Infobrief – 29. Juli 2014 / Sanktion mit Spätfolgen! – Dauerschaden für Deutschland?

Sanktion mit Spätfolgen!

Dauerschaden für Deutschland?

 

Die EU-Botschafter beraten heute in Brüssel über weitere Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Mit den neuen Maßnahmen möchte man russischen Banken den Zugang zum europäischen Kapitalmarkt erschweren. Auch ein Verbot künftiger Waffenexporte möchte man in Brüssel für Moskau verhängen. Zusätzlich will man aus EU-Staaten keine Hochtechnologieprodukte mehr nach Russland liefern. Die Reaktion von Putin war eindeutig. Der Kreml setzt zukünftig auf den Ausbau seiner eigenen Industrie! Die EU-Sanktionen werden also zum Langfrist-Bumerang für alle Industriestaaten im Kunstgebilde der EU. In Zukunft werden somit auch deutsche Unternehmen weniger Waren nach Russland liefern können.

Sanktion mit Spätfolgen!

Vorgeblich möchten die Staaten im Kunstgebilde der EU Putin und Russland mit den Sanktionen zwingen, die Unterstützung für die Freiheitskämpfer in der Ostukraine aufzugeben. Bereits gestern hatten die EU-Botschafter sich auf Einreiseverbote und Kontensperrungen geeinigt. Es betrifft hauptsächlich den engsten Führungskreis des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Brüssel beschloss zudem ein Handels- und Investitionsverbot für die von Russland annektierte ukrainische Halbinsel Krim sowie die Stadt Sewastopol. Bisher verhängte Brüssel Einreiseverbote und Kontensperrungen gegen 87 Personen sowie 18 Organisationen und Unternehmen aus der russischen Föderation. Russland ist also gezwungen auf allen wirtschaftlichen Gebieten für gleichwertigen Ersatz zu sorgen. Und genau diesen Ziel wird in Moskau mit Hochdruck verfolgt! Haben die USA ein anderes Verhalten der Russen tatsächlich erwartet?

Strategischer Richtungswechsel?

Auch von Washington dürften neue und härtere Sanktionen gegen Russland zu erwarten sein. // Wir haben bisher keinen strategischen Richtungswechsel von Putin gesehen //. Das verkündete der stellvertretende US-Sicherheitsberater Antony Blinken gestern in Washington. Aber wo bleibt der strategische Richtungswechsel der USA? Die amerikanischen Strafmaßnahmen gegen Russland stießen alle ins Leere! Die Sanktionen führen sogar die Industriestaaten im Kunstgebilde der EU in ein unübersichtliches wirtschaftliches Debakel. Will man in Washington zweigleisig fahren und mit einer Doppelstrategie die Russen ärgern und die Industriestaaten im Kunstgebilde der EU in die Knie zwingen? Wenn man Blinken „so“ reden hört – > könnte dieser Eindruck sehr leicht entstehen.

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