Infobrief – 30. Juni 2014 / Friedensdialog? Waffenruhe oder Trugbilder?

Friedensdialog?

Waffenruhe oder Trugbilder?

 

Trotz der Verlängerung der Waffenruhe in der Ostukraine gibt es andauernde Kämpfe nicht nur in der Region um Donezk. Auch in Kramatorsk und anderen Orten geht der Bürgerkrieg der Putschisten von Kiew weiter. Die vom ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko bis heute verlängerte Waffenruhe hat hauptsächlich das Ziel – die ukrainischen Truppen und die faschistischen Milizen in Stellung zu bringen.

Setzt man dadurch einen Friedensplan um?

Ganz sicherlich nicht!

Die Freiheitskämpfer wünschen sich deshalb für den Beginn eines echten Friedensdialogs den Abzug aller Regierungstruppen und Milizen aus der Ostukraine. Warum sollten sie ihre Waffen niederlegen und abgeben? Nur aufgrund der Scheinvereinbarung einer nicht ernst gemeinten und nicht eingehaltenen Waffenruhe?

Wer möchte Russland in einen Krieg verwickeln?

Und warum?

Endet nun jede Vernunft und Besonnenheit im Konflikt der Ukraine? Die Glaubwürdigkeit von Obama, Merkel, Hollande und von den Putschisten in Kiew hat bereits schwer gelitten. Washington, Berlin, Brüssel, Paris und Kiew haben sich durch die Granaten – Attacken auf Russland selbst in eine gefährliche politische Sackgasse katapultiert – > aus der ein Rückzug ohne totalen Gesichtsverlust nicht mehr möglich ist. Vernunft, Besonnenheit, korrekte Analyse und sachliche Beurteilung sind Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Politik. Den Russen in der beschossenen Region haben Washington, Berlin, Paris, Brüssel und auch Kiew nutzbare Vorlagen für robustes und aggressives Vorgehen geliefert.

Folgt nun der erwartete

harte russische Militärschlag oder nicht?

Die Ukrainer fliehen vor dem Krieg nach Russland, die ukrainische Armee sowie die faschistischen Milizen in der Ostukraine sind in höchster Kampfbereitschaft und trotzdem ist das Fortbestehen der Regierungen in Kiew nicht gesichert!

Es steht sehr viel auf dem Spiel.

Nun weiß es die ganze Welt, dass sich Russland bis jetzt deeskalierend verhalten hat und die wirklichen Aggressoren in Kiew sitzen. Ob nach dem Granatenangriff auf Russland ein Waffengang überhaupt als gerechtfertigt angesehen werden kann, ist angesichts der unklaren Informationslage mehr als nur fraglich. Dennoch hat auch das unsinnige verbale Gepolter und Säbelrasseln bereits ganz Russland in Panik versetzt. Das logische Denken in Washington und Kiew scheint ausgesetzt zu haben. Nun kommt es auf die Besonnenheit und Abgeklärtheit von Putin an.

Ist die US – Außenpolitik nur noch Slapstick?

Sind die Drohungen aus Washington an Moskau nur das Vorspiel zum großen Krieg in Europa? Hätte dann vermutlich Obama erreicht was er wollte? Die Animositäten zwischen Putin und Obama sind nicht mehr zu übertünchen. Der viel beschworene russisch – amerikanische Neuanfang scheiterte nicht nur an der Syrien – Frage, sondern womöglich nun auch im Granatenhagel der ukrainischen Armee. Wer die verkrampfte Körpersprache auf diversen Fotos von Putin und Obama sieht, der erkennt sofort das extrem gespannte Verhältnis zwischen beiden Politikern. Die Zeichen in den Beziehungen zwischen Russland und den USA stehen nun wieder auf brandgefährlicher Eskalation. Hat Putin also tatsächlich RECHT, wenn er bei seiner geäußerten Meinung bleibt:

Barack Obama lügt – > und er weiß, dass er lügt!

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