Dampf ablassen – 27. Oktober 2012 / Schläferarmee? Was hat die Bundeswehr in Mali verloren?

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An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.

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Email / anonymisiert

 

Militäreinsatz in Mali beunruhigt Bundeswehr ….

 

. Und die Mehrheit der Deutschen. Man befürchtet einen unüberlegten Einsatz deutscher Soldaten in Mali. Der Krieg in Afghanistan hat genauso harmlos als „Friedensmission“ begonnen.

 

Warum haben Kanzlerin Merkel, Außenminister Westerwelle und Verteidigungsminister de Maiziére ihre Bereitschaft für eine Beteiligung Deutschlands an einem Militäreinsatz in Mali erklärt?

 

Sklavische Abhängigkeit von Amerika? Anordnung aus Washington? Auswirkungen des atlantischen Netzwerkertums?

 

Müssen dafür wieder deutsche Soldaten geopfert werden? Warum? Was haben wir in Mali verloren? Die Bundeswehr soll keine Kampftruppen entsenden, sondern die afrikanischen Interventionstruppen nur mit der Ausbildung von Soldaten unterstützen. So hat das Sterben in Afghanistan begonnen.

 

DIE VERFASSER

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Email / offen

 

Schläferarmee?

[ Wettstreit in der Geschichtsbewertung ... ?]

 

Die Deutsche Wehrmacht – ziviler als „des Bundes Wehr“ benannt, befindet sich schon seit längerem offensichtlich in einem Wettstreit mit ihren geschichtlichen Vorgängerarmeen. Von den „Kaiserlichen“ des adeligen Deutschland geht der Weg  über die „Reichswehr“ der unfähigen Weimarer bis hin zur tausendjährigen „Wehrmacht“ unter dem Oberbefehl eines österreichischen Gefreiten.

 

Von „reiner Bundeswehr“ mit der Bestimmung und Zielrichtung, eventuelle Angriffe von außerhalb der Landesgrenzen auf den „Bund“, als den sich die drei westlichen Besatzungszonen nach dem Zusammenbruch des dritten Reiches etablierten, abzuwehren, ist nicht mehr viel geblieben.

 

Ehrlicherweise muss man wohl sagen, dass von diesem Landwehr – Denken seit dem ersten Hackenknallen der Wehrmachtsnachfolger, in dem nicht mehr ganz so preußischen Feldgrau, nicht die Spur einer Spur vorhanden war.

 

Die Hauptsiegermacht des Westens hat doch von Anbeginn des Endes die wieder erweckte deutsche Streitmacht als

Schläferarmee“

betrachtet, die sie dann, als sie – die Regierung der USA – den Zeitpunkt für gekommen hielt, diese Schläferarmee erweckte, und sie für ihre hinterhältigen Zwecke instrumentalisierte. Die „Bundeswehr“ wird von der Führung der Nato – deren bestimmendes Element ja die Regierung der USA und ihre Hintermänner ist, dafür eingesetzt, oder treffender bezeichnet dazu benutzt, um für sie – die USA – die Kastanien aus dem Feuer zu holen.

 

Nur für diesen Zweck, und für sonst keinen anderen, wurde Deutschland wieder militarisiert. Eine Entmilitarisierung hat ja im Grunde gar nicht stattgefunden –  und das in keinem der beiden  deutschen Teilstaaten. Der Rauch aus den Bombentrichtern hatte sich nämlich noch gar nicht recht verzogen, als die Stäbe der einzelnen Waffengattungen den Dienstbetrieb schon wieder aufgenommen hatten. Zur reinen Territorialverteidigung sei die Bundeswehr gedacht, und wegen des kalten Krieges mit seiner potenziellen Angriffsdrohung erforderlich, so wurde es den Menschen im Lande nach der Lüge von

nie wieder deutsche Soldaten“

von ALLEN damals maßgeblich agierenden Politikern zumindest weisgemacht. DAS erwies sich dann später ebenso als eine Lüge. Das sollte im Heute aber niemanden verwundern, denn Lügen und Täuschen ist schon seit jeher eine Stärke deutscher Politiker.

 

Die bisherigen Auslandseinsätze der deutschen Nachkriegs-Streitkräfte [ wohlgemerkt, des Bundesdeutschen Militärs, denn im Gegensatz dazu hat die sowjetische Siegermacht es nicht zugelassen, dass sich die deutsche Armee ihres Besatzungsgebietes jemals im kämpferischen Einsatz über die Grenzen ihres Staatsgebietes hinaus bewegt hat – obwohl es die Führung der Volksarmee brennend gern gesehen hätte. Das beste Beispiel dafür ist doch die ‚Nichtteilnahme’ am Einmarsch in die Tschechoslowakei zur Beseitigung der Regierung von Alexander Dubcek – zur Beendigung des Prager – Frühlings ], die fadenscheinigen Begründungen dafür und die fatalen Nichterfolge bei diesen Kriegseinsätzen, um es einmal ganz zivil zu umschreiben.

 

Von dem vergrößerten Elend für die jeweiligen Landesbevölkerungen ganz zu schweigen. Deutsche Soldaten müssen überall da ihre Soldatenstiefel klackern lassen und einen Blutzoll zahlen, wo es in der Welt brennt, weil die amerikanische Regierung in aller Regel dort vorher gezündelt hat. In vielen Krisenherden brennt ihnen das Feuer noch unter dem Hintern, da gelüstet es die Bestimmer, schon wieder einen neuen Flächenbrand – diesmal in Mali, im Herzen Afrikas – zu entfachen.

 

Al Kaida

ist ja ein wunderbares Zauberwort, mit dem man alle Gräueltaten, die dann in den jeweiligen Einsatzgebieten verübt werden, entschuldigen kann – und natürlich immer dabei und vorneweg und mittendrin die deutsche Wehr des Bundes, denn die ist ja schon alleine moralisch dazu verpflichtet, wegen der Schuld ihrer Vorväter.

 

Ewald Eden

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Veröffentlicht unter Alle Artikel, Dampfablassen
Kommentar zum Artikel
  1. Manfred Fries sagt:

    Wir haben in Mali überhaupt nichts verloren. Die Franzosen sind doch nur dort, weil sie von dort zum allergrößten Teil ihr Uran für die Kernenergie beziehen. Schickt doch von der Leyen, Gauck und Steinmeier dorthin in die vorderste Front. Reden können die Drei gut; aber andere in Gefahrenlagen zu schicken oder gar in den Tod ist ja so leicht.

    Manfred Fries

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