gnadenlose abrechnung

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans – Josef Leiting

Düsseldorf, den 29. November 2007

 

 

Gnadenlose Abrechnung

Wo deutsche Bürger Aufbruch sehen und sahen, sieht

Kai Diekmann,

Herausgeber der Bildzeitung, den kulturellen Niedergang

Kai Diekmann, Jahrgang 1964, ist seit 2001 der Chefredakteur der Bild – Zeitung und seit 2004 auch deren Herausgeber.

 

Der verheiratete Vater von 3 Kindern präsentiert sich in seinem neu erschienenen Buch

 

Der große SelbstBetrug

- Wie wir um unsere Zukunft gebracht werden -

 

vordergründig als kampfeslustiger Konservativer.

 

Kai Diekmann beschreibt Szenen aus Deutschland wie aus einem absurden Märchenbuch. Der Autor fabuliert über den Untergang des Christentums und fährt dabei gezielte, unausgewogene Attacken gegen Angehörige des muslimischen Glaubens.

 

Aber was war auch viel Anderes zu erwarten, wenn ein Autor sein neues Buch ankündigt als

 

eine Attacke ohne Rücksichten”.

 

Da kann man bei Kai Diekmann erfahrungsgemäß nur Boshaftes erwarten. Wenn der Autor noch eins drauflegt und erklärt, dass sein Buch

 

mit heißem Herzen

und

weniger mit kühlem Kopf geschrieben wurde”,

 

dann liegt die Vermutung nahe, dass auf Ausgewogenheit oder gar Objektivität nicht der geringste Wert gelegt wurde.

 

Und siehe da, bei genauester Durchleuchtung und Analyse der 254 Seiten vermeintlicher diekmannscher Abrechnungen, war ein Vorsichtsreflex mehr als angebracht.

 

Dialektisch geschickt verpackt, versucht der

 

„kluge Kopf”

Kai Diekmann

 

den Eindruck zu vermitteln, dass er in seinem Buch mit mancherlei Ungerechtigkeiten und Ungereimtheiten in unserer Gesellschaft und der Politik „gnadenlos” abrechnen würde.

 

Höchstwahrscheinlich getrieben von einem Realitätsverlust mit gigantischem Ausmaß, glaubt der Autor womöglich selbst daran, dass die Generation der 68er für den kulturellen Niedergang und für das aktuelle wirtschaftliche, soziale und politische Desaster verantwortlich sei.

 

Als Chefredakteur oder Kolumnist der Bild – Zeitung könnte man Kai Diekmann solche Entgleisungen nachsehen, da kaum ein kritischer Bürger an den Wahrheitswillen der Boulevardzeitung glauben kann, als Buchautor – der ernst genommen werden möchte – nicht.

 

Schenkt man als unkritischer Leser den diekmannschen Buchzeilen – des vermeintlich aufklärenden Autors – Glauben, so sind die Angehörigen der 68er Generation eigentlich nichts anderes als arme Irre, die man gewähren lassen könnte, wenn sie sich nicht zu einer Gefahr für unsere Gesellschaft entwickelt hätten.

 

Quasi als Beweisführung seiner abstrusen Gedankengänge führt Kai Diekmann nachfolgend aufgeführte Entwicklungen in Deutschland an und versucht diese ausschließlich den 68ern in die Schuhe zu schieben:

 

1.

Der Selbstverwirklichungswahn

habe zum heutigen Egoismus geführt.

2.

Die Abkehr von Tugenden wie Ordnung und

Strebsamkeit sowie die Feindseligkeit gegenüber Eliten habe dem Triumph des Mittelmaßes den Boden bereitet.

3.

Hass auf Deutschland vereine die Linken und die Grünen.

4.

Geburtenfeindlichkeit und Abkehr von Kirche und Religion.

5.

Niedergang der guten Sitten und der Moral.

6.

Scham sich zum Vaterland zu bekennen.

 

Als so genannter Spätgeborener, der 1968 gerade einmal 4 Jahre alt war, kann niemand von Kai Diekmann verlangen, dass er sich im Zeitgeist der 68er Generation auskennt.

 

Was ist also die Triebkraft,

die den Autor derart peinlich urteilen lässt?

 

Warum geißelt Kai Diekmann

die Toleranz von Linken und Grünen gegenüber

hilfesuchenden Zuwanderern?

 

Ist es die seit Anfang seiner Berufstätigkeit

engste Verbundenheit mit dem SpringerVerlag?

 

Ist es seine Mitgliedschaft in dem Verein AtlantikBrücke?

 

Ist es seine unkritische Einstellung

gegenüber der amerikanischen Hegemonie?

 

Ist es seine womöglich neoliberale geistige Ausformung?

 

Da sich Kai Diekmann einem persönlichen Dialog mit den Vorstandsmitgliedern des DRSB e.V. bis heute entzogen hat, können darüber nur Mutmaßungen angestellt werden.

 

Nach vorliegenden Informationen orientierte sich der Lebensstil von Kai Diekmann stets an seinem Aufstieg und nicht an alternativen Lebensmodellen.

 

Womöglich ist dies der Hauptgrund dafür, dass der Chefredakteur der Bild – Zeitung mit Kriegsberichterstattung noch heute unsensibel umgeht.

 

Wir möchten an die fatale Berichterstattung ( Totenkopf – Bilder ) über die Bundeswehr aus Afghanistan erinnern.

 

Wer damals solche Bild – Zeitungs – Schlagzeilen produzierte, hat große Schwierigkeiten sich in die moralischen und ethischen Gedankengänge der 68er Studentenführer

 

Erich Fried oder Rudi Dutschke

 

einzufühlen, die zum Beispiel im Februar 1968 gegen den Vietnamkrieg demonstrierten.

 

Die Nachkriegsgenerationen,

insbesondere die 68er lösten erst den frischen Wind aus,

der die Biederkeit, Verkrustung und Verlogenheit der

adenauerschen Nachkriegswelt hinwegfegte.

 

Es waren die 68er,

die hohle und nichtssagende Autoritäten

entlarvten und beseitigten.

 

Es waren die 68er,

die eine verklemmte Sexualität

aus der Umklammerung der Verruchtheit befreite.

 

Es waren die 68er,

die eine Machtwillkür skrupelloser US - Despoten

nicht länger als ein Naturgesetz hinnehmen wollten.

 

Es waren die 68er,

die Napalmkrieg gegen Zivilisten und die Ausbeutung armer Länder

nicht weiter tolerieren konnten.

 

Es waren die 68er,

die eine Unterlaufung

- deutscher Interessen -

durch US - Geheimdienste

und vermeintlich hilfreiche deutsche Vereinigungen

bekämpften und verlangsamen konnten.

 

Kai Diekmann

hat mit der von ihm desavouierten, diskreditierten und diskriminierten 68er Generationen nur eine Gemeinsamkeit:

 

Die schier unüberbrückbare Einstellung,

dass jeweils ausschließlich die eigene Meinung die

einzig Richtige sein muss.

Kann man also mit

so einem Buch

gesellschaftlichen Fortschritt erzielen?

 

Rein juristisch betrachtet muss man feststellen:

 

Ein untauglicher Versuch mit untauglichen Mitteln.

 

Statt gnadenlose Abrechnung - gnadenloser Verdummungsversuch

 

 

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