Geldverluste der deutschen Banken

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans – Josef Leiting

Düsseldorf, den 12. November 2008

 

 

Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt für die Wahrheit!

Wie hoch sind die Geldverluste der deutschen Banken tatsächlich?

 

In Gefahr und großer Not bringt der Mittelweg den Tod. Deshalb warb auch Josef Ackermann in seinen Funktionen als Chef der Deutschen Bank und Präsident des Weltbankenverbands, unbemerkt von den Medien, unermüdlich für noch mehr „Spielraum” bei der Bewertung problematischer Wertpapiere.

Josef Ackermanns konsequenter Einsatz wurde reichlich belohnt, denn Mitte Oktober 2008 lockerten nach der

US - Börsenaufsicht SEC

auch die Politiker in der EU die Bilanzvorschriften für alle europäischen Geldinstitute. Den Banken blieb fortan die Abschreibung

zumindest vorläufig wertlos gewordener Aktiva erspart.

Josef Ackermann scheint einmal mehr wieder alles richtig gemacht zu haben, denn durch diese äußerst fragwürdigen neuen Bilanzregeln kann sogar die Deutsche Bank im schwierigen Fahrwasser und von der dramatischen Zuspitzung der Finanzkrise geprägten dritten Quartal 2008 noch einen „kleinen” Gewinn ausweisen.

 

Unter dem Strich kann somit die Deutsche Bank noch ein „Plus” von 414 Millionen Euro nach 1,6 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum ausweisen. Ohne diese weltweit „überarbeiteten” Bilanzregeln hätten die Frankfurter Banker neben den tatsächlich ausgewiesenen Abschreibungen von rund 1,2 Milliarden Euro vermutlich mehr als 900 Millionen Euro zusätzlich negativ ausweisen müssen.

Auf Basis der alten Bilanzvorschriften sprechen

daher seriöse Analysten bei der Deutschen Bank von einem riesigen Verlust.

Erst mit der Hilfe der „überarbeiteten” Bilanzregeln konnte Josef Ackermann nun vor allem größere Kreditvolumen für Übernahmen, für deren Finanzierung sich seit Ausbruch der Turbulenzen kaum noch andere Mitstreiter finden, herauslösen.

Die Deutsche Bank entzog diese Kreditvolumen

damit der zu erwartenden gnadenlosen Bewertung zu Marktpreisen.

Mit der flexibleren Interpretation der Bilanzregeln steht die Deutsche Bank am Ende besser da als die Schweizer Rivalen von UBS und Credit Suisse, denn die vermutlich verantwortungslosen

BörsenJunkies

Zollen dem Schweizer Bilanzkünstler ihre ungeteilte Anerkennung. Die internationale Wirtschaftspresse führt derweil eine heftig kontroverse Debatte über die „positiven” Quartalszahlen und die neuen Bilanzierungsregeln der Deutschen Bank. Parallel dazu werden, dem wahrscheinlich gefühlskalten Peer Steinbrück bei der Jagd auf so genannte Steuersünder aus dem Bereich der aktuellen Rentenbezieher

DDRMethoden

vorgehalten, obwohl der „bedauernswerte” Finanzminister für seine besondere Art der Gegenfinanzierung für das Bankenhilfspaket unermüdlich die Werbetrommel schlägt.

Die französische Zeitschrift

Les Echos

spöttelte sogar mit der Headline:

Die Eröffnung des Balls der scheinheiligen Banker

passt besser aufs Frankfurter Börsenparkettals auf die

Straßen von Neapel

Zitat:

Mit ein paar Kniffen habe die Deutsche Bank

einen Riesenverlust in einen Gewinn verwandelt und auch noch dafür gesorgt, dass die Börse applaudiere.

Der Ball passe zu Frankfurt,

weil dort zuletzt der Autobauer Porsche, mit einer größeren Selbstsicherheit

als die von der politischen Klasse gescholtenen „Heuschrecken”, mehrere Milliarden Euro straffrei auf dem Rücken der Arbitrageure abgemäht habe.

Zitat Ende.

 

Viele erfahrene Banker glauben deshalb, dass die Deutsche Bank noch viel größere Risiken von einer Veröffentlichung fernhalten möchte. Insider mutmaßen sogar, dass ein 6- bis 8-mal höheres Risikopotential in den Büchern der Frankfurter schlummert.

Trotzdem lehnt Josef Ackermann zurzeit noch jegliche finanzielle Unterstützung der Bundesregierung ab. Die Deutsche Bank benötige den Rettungsschirm des Staates nicht, betonte der 60-jährige Schweizer am 02. November 2008 in einem

ZDF – Interview.

 

Warum sich die Deutsche Bank für direkte Kapitalhilfen des Bundes ausdrücklich ausschließt, ist für viele DRSB – Leser und Banker völlig klar. Denn würde die Deutsche Bank Staatsgelder annehmen, bestünde die Gefahr der raschen Aufdeckung der Finanzminen. Außerdem ist davon auszugehen, dass sich Josef Ackermann mit lediglich „mageren”

500.000,00 Euro Jahresgehalt

unterbezahlt fühlen könnte.

Obwohl sich das Finanzszenario erkennbar weiter zuspitzt, sieht man im deutschen

Bundesfinanzministerium

derzeit keinen Anlass, von der Freiwilligkeit abzuweichen:

Zitat

„Wir gehen davon aus, dass schon in nächster Zukunft

mehrere Kreditinstitute den Rettungsschirm nutzen werden”.

Zitat Ende.

Insidern zufolge hat nicht nur die Commerzbank ein reges Interesse, sich frisches Staatsgeld zu besorgen. Auch wird in Insiderzirkeln extrem heftig darüber diskutiert und spekuliert, ob die Deutsche Bank nicht doch besser auf Staatsgarantien für ihre problematischen Wertpapiere zurückgreifen sollte.

Für den Schweizer Banker

Josef Ackermann

wäre das dann die Stunde der Wahrheit und nach dem Mannesmann – Prozess eine weitere Schmach.

 

Die vollkommen undurchsichtige Welt der Bankenbuchhaltung wird durch die Frankfurter Bilanzjongleure noch wesentlich trüber. Für die Mehrheit der deutschen Bürger wäre es eine Schande, wenn noch mehr Banken das Geld der braven Steuerzahler benötigen. Für die Deutschen ist es bereits jetzt schon außerordentlich bedenklich, dass für das jahrelange Versagen und die grenzenlose Gier der

Bankmanager

auch noch die aktuellen Rentenbezieher wie Steuerhinterzieher gejagt werden müssen.

Angela Merkel wie natürlich auch Peer Steinbrück

sollten doch wissen, dass die Wahrheit früher oder später immer das Tageslicht erblicken wird.

 

Insofern gibt es keinen richtigen Zeitpunkt für die Wahrheit!

 

 

DRSB

 

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