erster offener brief an herrn kurt beck

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

 

DRSB e.V. Rudolf – Lensing – Ring 75 40670 Meerbusch

Einschreiben mit Rückschein

Herrn

Kurt Beck

Parteivorsitzender der SPD

 

c/o Willi - Brandt - Haus

 

Wilhelmstraße 141

D - 10963 Berlin

 

 

Meerbusch, den 15. November 2006

 

 

Erster offener Brief an

Herrn Kurt Beck

Parteivorsitzender der SPD

 

 

 

Alterseinkünftegesetz

Hier: Fragen zur praktischen Umsetzung

 

Sehr geehrter Herr Beck,

 

mit blanken Entsetzen warnten Sie als > vermeintlich < erster Politiker im Oktober 2006 die deutschen Bürger vor einer um sich greifenden Armut.

 

Bereits am 07. März 2006 überraschte Ihr Parteigenosse

 

Franz Müntefering

 

Deutschland mit der Botschaft der Altersarmut.

 

Somit stellt sich die Frage:

Seit wann ist Ihnen das hochbrisante Thema wirklich bewußt?

 

Und:

 

Wodurch sind Sie „so plötzlich und unerwartet” auf dieses Thema gestoßen?

 

Bekanntlich war es doch Ihre Partei die maßgeblich das

 

Altersvermögensgesetz

und das

Alterseinkünftegesetz

 

in den Kalenderjahren 2001 und 2004 auf den Weg brachte.

 

Mit den leider immer noch so genannten

 

Riester - Rente

und

Rürup - Rente

 

wurden für die deutschen Bürger zwei disharmonische Altersvorsorge – Modelle unter der Überschrift

Agenda 2010

 

gebastelt.

 

Bereits hier stellen sich weitere Fragen:

 

Warum wurden innerhalb so kurzer Zeit zwei invalide Modelle der privaten Altersvorsorge geschaffen?

 

Warum darf die so genannte Rürup - Rente nicht vererblich sein?

 

Sollten die Absicherung der Angehörigen und die Sicherstellung der Berufsausbildung der Kinder nicht auch Gewicht haben?

Hier sind alle Politiker gefordert,

 

sinnvolle und lernfähige VorsorgeSysteme

 

zu entwickeln. Da nützt es wenig, wenn Ihr Parteigenosse

 

Ottmar Schreiner

 

im deutschen Fernsehen, sich quasi indirekt bei den deutschen Bürgern dafür entschuldigt, dass das

Alterseinkünftegesetz

 

durch eine Kommission am deutschen Parlament vorbei entwickelt wurde und zum Abnicken den Parlamentariern vorlegt wurde.

 

Ist das der neue Weg Ihrer Partei für die notwendigen Reformen Mehrheiten zu erlangen?

 

In einer sehr aufwendigen und kostspieligen Werbekampagne der

 

INSM

Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

 

reklamierten Sie

Wachstum für Deutschland.

 

Intelligente, vorausschauende Politiker, wie zum Beispiel

 

Michael Glos und Edmund Stoiber,

 

kehrten bereits vor längerer Zeit, dieser vermutlich neoliberalen Organisation, den Rücken und entsagten sich dem

 

Neoliberalismus.

Ist Ihrer Meinung nach alsoWachstumdas einzige Mittel,

Armut in Deutschland zu bekämpfen?

 

Abschließend bitten wir um Beantwortung der nachfolgenden Fragen, welche wir bereits mit offenem Schreiben vom 10. September 2006 an Ihre Parteigenossin

 

Ulla Schmidt

gestellt hatten:

 

1. Frage:

 

Welche Empfehlung würden Sie einem Bürger, der die Errungenschaften der Jahrhundertreform durchaus anerkennt, geben, welcher bereits frühzeitig durch Lebensversicherungen Vorsorge getroffen hat und nunmehr eine so genannte

Rürup – Rente abschließen möchte? Wir bitten hierbei zu berücksichtigen, dass man Geld bekanntlich nur einmal ausgeben kann.

 

2. Frage:

 

Welche Empfehlung für eine sinnvolle Altersvorsorge würden Sie einem jungen Arbeitnehmer geben, der sich in noch nicht bestimmter Zeit nach Beendigung seiner Meisterprüfung selbständig machen möchte?

 

In Erwartung Ihrer sehr geschätzten schriftlichen Rückantwort verbleiben wir

mit freundlichen und besten Grüßen aus Meerbusch

Ihr

Ihr

 

 

Udo Johann Piasetzky

Hans-Josef Leiting

Vorstandsvorsitzender
des DRSB e.V.

Steuerberater und Vorsitzender der Rentenkommission

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