Enttäuscht von den Verbündeten?
Viele Politiker in der Ukraine sind enttäuscht, dass ihre vermeintlichen Verbündeten, darunter die USA, Frankreich und Deutschland sowie Brüssel, nach wie vor Zurückhaltung bei Hilfszahlungen oder bei der Sicherstellung der Energieversorgung zeigen. Auch der US – Vizepräsident Biden kam mit leeren Händen und blumenreichen, klaren Worten nach Kiew. Nicht nur die Putschisten vom Maidan – Platz glauben jetzt, dass der russische Präsident Putin dies als Schwäche interpretieren könnte.
Wozu war Biden also in Kiew?
Mit warmen oder klaren Worten kann man die Wirtschaft der Ukraine nicht am Laufen halten. Musste US – Vizepräsident Biden nach Kiew reisen – > damit man eine Unterstützung für eine vereinigte, demokratische Ukraine noch notdürftig demonstrieren kann? Denn mit mehr als leeren Worthülsen kann man derzeit in Kiew nicht rechnen.
Und plötzlich geht nicht nur in Kiew die Angst um!
Noch vor wenigen Wochen beruhigte man Polen, Lettland, Estland und Litauen mit feurigen Lippenbekenntnissen, dass die Krise auf der Krim keine Auswirkungen auf die Sicherheit der neuen Staaten in der EU und auf neue NATO – Mitglieder haben wird. Angeblich sollten sich alle Politiker auf die USA – > sowie auf die Staaten in der EU und auf die NATO verlassen. Besonders die USA stünden fest an der Seite ihrer östlichen Bündnispartner. Man werde keine Schwäche zeigen!
Klare Worte! – > Aber völlig inhaltslos!
Denn die USA und auch die Staaten in der EU stoßen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. In dieser prekären Situation helfen weder hohle Worte noch Beistandsbekundungen. Statt frischem Geld, Erdgas und Erdöl gibt es nur noch politische Phrasen. Nennt man auch:
Durchhalteparolen!
Joe Biden ist ein bedeutender Teil des politischen Establishments am Potomac – River. Biden ist seit Jahrzehnten ein Mitgestalter der US – Außenpolitik. Dieser US – Politiker war stets für den Einsatz von US – Truppen im Ausland. Er gehörte zu den treibenden Kräften für die US – Kriegsabenteuer im Irak, in Afghanistan sowie für das vermehrte Agieren der CIA auf dem Balkan. Leise Töne kennt Biden nicht. In Washington zählt man ihn zu den politischen Poltergeistern. Joe Biden neigt zu unkontrollierten Gefühlsausbrüchen und trägt sein Herz immer auf der Zunge.
Weder Geld noch Rohstoffe!
Viele Politiker in Washington kennen die prekäre finanzielle und wirtschaftliche Lage der USA und der Staaten in der EU. Man muss trotz des gefährlichen FRACKING für viel Geld Erdgas und Erdöl einführen. Auch sonstige Rohstoffe sind überschaubar und müssen teuer auf dem Weltmarkt eingekauft werden. Die USA deshalb enorme wirtschaftliche und strategische Interessen in Russland. Noch ist die US – Wirtschaft ist nicht direkt abhängig von russischem Erdgas oder Erdöl sowie von anderen Rohstoffen.
Doch der Zeitpunkt der Abhängigkeit ist absehbar.
Dies hat der Putsch vom Maidan – Platz nun erkennbar offen gelegt. Es wäre besser gewesen man hätte darauf verzichtet, denn nun muss Washington von den Staaten in der EU – > allen voran den DEUTSCHEN – > die Finanzierung des wirtschaftlichen Wiederaufbaus der Ukraine einfordern. Dafür versprechen die Protagonisten im Weißen Haus härtere Sanktionen gegen Moskau, engere militärische Kooperationen mit der Ukraine und Georgien sowie mehr NATO – Truppen in Rumänien oder Bulgarien.
Enttäuscht von Verbündeten am Potomac – River?
Die atlantischen Netzwerker in den Staaten der EU und in den Euroländern sicherlich nicht, denn man wird den Europäern diese Schwäche erneut als Stärke verkaufen wollen. Eine grobe Analyse der Medienberichte lässt diesen Rückschluss schon heute zu.
Gerade jetzt aber dürfe der Widerstand
gegen diese untaugliche Politik keine Schwäche zeigen.
Denn die Situation in der Ukraine läuft aus dem Ruder und wird voll zu Lasten der abhängig Beschäftigten und aktuellen Rentenbezieher in Deutschland gehen. Die Nachwehen der US – Kriege der vergangenen Jahre haben viel Geld gekostet. Das stets so dargestellte
NATION BUILDING,
also der zivile Aufbau nach dem Krieg – > zum Beispiel im Irak oder in Afghanistan – > war nicht nur teuer, sondern erfolglos. Es dürfte deshalb kein großes Wunder sein, dass die USA nicht mehr in der Lage sind, zusätzliche Milliarden US – Dollar für die Ukraine auszugeben. Niemand in Washington rechnet damit, dass die Obama – Regierung die Ukraine oder Polen, Lettland, Estland oder Litauen noch mit frischem Geld unterstützt. Bislang hat Washington der Ukraine lediglich einen Kredit in Höhe von einer Milliarde US – Dollar gewährt und dafür die Goldreserven des Landes einkassiert. Rumänien oder Bulgarien werden aus diesen Gründen auch noch in die leere Röhre blicken! Denn auch aus innenpolitischen Gründen wird es keine weiteren Milliardenhilfen der USA mehr geben können. Die USA stehen am politischen und wirtschaftlichen Abgrund. Und im Herbst 2014 sind die Kongresswahlen im Gottes eigenen Land.
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