliche Prozesse für bestimmte Personengruppen zu steuern. Zur Erklärung und Darstellung von Zusammenhängen in der BWL und in der VWL werden mathematische Methoden aus der Statistik und aus der linearen Algebra zum Einsatz gebracht. Die Prozessabläufe in einem System werden in der BWL und in der VWL durch die „SO“ bezeichnete ->
Ceteris-paribus-Klausel ->
zur Erhöhung der Aussagekraft vereinfacht.
Die Ceteris-paribus-Klausel ->
bedeutet
unter sonst gleichen Bedingungen!
Bei komplexen Wirtschaftssystemen bestehen viele Einflusselemente. Nicht alle Elemente werden zur Erklärung des Ursachen- und Wirkungszusammenhanges benötigt. Ein komplexes System muss auf notwendige gemeinsame Elemente heruntergebrochen werden. So ist es möglich -> für alle Bürgerinnen und Bürger in jeder erdenklichen Erwerbs- und Lebensphase ein einfaches und einheitliches System der privaten und gesetzlichen Altersvorsorge aufzubauen. Die Elemente ->
Ausbildung und Beruf,
Alter und Geschlecht,
Höhe und Art des Einkommens ->
spielen dabei keine Rolle. Die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker müssen sich dem Vorwurf stellen -> dass sie bei der volksschädlichen und volksfeindlichen ->
AGENDA 2010 ->
nicht hinreichend hinterfragt haben.
Stolpersteine wurden bewusst übersehen!
Die Stolperfallen der Riesterrente wurden mit Lügen- und Märchengeschichten ummantelt! Im Gabler Wirtschaftslexikon wird zum Beispiel ein System allgemein wie folgt beschrieben ->
ZITAT / AUSZÜGE:
Menge von geordneten Elementen um Eigenschaften, die durch Relationen verknüpft sind. Die Menge der Relationen zwischen den Elementen eines Systems ist seine Struktur. Unter Element versteht man einen Bestandteil eine Systems, der innerhalb dieser Gesamtheit nicht weiter zerlegt werden kann. Die Ordnung bzw. die Struktur der Elemente eines Systems ist im Sinn der Systemtheorie seine Organisation. Die Begriffe der Organisation und der Struktur sind also identisch.
ZITAT / AUSZÜGE ENDE!
Das im Gabler Wirtschaftslexikon beschriebene relative System kann mit quantitativen Elementen in einem Kennzahlensystem abgebildet werden. Das ->
Du-Pont-System of Financial Control ->
ist das älteste quantitative Kennzahlensystem der Welt. Für eine Bilanzanalyse wurde 1919 von dem amerikanischen Chemie-Konzern DuPont ein Steuerungs- sowie Planungs- und Kontrollinstrument entwickelt. Diese Form der Unternehmenssteuerung basiert auf quantitativen Elementen der Vergangenheit -> die zueinander in Relation stehen. Im Mittelpunkt des Kennzahlensystems steht die Gesamtkapitalrendite -> die als Return on Investment -> kurz ROI genannt -> bezeichnet wird.
Das ROI ist eine relative Betrachtung des Verhältnisses
von Gewinn zu dem eingesetzten Kapital -> die immer
weiter unterteilt werden können!
Kennzahlensysteme können eindimensional oder mehrdimensional ausgestaltet und als absolute Zahl oder in Relation gestellt werden. Zum Beispiel ist die Anreihung von Gewinnen eines Unternehmens nach Kalenderjahren ein Kennzahlensystem. Die Anreihung der Relation vom Erfolg zum Kapitaleinsatz als Kapitalrendite [ ROI ] Umsätzen eines Unternehmens nach Kalenderjahren hat eine höhere Aussagekraft als einfache absolute Zahlen. Durch die relativen Betrachtungen wird nur ein relativer Erfolg gemessen.
Ein Sozial- und Wirtschaftssystem muss einen absoluten Erfolg abbilden!
Ein Sozial- und Wirtschaftssystem besteht aus der Verbindung von qualitativen Elementen. Ein einheitliches und sinnvolles Sozialsystem für alle Bürgerinnen und Bürger muss auf den gleichen gesetzlichen Grundlagen für Leistungen und Beiträge in einem einheitlichen steuerlichen und wirtschaftlichen System beruhen. Das Bundesverfassungsgericht hatte im März 2002 die steuerliche Gleichbehandlung von Renten und Pensionen gefordert. Seit der Einführung der volksschädlichen und volksfeindlichen ->
AGENDA 2010 ->
wurden ständig neue Rentenmodelle mit neuen steuerlichen Regeln vorgestellt. Rentenmodelle -> wie zum Beispiel die Aktivrente -> die nur für bestimmte Berufsgruppen in einer bestimmten Zeitphase mit 2.000,00 Euro Steuerfreiheit im Monat -> ab dem Kalenderjahr 2026 gewährt werden -> scheiden definitionsgemäß als sinnvolle Lösung in einem einheitlichen Rentensystem für alle Bürgerinnen und Bürger aus.
So ist zum Beispiel die Riesterrente bei Auszahlung
nach dem Altersvermögensgesetz 2001
in voller Höhe zu versteuern!
Mit dem Alterseinkünftegesetz wurde im Kalenderjahr 2005 die nachgelagerte Besteuerung für die gesetzliche Rente und für die Rüruprente mit einer Übergangszeit bis zur vollen Besteuerung von 2005 bis 2040 -> ursprünglich auf 35 Jahre eingeführt. Die nachgelagerte Besteuerung sollte den Anforderungen vom Bundesverfassungsgericht genügen. Die Riesterrente ist aus einer volkswirtschaftlichen Betrachtung entstanden. Durch die Verbindung der Elemente ->
Mindesteigenbeitrag
und
Zulagenförderung ->
entstand für die Berufsgruppe der abhängig Beschäftigten die Berufsfalle der Riesterrente. Um die Zulagenförderung bei der Riesterrente zu erhalten -> muss ein Mindestbetrag des sozialversicherungspflichtigen Bruttolohns des Vorjahres in den Riester-Vertrag eingezahlt werden. Bei einem Berufsstandswechsel aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in die Selbständigkeit kann der Riester-Vertrag nicht sinnvoll fortgeführt werden. Ein zukunftsfestes Sozialsystem zum Nutzen aller Bürgerinnen und Bürger für gleiche Leistungen mit gleichen Beiträgen kann nur aus der Optimierung in einer betriebswirtschaftlichen Betrachtung eines Einzelfalls heraus erfolgen. Bei dem neuen Altersvorsorgedepot soll zum 01. Januar 2027 nach 25 Jahren der Mechanismus des Mindesteigenbeitrages des sozialversicherungspflichtigen Bruttolohns entfallen -> um Selbständige aufnehmen zu können. Mit dem Fortfall des Mindesteigenbeitrages ist zunächst die Berufsfalle der Riesterrente beseitigt. Das Altersvorsorgedepot soll nachgelagert versteuert werden. Eine nachgelagerte Besteuerung vom Altersvorsorgedepot kommt der Rüruprente gleich -> die mit dem Alterseinkünftegesetz geschaffen wurde. Eine Zusammenführung der privaten Rentenmodelle ->
Riester und Rürup ->
zu einem Altersvorsorgedepot ist nicht gewollt. Die Rentenmodelle ->
Riester und Rürup ->
werden unterschiedlich besteuert. Die nachgelagerte Besteuerung wurde mit dem Wachstumschancengesetz 2024 auf 53 Jahre [ von 2005 bis 2058 ] erweitert. Wie im Einzelnen das Altersvorsorgedepot ab 2027 steuerlich behandelt werden soll -> ist nach Medienberichten noch nicht endgültig geregelt.
Es wäre der Megagau -> wenn
die Berufsfalle nach 25 Jahren zum 01. Januar 2027
beseitigt wird und zeitgleich eine Steuerfalle entsteht!
Mit der nachgelagerten Besteuerung der Rüruprente ab dem Kalenderjahr 2005 wurde der Konstruktionsfehler der Berufsfalle bei der Riesterrente fest verankert. Durch die nachgelagerte Besteuerung ist in Einzelfällen bei der gesetzlichen Rente eine Doppelbesteuerung eintreten. Durch die Konstruktionsfehler mit den jahrzehntelangen Übergangsregelungen sind Bürokratiemonster entstanden. Zur Optimierung von Wirtschaftssystemen und Sozialsystemen ist das ökonomische Prinzip zu beachten ->
1.
Maximalprinzip
Mit vorgegebenen Mitteln
einen größtmöglichen Ertrag erzielen!
2.
Minimalprinzip
Ein festgelegtes Ziel mit möglichst geringen
Mitteleinsatz erreichen!
Für eine Rentenreform mit System muss 25 Jahre
nach
der Einführung der volksschädliche und volksfeindlichen ->
AGENDA 2010 ->
die Frage beantwortet werden ->
Wo liegt der gemeinsame Nenner
für eine sinnvolle und einheitliche gesetzliche
und private Altersvorsorge für alle
Bürgerinnen und Bürger
in jeder erdenklichen Erwerbs- und Berufsphase?
Diese Frage wird seit 25 Jahren den verantwortlichen Politikerinnen und Politiker nicht gestellt. Die Fehlkonstruktionen der privaten Rentenmodelle ->
Riester und Rürup ->
sind aus einer volkswirtschaftlichen Betrachtung aus der Gesamtheit von Berufsgruppen entstanden -> und zwar die Riesterrente für abhängig Beschäftigte und die Rüruprente für Selbständige.
Bei einer betriebswirtschaftlichen Betrachtung
wäre diese Fehlkonstruktion höchstwahrscheinlich
nicht entstanden!
Die Modelle Riesterrente, Rüruprente und Altersvorsorgedepot blockieren sich weiterhin über die Berufsfalle und über eine denkbare Steuerfalle. Nur auf den ersten Blick scheint die Nachbesserung der Riesterrente mit dem Altersvorsorgedepot mit einer Öffnung für Selbständige gelungen zu sein. Den Reformen fehlen einfache durchlässige Systeme -> verständliche Methoden und klare Prinzipien. Als Methode für Reformen von Sozial- und Wirtschaftssystemen bedarf es zunächst einer abstrakten Betrachtung und einer theoretischen Untersuchung mit anschließenden Feldtests zur Überprüfung der Praxistauglichkeit -> und zwar für die Bereiche ->
Bürgerliches Recht
Handelsrecht
Steuerrecht
Sozialrecht
Versicherungsvertragsrecht
Versicherungsmathematik
Betriebswirtschaftslehre
Volkswirtschaftslehre
Sozialwirtschaftslehre!
Uneinsichtigkeit, Blockade und Sabotage gefährden durch Reformen ->
ohne System ->
den Fortbestand unserer demokratischen Ordnung!
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DER DEUTSCHE DENKERKREIS
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