Versagen die Eliten? – Teil 93

Kommunistische Gespenster

Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine sind mit weitem Abstand noch immer die bekanntesten Protagonisten der LINKEN. Schon zu Zeiten als SPDler wusste „DER OSKAR“, wie man seine Parteigenossen auf Trab hält und dabei völlig verwirrt. Viele überzeugte Sozialdemokraten fragen sich deshalb noch heute:

Was wollte Oskar eigentlich wirklich?

Der eifrige Jesuiten – Schüler glaubt noch heute, dass er sich mit seinen rhetorischen und dialektischen „Spielereien“ immer wieder an die Spitze jeder Bürgerbewegung setzen kann.

Oskar Lafontaine verkündet ständig neue, unklare Vorstellungen über eine verlässliche Sozial- und Wirtschaftspolitik. Vermutlich hat der jetzt „dunkelrote Oskar“ festgestellt, dass immer mehr Menschen die Einkommensmitte verlassen müssen.

Wer aber wirklich auf die Stimme der Menschen in unserer Heimat hört, vernimmt zurzeit, dass die Mehrheit der DEUTSCHEN wieder Post- und Telekom – Dienste im öffentlichen Besitz sehen würden. Wer einmal den DHL-, Pin- oder TNT – Service so richtig genießen durfte, schimpft auch nicht mehr über die ehemaligen beamteten Postboten. Sogar die deutsche Bahn wünscht man sich zurück im Staatsbesitz.

Die neoliberale Privatisierungspraxis der Energiewirtschaft führte in den letzten beiden Jahren zu Monopolpreisen und mutierte zur reinen Bürger – Abzocke. Nicht nur die Stromnetze gehören deshalb in die öffentliche Hand, sondern auch die Energiekonzerne in ihrer Gesamtheit. Den DEUTSCHEN erscheint es zunehmend  wichtig zu sein, dass Städte und Gemeinden keine weiteren Anteile ihrer Stadtwerke an private Investoren – so genannte Heuschrecken – veräußern.

Energieerzeuger, Post- und Fernsprechdienste sowie die Bahn gehören in den kollektiven Besitz, weil sich das über viele Jahre bewährt hatte und den DEUTSCHEN Nutzen brachten. Weder Konrad Adenauer noch Theodor Heuss oder gar Willy Brandt waren oder galten als Kommunisten, wenn sie für die Mehrung des Kollektiveigentums eintraten.

In den sechziger, siebziger und auch noch in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts waren die Bürgermeister von Städten und Gemeinden froh, wenn sie Kollektiveinrichtungen, die allen DEUTSCHEN dienten, einweihen durften. CDU / CSU oder auch FDP Politiker hätte damals niemand für diese sozialen Leistungen als kommunistisch eingestuft oder gar beschimpft. Diesen Umstand will sich nun der LIEBE OSKAR“ zu Nutze machen, wenn er lauthals tönend Passagen des

kommunistischen Manifests“

wiederbelebt und eine weitgehende Verstaatlichung von wichtigen deutschen Konzernen fordert.

Damit setzt der Jesuiten – Schüler den letzten Rest seiner Glaubwürdigkeit aufs Spiel, denn zunehmend immer mehr DEUTSCHE bezweifeln die Redlichkeit der Motive.

Möglicherweise möchte Lafontaine die SPD vor sich her treiben, verhöhnen, desavouieren, um sie so zu noch mehr Politik – Fehlern zu zwingen. Auch vor der ständig wachsenden Erwerbs- und Altersarmut macht der nur noch machtsüchtige Politveteran nicht mehr halt.

Der Rachefeldzug gegen die neoliberalen atlantischen Netzwerker in der SPD, Steinmeier, Steinbrück und Gabriel artet quasi zu einen durchschaubaren schlichten

Nicht mit uns Politikkurs“

aus und zeigt in aller Deutlichkeit auf, in welchen falschen Kurs DER LIEBE OSKAR“ die LINKEN steuern möchte.

Oskar Lafontaine´s Luftschlösser zeigen nur in eine Richtung:

In die politische Sackgasse.

Viele Menschen folgen damit einer obsoleten Lichtgestalt, die bereits seit Jahren im Schatten steht. Das ist der einzige Grund, warum der politisch schwer angeschlagene Oskar Lafontaine am kommunistischen Manifest von 1848 festhält und es für eine Art Gründungsurkunde des modernen Sozialismus hält.

Das von Karl Marx und Friedrich Engels in London verfasste Grundsatzpapier der echten Kommunisten war schon damals an Untauglichkeit kaum zu überbieten und hat mit einer nutzbringenden Sozialstruktur für eine zukunftsfeste Gesellschaft nicht das Geringste zu tun.

Die behutsame Rückführung von privatisiertem ehemaligem Kollektiveigentum führt zu tief greifenden Veränderungen der Eigentümerstrukturen und kann deshalb nur schrittweise und auf der Basis des deutschen Grundgesetzes erfolgen.

Im Vordergrund muss immer die Nutzmehrung für alle DEUTSCHEN stehen. Das wäre aber nicht nur politisch notwendig, sondern im Sinne des deutschen Volkes wünschenswert.

Solche sinnvollen Überlegungen passen ganz sicherlich nicht in die Denkstruktur der atlantischen Netzwerkern in der SPD.

Die Politik der großen Koalition aus CDU / CSU und FDP ist gescheitert, denn obwohl die Wirtschaft kräftig wachsen durfte, sanken die realen Einkommen massiv. Das sind die Folgen der volksschädlichen Agendapolitik, für die im gleichen Maße die SPD wie auch GRÜNE verantwortlich zeichnen. Der grüne Architekt der Agenda 2010, Reinhard Bütikofer, sucht deshalb in Brüssel zurzeit weniger auffällige Betätigungsfelder.

Verschleiern hilft aber auf Dauer nicht weiter und schadet den betroffenen Parteien in einer Langzeitbetrachtung wesentlich mehr als ursprünglich angenommen. Die Killer – Kapitalisten haben seit Jahren auf dem Altar der gewissen- und zügellosen Handelsfreiheit zahllose verbriefte und im sozialen Umfeld redlich erworbene Freiheiten der DEUTSCHEN schrittweise geopfert. Die politischen Illusionen von der sozialen Marktwirtschaft wurden abgelöst durch eine unverhüllte direkte Ausbeutung der Deutschen.

Die Ideologie des kommunistischen Manifestes mag für viele GESTRIGEN hochaktuell sein, für die meisten DEUTSCHEN werden ein dadurch lediglich kommunistische Gespenster wiederbelebt, die keinerlei Nutzmehrung bescheren können.

Die wirre Logik der Kommunisten hat mit der Realität eines zukunftsfesten und leistungsfähigen Sozialstaats nichts gemeinsam.

Wenn Oskar Lafontaine oder Sahra Wagenknecht nun bei Marx und Engels neue Anregungen suchen, gehören beide – genauso wie diese geistigen Väter des Kommunismus – auf das Abstellgleis der Geschichte.

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