dritter offener brief an herrn kurt beck

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

DRSB e.V. Ikenstrasse 8 40625 Düsseldorf

Herrn

Kurt Beck

Parteivorsitzender der SPD

Willi – Brandt – Haus

 

Wilhelmstraße 141

D – 10936 Berlin

 

 

Düsseldorf, den 25. Oktober 2007

 

 

Dritter offener Brief an

Herrn Kurt Beck

Parteivorsitzender der SPD

 

 

Armuts – Agenda 2010

 

 

Sehr geehrter Herr Beck,

 

in der Zeit vom 26. bis 28. Oktober 2007 findet Ihr Bundesparteitag in Hamburg statt, wo Sie und Ihre Genossen vermutlich offen und hoffentlich kontrovers über die Armuts – Agenda 2010 diskutieren werden.

 

Denn mit der Einführung der Armuts – Agenda 2010 wurden deutsche Bürger nicht nur mit unsozialen Veränderungen in der Arbeitslosenversicherung, sondern auch mit tief greifenden Neuregelungen in der gesetzlichen und privaten Rentenversicherung konfrontiert.

 

Mit der Einführung der Armuts – Agenda 2010 wurden die deutschen Sozialsysteme faktisch durch das rot / grüne Politik – Chaos beerdigt.

 

Das Herzstück der Arbeitslosenversicherung wurde durch die Hartz – Phantastereien nachhaltig torpediert, so dass arbeitslose Bürger, die sich innerhalb kürzester Zeit zu Hartz – IV – Empfängern abstempeln lassen müssen, auch noch ihre mühsam gesparten kleinen Vermögen verlieren.

 

Solche Regelungen haben mit Sozialdemokratie nichts mehr zu tun.

 

Zusätzlich werden deutschen Bürgern invalide und unvererbliche private Altersvorsorge – Systeme zugunsten der privaten Versicherungswirtschaft aufgeschwatzt.

 

Die untauglichen Altersvorsorgemodelle nach dem invaliden Strickmuster

 

Riester und Rürup

 

werden auch noch sinnverfälschend als

 

Hartz – IV – Sicher

 

hemmungslos angepriesen.

 

Deutsche Bürger unterliegen damit als Hartz – IV – Empfänger einer besonders perversen Art der Zwangsenteignung im Falle ihrer Arbeitslosigkeit.

 

Darüber hinaus müssen sich deutsche Bürger, sollten sie die untauglichen Altersvorsorgemodelle nach dem invaliden Strickmuster

 

Riester und Rürup

 

in Anspruch nehmen, wegen der Unvererblichkeit der privaten Rentenverträge einer freiwilligen Zwangsenteignung zugunsten der Versicherungswirtschaft unterwerfen.

 

Die Armuts – Agenda 2010

trägt somit nicht nur neoliberale Züge sondern erinnert stark an die Zeiten des Frühkapitalismus.

 

Ihr neoliberales Trio – Unsozial,

 

Platzeck – Steinbrück – Steinmeier

 

möchte vermutlich genau deshalb mit aller Gewalt an der Armuts – Agenda 2010 festhalten.

 

Sehr geehrter Herr Beck,

räumen Sie endlich in Ihrer Partei auf und setzen Sie einen Schlusspunkt hinter die Armuts – Agenda 2010.

 

Aufrichtige, ehrliche und überzeugte

 

deutsche Sozialdemokraten

 

erwarten schon lange von Ihnen, dass Sie sich in alter sozialdemokratischer Tradition wieder für die Interessen der deutschen Bürger einsetzen und nicht weiter den

 

„Genossen der Bosse”

 

spielen, denn die Abschaffung der Armuts – Agenda 2010 erhält auch die volle Unterstützung durch die Mehrheit der deutschen Bürger.

 

Mit freundlichen und besten Grüßen aus Düsseldorf

Ihr

Ihr

 

 

 

 

Udo Piasetzky

Hans – Josef Leiting

Vorstandsvorsitzender

Steuerberater und Vorsitzender der

DRSB e.V.

Rentenkommission DRSB e.V.

 

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