erster offener brief an frau sonia mikich

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

DRSB e.V. ∙ Ikenstraße 8 ∙ 40625 Düsseldorf

Frau

Sonia Mikich

Redaktionsleiterin

Redaktion „Monitor”

Westdeutscher Rundfunk Köln

D – 50600 Köln

 

Düsseldorf, den 11. Januar 2008

 

 

Erster offener Brief an

Frau Sonia Mikich

Redaktionsleiterin „Monitor”

 

 

Ihre Berichterstattung am 10. Januar 2008

zum Thema „Riester – Rente”

hier:

DRSB – Schreiben vom 05. März 2007

 

Antwortschreiben Ihrer Redaktion vom 11. April 2007

 

von Markus Zeidler, Chef vom Dienst

 

 

Sehr geehrte Frau Mikich,

 

es war sicherlich schon lange überfällig, dass in deutschen Medien über die sinn- und nutzlosen

Riester – und Rürup – Modelle

 

sachlich und schonungslos berichtet wird.

 

Der von Ihnen aufgedeckte Teilaspekt der Nutzlosigkeit von Riesterrenten wird hoffentlich dafür sorgen, dass nicht noch mehr gutgläubige deutsche Bürger Ihr sauer verdientes Geld in Pseudo – Fördermaßnahmen nutzlos investieren.

 

Nachdem der DRSB e. V. die Möglichkeit hatte, die ersten Ausarbeitungen zu den untauglichen rürupschen Rentenphantasien zu durchleuchten, haben wir bereits im Vorfeld zu den geplanten Gesetzen, das

 

Altersvermögensgesetz 2001

und das

Alterseinkünftegesetz 2004,

auf die zu erwartende wirtschaftliche Sinnlosigkeit hingewiesen.

 

Mit unserem Schreiben vom 05. März 2007 haben wir Ihnen ausführlich die fatalen Folgen der Riester – Abenteuer dargestellt.

 

Glaubt man den Ausführungen Ihres Chef vom Dienst, Herr Markus Zeidler, der uns mit seinem Schreiben vom 11. April 2007 mitteilte, dass Sie zur Zeit keine Berichterstattung über private Rentenmodelle planen, aber gerne auf unser Kooperationsangebot zurückkommen möchten, so stellt sich die Frage, warum Sie nunmehr von unserem Angebot keinen Gebrauch machten.

Schreiben
Schreiben an “Monitor” vom 05. März 2007
Antwortschreiben des WDR vom 11. April 2007

Hinweis: Die Schreiben wurde als Adobe PDF Datei eingestellt. Sie benötigen den kostenlosen “Adobe Reader” um die Schreiben lesen zu können. Den “Adobe Reader” können Sie hier herunterladen:

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Für den nicht näher informierten Zuschauer konnte deshalb oberflächlich betrachtet nach Ihrem Beitrag der Eindruck entstehen, dass Sie und Ihre Redaktion ernsthaft aufklärenden Journalismus zum Thema „Riesterrente” betrieben haben.

 

Die aufgrund Ihrer Berichterstattung zusammengetretenen Mitglieder der DRSB – Rechts -, Renten – und Medienkommissionen mussten jedoch nach intensiver Durchleuchtung Ihres Beitrages feststellen, dass Sie sich offensichtlich womöglich

 

sogar wissentlich vor den Karren der Regierung spannen lassen, damit die untauglichen rürupschen Rentenphantasien und Nachbesserungsversuche zu einer steuerfinanzierten Grundrente fortentwickelt oder besser nachträglich aufgesattelt werden können.

 

Anders ist nicht erklärbar, dass Sie den Vorsitzenden des VdK als Vertreter der aktuellen Rentenbezieher bezeichneten, gleichzeitig aber im vollen Umfang seine absolute Ahnungslosigkeit in Wort und Bild schonungslos dokumentierten.

 

Auch die Wort- / Bildbeiträge zu Hans – Adalbert Rürup sind so geschnitten, dass vermeintlich der Eindruck entsteht, der rührige Professor aus Darmstadt wäre ernsthaft besorgt, um das Wohl der deutschen Bürger.

 

Da Ihre Redaktionsmitglieder vermutlich regelmäßig unsere Website besuchen, ist davon auszugehen, dass durch einfaches Lesen sich auch ihnen wie jedem anderen Leser das totale Versagen von Hans – Adalbert Rürup eröffnet.

 

Auch das wiederholte Einblenden des Werbespots der Bundesregierung lässt den Rückschluss zu, dass Sie an einem echten investigativen Journalismus nicht interessiert sind oder ihn womöglich auch gar nicht ohne persönliche Konsequenzen praktizieren können.

 

Wie jedes Politmagazin unterliegt auch Monitor Qualitätsschwankungen. In der Summe der Berichterstattungen waren sich alle DRSB – Spezialisten bis gestern darüber einig, dass Sie, sehr geehrte Frau Mikich, mit Ihren Team in der ersten Liga mitspielen würden.

 

Aus den vorgenannten Gründen bitten wie Sie bis zum

25. Januar 2008

um eine ausführliche persönliche Stellungnahme, warum Sie

  1. auf unser freundliches Angebot zur Zusammenarbeit entgegen Ihrer vollmundigen Ankündigung nicht zurückgegriffen haben und

 

  1. Ihre Berichterstattung – aus Sicht des DRSB e.V. – auf schwerwiegendere Riesterfallen überhaupt nicht eingegangen ist.

 

Darüber hinaus wäre auch interessant von Ihnen zu erfahren, warum Sie keine intensive Bewertung der vielen rürupschen Verschlimmbesserungen vornahmen.

 

Wir möchten nicht versäumen, Ihnen, Ihrer Familie sowie Ihren Mitarbeitern ein angenehmes, erfolgreiches und gutes Neues Jahr zu wünschen.

 

Mit freundlichen und besten Grüssen aus Düsseldorf

Ihr

Ihr

 

 

Udo Piasetzky

Andreas Kallen

Vorstandsvorsitzender

Rechtsanwalt und Vorsitzender

des DRSB e.V.

der Rechtskommission des DRSB e.V.

 

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