Provisionsmafia?
Seit Jahren ist ein gestörtes Verhältnis zwischen Versicherungsvermittlern und Versicherungskunden zu beobachten. Die Beispiele krasser Falschberatung sind legendär und die Liste der INFO – PLATTFORMEN im Internet mit Opfern von Versicherungskonzernen und Strukturvertrieben wird täglich länger. Viele denken jetzt auch an den oft zitierten LEHMANN – OPA, der von gierigen CITI – Bankern und rücksichtslosen Fondsgesellschaften über den Tisch gezogen wurde und seine letzten Ersparnisse verlor. Warum läuft in der Beziehung zwischen Fondsgesellschaften, Versicherungskonzernen und Kunden so viel schief? Natürlich hat man in den vergangenen Jahren versucht, fragwürdige Verbraucherschutzbestimmungen einzuführen. Doch wie sieht es unter dem Strich tatsächlich aus? Konnten die Menschen in unserer Heimat vor der Provisionsmafia geschützt werden? Bei der Beratung in der breiten Masse sind mehr dubiose Dinge geschehen als in manch anderen Branchen. Denn so lange die Versicherungskonzerne das böse Spiel mitmachen – so lange läuft DER LADEN wie geschmiert.
Politiker traten bei Strukturvertrieben oder Makler – Pools auf und verliehen den Provisionsjägern dadurch einen vermeintlich SERIÖSEN Anstrich. Der siebenmalige Formel1 – Weltmeister, Michael Schumacher, warb ungeniert für den größten Strukturvertrieb in unserer Heimat der DVAG. So etwas musste die Menschen blenden, sodass die Abschlußvermittler mit den Kunden ein leichtes Spiel hatten. Erst mit dem verschärften Beginn der US – Finanz- und Wirtschaftskrise sowie mit der Einführung der volksschädlichen Agendapolitik brach das Kartenhaus der Provisionsmafia zusammen. Die Vertriebsaktivitäten der meisten Strukturvertriebe und Makler – Pools wurden auf Normalmaß zurückgeschraubt, weil immer mehr Provisionsopfer rebellierten.
War das Problem damit überwunden?
So jedenfalls dachten viele Menschen in unserer Heimat. Riester- und Krankenversicherungsverträge [ siehe MEK etc. .. ] wurden STILL und HEIMLICH sowie kostenunschädlich rückabgewickelt. Ein leises Aufatmen ging durch die Republik. Aber dann folgte der vermutliche Skandal mit der Maklerfirma VAF Pfaffelhuber.
Gemäß der Recherchen der ehemaligen Tageszeitung FTD [ Financial Times Deutschland ] in 2012 kassierte die Maklerfirma VAF Pfaffelhuber bei einer großen Zahl von bAV – Verträgen eine vollkommen überhöhte Provision von 4% aller zu zahlenden Beiträge. Zehntausende ahnungsloser, gutgläubiger Krankenhausmitarbeiter zahlen überhöhte Provisionen an einen sogenannten Versicherungsmakler für ihre bAV [ betriebliche Altersversorgung ]. Aus so etwas nennt man CASH – BURNING. 4% bis 8% Abschlussprovision sind für Strukturvertriebe bereits der NORMALE Satz – oder sollte man besser sagen:
DER NORMALE WAHNSINN?
In der bAV [ betrieblichen Altersversorgung ] ist es unüblich, dass 4% bis 8% Abschlussprovision gezahlt werden. Der normale Provisionssatz liegt bei 1,8% und wird in ganz seltenen Fällen auf 2% bis maximal 3% erhöht. Wieso konnte für die betroffenen Ärzte, Schwestern sowie Pfleger und Verwaltungsangestellten ein vermuteter Gesamtschaden bis in den zweistelligen Millionenbereich entstehen?
Stellt sich diese Frage wirklich?
Das vorgenannte bAV – Geschäft wurde über den DUK [ Dachverband der Unterstützungskassen für deutsche Krankenhäuser ] von dem Maklerchef Ulrich Pfaffelhuber aufgebaut, dessen stellvertretender Vorstandsvorsitzender er ist. Zu diesem „DUK – Geschäftsmodell“ gehörte natürlich ein prominent besetzter Beirat. Pro Beiratssitzung kassieren die Beiratsmitglieder mehr als 3.000,00 Euro.
Ein „lustiges“ WER ist WER war dort anzutreffen.
Die Volksvertreter der CDU Michael Henrich und Rolf Koschorrek sind beide Mitglied im Bundestagsgesundheitsausschuss und das Verdi – Vorstandsmitglied Isolde Kunkel – Weber sowie andere bekannte Netzwerker aus dem Gesundheitswesen geben sich bei Pfaffelhuber quasi die Klinke in die Hand. Die CDU – Chefin Angela Merkel hielt zum zehnjährigen Geburtstag 2004 ein Statement und zum 15. Geburtstag des DUK [ 2009 ] kam der CSUler Karl – Theodor zu Guttenberg als amtierender Wirtschaftsminister und hielt die Festrede. Angeblich sind über den DUK und Pfaffelhuber mehr als 70.000 Krankenhausmitarbeiter versichert. Wurden alle durch die Anwesenheit der Prominenz aus Politik, Gewerkschaften und Wirtschaft geblendet? Sicherlich nicht! – Aber der Aufmarsch der gut bezahlten Prominenz hat sicherlich nicht geschadet. Die einzelnen Mitarbeiter hatten ohnehin keine Wahl, denn wenn sich eine Klinik für den DUK und für Pfaffelhuber entschied, musste man dort seine bAV abschließen – BASTA! Die Maklerfirma VAF Pfaffelhuber sowie der DUK arbeiteten schwerpunktmäßig mit den Versicherungskonzernen AXA, ERGO und Gothaer zusammen. Die Gothaer war der sogenannte Konsortialführer der meisten über die DUK vermittelten Verträge. Die ERGO ist an dem Konsortium lediglich beteilig und die AXA wickelt angeblich bis heute – nur noch – bestehende Vereinbarungen ab und arbeitete bei Neuverträgen seit 2003 nicht mehr mit dem Dachverband DUK zusammen. Gehört die private Altersversorgung noch in die Hände von Versicherungskonzernen – > die mit Strukturvertrieben kooperieren?
Eher NEIN – wenn Sie ehrlich sind.
_______________________
Möchten Sie sich unabhängig und sachlich korrekt informieren? Ohne Beeinflussung von Werbe- oder Produktpartnern. Ohne Beeinflussung von Geheimdiensten oder angeschlossenen Tarnorganisationen, Geheimbünden oder dubiosen NGO´s.
JA!
Dann lesen Sie regelmäßig kostenfrei die DRSB – Internetseite mit den aufklärenden Artikelserien. Nutzen Sie die Vorteile der Demokratie.
Bilden Sie sich Ihre unabhängige Meinung.
