kopf desaster

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

Kopf Desaster?

Oder doch nur

Knopf Desaster?

von

Udo Johann Piasetzky

Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.

und

Rechtanwalt Andreas Kallen

Vorsitzender der Rechtskommission des DRSB e.V.

und

Rechtsanwalt Heinrich Sternemann

Vorsitzender der Antikorruptionskommission des DRSB e.V.

 

 

Meerbusch, den 02. Juni 2006

 

 

Vor nicht all zu langer Zeit war das Auto einmal

der

Hort

der glückseligen Bedienbarkeit.

 

Da konnte man eigentlich weltweit in jedes Auto einsteigen und

ohne Probleme einfach losfahren.

 

So circa vor 5 Jahren begann zuerst bei

 

BMW

 

mit dem Generationswechsel beim Modell der 7er Reihe die Einführung eines zentralen

 

Bedienelements.

 

Nach eigenen BMW-Aussagen ist man immer innovativ und fortschrittlich.

 

Das ist womöglich auch der Grund, warum diese vermeintliche

 

Bedienrevolution

 

ganz einfach und verständlich > Neudeutsch <

i – Drive

sprich:

>>> Ei – Dreif <<<

genannt wurde.

 

Neues erwartete die BMW-Fahrer, die bis dahin übersichtliche und fahrerorientierte Bedienkonzepte zu schätzen wußten. Das i – Drive – System funktioniert ähnlich wie eine Computermaus und führt den Benutzer im Zusammenspiel mit dem Bildschirm durch zahlreiche Menüs und sogenannte Menüebenen.

 

Die bekannteste und seriöse deutsche Autozeitung

 

auto motor und sport

 

testete kurz nach der Einführung das System und schrieb damals:

 

Gefährliche Ablenkung durch komplizierte Menüs

 

Bediensysteme im Test >< Rund 170 Meter Blindflug bei Tempo 100 legt ein BMW-Fahrer zurück, bis er

per i-Drive

den Radiosender gewechselt hat.

 

Zu diesem erschreckenden Ergebnis kam auto motor und sport nach einem ausführlichen Test.

 

Grund sei die

 

umständliche Bedienstruktur des Systems,

 

die den Fahrer sechs Sekunden wertvolle Aufmerksamkeit kostet.

 

Das schafft nicht nur gefährliche Ablenkung, sondern ist auch vermeidbar.

 

Auto motor und sport weiter:

 

Um aus dem

i – Drive – Hauptmenü

 

im Fünfer-BMW etwa Bässe oder Höhen zu regulieren, muss der Fahrer gleich neun Zieh- Drück- oder Drehbewegungen am Einstellknopf vornehmen.

 

Da wollten die Quantensprungmeister von

 

Audi

 

nicht zurückstehen.

 

Für den verantwortlichen Manager Herrn

 

Werner Hamberger

 

 

bestand die Herausforderung darin, alle Funktionen intuitiv nutzbar zu machen. Originalaussage Hamberger:

 

Deshalb haben wir uns für eine Logik entschieden, die die Hauptfunktionen per Schalter aufruft”.

 

Heraus kam das Anzeige- und Bedienkonzept

 

Audi MMI.

Nur Mercedes setzte weiterhin auf das vertraute

 

Comand – System,

 

das mit eindeutig benannten Funktionen und Pfeilführungen das Verständnis und damit die Bedienung erleichterte.

 

Bis zum Erscheinen der neuen

 

S – Klasse

 

hielt Mercedes in Treue fest an dem bewährten System.

 

Weltweit begleitet die Wissenschaft die Entwicklung von neuen Bediensystemen im Auto eher skeptisch.

 

Auch führende Juristen stellen immer häufiger die Frage nach einer möglichen

 

Mithaftung der Automobilhersteller

 

im Falle eines Verkehrsunfalls auf Grund einer Fehlbedienung und / oder Ablenkung.

 

Auch

 

auto motor und sport

 

beschäftigt das Thema immer noch.

 

Im Heft 11 > vom 10. Mai 2006 < beginnt auf der > Seite 73 < ein interessanter Praxistest mit den Bediensystemen der Automobilhersteller

 

Audi >< Lexus >< Mercedes

Range Rover >< BMW.

 

Der Test wurde professionell durchgeführt und zeigt erstaunliche Ergebnisse.

 

Besonders das zentrale Fazit lässt aufhorchen:

 

Eine perfekte Bedienungsmethode gibt es nicht. Weder sind zu viele noch zu wenige Knöpfe eine gute Lösung.

 

auto motor und sport

 

fordert deshalb >< unabhängig von eigenen Philosophien und abseits unpraktischer Funktionssperrungen >< von den Herstellern eine intuitive, schnelle und ablenkungsarme Bedienung während der Fahrt.

 

Mercedes ist mit dem Comand – System schon auf dem richtigen Weg dahin?

 

Ein Problem kriegen die Entwickler aber nicht in den Griff:

 

Der Bürger,

so haben Audi – Forschungen ergeben, unterhält sich nicht gerne mit einer Maschine.

Der Bürger,

als Autofahrer lehnt es ab, nach den Vorgaben einer Maschine zu funktionieren.

 

Berücksichtigt man jetzt auch noch die möglichen Käufergruppen, die die Autos der Zukunft erwerben sollen, so stellen die vorgenannten Hersteller sehr schnell fest, dass die Hauptkäuferschicht hauptsächlich aus dem Konsumerbereich

 

Active ager oder Best ager

 

kommen.

 

Gerade diese Bürger wenden sich immer öfter an den DRSB e.V. mit der Bitte auf die Automobilhersteller zuzugehen und einen Ziel führenden Dialog zu beginnen.

 

Sehr viele Autofahrer wünschen sich endlich wieder einfache und übersichtliche Bedienkonzepte.

 

De gustibus non est disputandum.

 

Über Geschmack sollte man nicht streiten.

 

 

 

 

 

 

 

Jeder neue Arbeitsplatz in Deutschland beendet ein

Einzelschicksal eines

 

arbeitslosen Bürgers

und

stabilisiert gleichzeitig das gesetzliche Rentensystem!

DRSB

Wir kämpfen seit 1988 für sinnvolle,

lernfähige und sichere Rentensysteme sowie für dauerhafte und sichere Arbeitsplätze in Deutschland

 

 

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