gesetzliche rente keine lobby

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans – Josef Leiting

Düsseldorf, den 13. Februar 2008

 

 

Hat die gesetzliche Rente keine Lobby mehr?

Und

welche Irrtümer verbergen sich noch hinter der Riesterrente?

 

Vereinzelt tauchen in der deutschen Medienlandschaft Berichte auf, die zunehmend häufiger von einer

 

Grund- oder Einheitsrente

 

sprechen und darüber hinaus auch belegen, warum in naher Zukunft nur noch für alle zukünftigen Rentenbezieher eine Sockelrente machbar ist.

 

Da ist es verständlich, dass der langjährige ehemalige Bundes – Sozialminister

 

Dr. Norbert Blüm

 

regelmäßig in Rage gerät und sein bekanntes Lügenlied auf die gesetzliche Rente vor sich hin trällert.

 

In Wahrheit war es doch der CDU – Minister, der sich jahrelang gegen eine notwendige Veränderung der Rentensysteme durch hartnäckiges Aussitzen wehrte.

 

Genau genommen verdanken die deutschen Bürger auch dem Wohlstandsverweigerer

 

Dr. Norbert Blüm

die Desaster mit und um die wachsende

 

Altersarmut in Deutschland.

 

Es hilft den Betroffenen überhaupt nichts, wenn dem hartnäckigen Wahrheitsverweigerer

 

Dr. Norbert Blüm,

 

der vermeintlich besonnene Ökonom und SPD – Politiker

 

Albrecht Müller,

 

der früher enger Mitarbeiter von

 

Karl Schiller, Willy Brandt und Helmut Schmidt

 

war, Feuerunterstützung geben möchte.

 

Angeblich soll die aktuelle Rentenpolitik den Unternehmern, Konzernen und Investoren Nutzen bringen.

 

Dass die deutsche Versicherungswirtschaft, deutsche Banken und die sogenannten Finanzdienstleister ausschließlich im eigenen Interesse handeln, ist selbst gutgläubigsten deutschen Bürgern in der Zwischenzeit sichtbar geworden.

 

Dafür muss keine kostbare Sendezeit in dem ARD – Magazin

 

PlusMinus

 

geopfert werden, damit das Informations – Wirrwarr um deutsche Rentensysteme vergrößert wird.

 

Auch die vorwitzigen „schlauen” Kommentare, dass man ausgerechnet hat, dass wenn es der deutschen Versicherungswirtschaft gelingen sollte, nur 10% der gesetzlichen Rente auf ihre Mühlen umzulenken, die Assekuranzkonzerne dann ein Umsatzplus von 16 Milliarden Euro Prämien pro Jahr haben könnten, zeigt deutlich die Realitätsferne der selbsternannten Sachverständigen in aller Deutlichkeit.

 

Viele Bürger erinnern sich noch heute an die riesige Propagandamaschinerie um und für die untauglichen

 

Riester- und Rüruprenten.

 

Überhöhte Vorstandsgehälter für Assekuranzmanager sowie die millionenschweren Werbekampagnen für die untauglichen

 

Riester- und Rüruprenten

 

haben in den letzten Jahren gigantische Löcher im Finanzhaushalt der deutschen Versicherungskonzerne hinterlassen. Hinzu kommen die Verluste durch glücklose oder verfehlte Anlagepolitik.

 

Zusätzlich schmilzen die angehäuften Geldberge wie Butter in der Sonne, wenn ab 2010 die zu erwartenden Auszahlungen für erfüllte Lebensversicherungsverträge vermehrt anstehen.

 

Schon seit einigen Jahren stottert die systematische Geldeinpflege bei den deutschen Lebensversicherungen, obwohl man mit einer verfehlten Organisations- und Vertriebsarbeit darauf hoffte, im zunächst verteufelten sogenannten Strukturgeschäft bessere Ergebnisse zu erreichen.

 

Zu spät erkannten die Vertriebsmanager der deutschen Assekuranz, dass die erwünschten Stückzahlen auch zu dramatischen Kostenverschlechterungen geführt haben.

 

Denn ein Ausschließlichkeitsvermittler oder ein Versicherungsmakler erhält für den Abschluss einer Kapitallebensversicherung oder einer Rentenversicherung mit einer sogenannten Bewertungssumme von

 

100.00,00 Euro

 

in der Regel zwischen 2.500,00 Euro und 3,500,00 Euro.

Die ständig in der Kritik stehenden Strukturvertriebe dagegen erhalten für die vergleichbare Dienstleistung in der Regel zwischen

 

4.500,00 Euro und 7,300,00 Euro

 

ohne die Berücksichtigung der durchaus üblichen Kickback – Zahlungen aus Abwicklungsgewinnen.

 

Die vorgenannten Kosten bezahlen letztlich die Bürger mit ihren monatlichen Beiträgen, die sich oft bis zu 25% verringern und dadurch keinerlei Zinsgewinne erwirtschaften.

 

Eine rapide wachsende Anzahl deutscher Bürger macht sich zu Recht natürlich Sorgen, wie es einmal aussehen würde, wenn eines Tages das Rentenalter beginnt.

 

Die Frage:

 

reicht die gesetzliche Rente um meinen Lebensstandard zu halten

 

ist allerorten zu hören.

 

Mit anderen Worten, es kann auf die Hilfe der privaten Ergänzung für die ständig sinkende gesetzliche Rentenversicherung nicht ernsthaft verzichtet werden. Das wissen eigentlich alle verantwortungsbewussten Wissenschaftler und Versicherungskaufleute.

 

Die untauglichen

 

Riester- und Rüruprenten - Modelle

 

machen aber die Altersvorsorge insgesamt komplizierter, unübersichtlich und unnötig teurer.

 

Einmal ganz davon abgesehen, dass sie den fest eingebauten Mechanismus der Enterbung in sich tragen.

 

Für

Dr. Norbert Blüm

 

verkommt deshalb die Diskussion rund um die Rentenversicherungsbeiträge zu einer Art von Volksverdummung.

 

Leider hat der CDUler damit Recht,

obwohl

die Betrachtungsweise von Blüm immer realitätsferner wird.

 

Würde der, in Sachen Rentenversicherung, professionelle Wahrheitsverquirler sich nur ein einziges Mal mit

 

Versicherungskunden oder Versicherungsvermittlern

 

unterhalten, dann wüsste er, welche Probleme und Sorgen die deutschen Bürger tatsächlich haben.

 

Seit der Einführung der untauglichen

 

Riester- und Rüruprenten - Modelle

 

ist das sogenannte Neugeschäft in der Sparte der Lebensversicherung erheblich eingebrochen. Mit Ausnahme der Strukturvertriebe, die mit allen Mitteln zum Erfolg gepeitscht werden, sind die Zahlen bei verantwortungsvollen Versicherungsvermittlern rückläufig.

 

Hinzu kommt, dass sich das Berufsbild des Versicherungsvermittlers in einer totalen Umbruchphase befindet, die auf Veränderungen im

 

Versicherungsgesetz, der Versicherungsvermittlungsverordnung

und dem

Versicherungsvertragsgesetz

 

zurück zuführen sind.

 

Mit der freundlichen Genehmigung des Verlaghauses

markt intern

 

sowie des Chefredakteurs des Versicherungstips,

Dipl. Ing.

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