Britische Farbenlehre
LET´S STAY ON THE ROAD TO A STRONGER ECONOMY. Mit diesem Slogan warben die TORIES – > die britischen Konservativen – > auf einem Plakat zur Unterhauswahl im Mai 2015. Das Bild zeigt eine Landstraße! Eine lange Straße gesäumt von Feldern und am Horizont sieht man einen Wald mit blauem Himmel sowie weißen Wolken. Am Beginn der Straße ist ein Teil des Union Jack zu sehen mit dem Slogan:
Lasst uns auf dem Weg
zu einer stärkeren Wirtschaft bleiben.
Ein frommer Wunsch von David Cameron – > denn durch den Thatcherismus wurden die Grundlagen für den Wohlstand der abhängig Beschäftigten und blühende Industrielandschaften nachhaltig zerstört. Aber die Vernichtung des Wohlstands für die meisten Briten im Vereinigten Königreich sorgte kaum für größeren Wirbel. Das Wahlplakat der Tories allerdings schon – > denn die Vorlage des Bildes ist höchstwahrscheinlich keine britische Straße – > sondern eine deutsche. Eine sehr peinliche Panne für David Cameron und seine Tories – > denn das Wahlkampfplakat soll den Weg zu einem ökonomisch stabileren Großbritannien zeigen. Man sieht allerdings eine Straße in Thüringen auf dem Tory-Plakat. Spott und Hohn ist die logische Folge!
Ein weiterer Sargnagel dieser politischen Satire!
Schrieb zum Beispiel Tony McNulty – > der ehemalige Abgeordnete der Arbeiterpartei – > bei Twitter.
Tories oder Labour!
BLAU oder ROT! Zwischen diesen beiden politischen Parteien konnten früher die Briten wählen und auf Wohlstand und Demokratie hoffen. Denn entweder regierten die Tories oder Labour allein. Ab 2010 kam zu BLAU und ROT die Farbe GELB der Liberalen. Großbritannien erhielt nach dem 2. Weltkrieg zum ersten Mal eine Koalitionsregierung. Doch zur Wahl am 07. Mai 2015 gibt es eine völlig neue politische Farbenlehre. Zu BLAU [ Tories ], ROT [ Labour ] und GELB [ Liberale ] kommt nun auch VIOLETT für die rechtsliberale Ukip und GRÜN für die fundamentalen Grünen. Neben dieser bunten politischen Farbenlehre stellen sich auch die schottischen und walisischen Nationalisten zur Wahl. Damit können die Briten nun zwischen 7 Parteichefs wählen. Gut in Szene setzen konnten sich bisher aber lediglich Nicola Sturgeon – > die Vorsitzende der schottischen Nationalisten – > und Nigel Farage – > der kampfeslustige Führer der Ukip. Beide Politiker verweisen auf das jahrzehntelange Versagen des so genannten
WESTMINSTER-ESTABLISHMENT
und fordern den sofortigen Austritt aus dem dahinsiechenden Kunstgebilde der EU sowie das baldige Ende der Armutseinwanderung nach Großbritannien. Gemäß diverser Blitzumfragen des Instituts Yougov haben sich Nicola Sturgeon und Nigel Farage auf Augenhöhe mit Premierminister David Cameron und Oppositionsführer Ed Miliband katapultiert. Die meisten Briten haben damit ihren Willen gezeigt – > dass man das Kunstgebilde der EU verlassen möchte und die so genannte unkontrollierte Immigrationspolitik von Cameron gescheitert ist. Noch wissen die Briten nicht so genau – > wen sie zukünftig als Premierminister haben wollen. Doch die Dynamik der Farbenlehre zeigt – > klar und unmissverständlich – > dass man einen tiefgreifenden politischen Wechsel bevorzugt. Schlechte Karten für David Cameron und Ed Miliband – > denn weder BLAU noch ROT können ohne Koalitionspartner regieren. Auch eine Regierungsbildung zwischen Ukip und den schottischen Nationalisten lässt sich derzeit nicht ausschließen. Bei den zentralen Themen des Wahlkampfes – > Gesundheitspolitik, Sparpolitik, Zuwanderung und Wirtschaft – > konnten weder Cameron noch Miliband überzeugen oder gar punkten. Für David Cameron zeichnet sich möglicherweise sogar sein politisches AUS ab. Die Parole der Tories:
Lasst uns auf dem Weg
zu einer stärkeren Wirtschaft bleiben
[ LET´S STAY ON THE ROAD TO A STRONGER ECONOMY ]
hat die meisten Briten nicht überzeugen können – > sondern noch unsicherer gemacht. Die neue politische Farbenlehre lehnt das Netzwerkertum der Atlantiker sowie das Kunstgebilde der EU rundherum ab. Vereinzelt sind auch Stimmen zum Austritt aus der NATO zu hören. Man nennt bereits Eckpunkte zum Verlassen dieser obsoleten Kriegsabenteuer-Vereinigung. Obwohl einige deutsche Medien von einen Schneckenrennen und von einer möglichen Koalition zwischen Cameron und Miliband sprechen – > ist dennoch extrem viel politischer Sprengstoff im britischen Wahlkampf vorhanden.
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