Dampf ablassen – 05. Oktober 2011

Dampf ablassen

Spezialausgabe zum Thema

 

Das Wort am Sonntag

[ 02. Oktober 2011 ]

 

05. Oktober 2011

 

 

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An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.

 

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EMail

Sehr geehrter Herr Piasetzky,

 

Ihre Analysen und Einschätzungen der aktuellen Lage sind meistens zutreffend und deren Aussagen bzw. Vorausschauen stellen sich auch meist so ein. Das Wort zum Sonntag, am 02.10.2011

Ich gebe, damit du gibst

Wo bleibt noch Raum für Gott?

sehe ich, nicht nur weil ich Atheist bin, als eher zum falschen Zeitpunkt und den mit dem falschen Thema belegt an.

Am Vorabend zum Tag der Einheit wäre dieses Thema [ Einheit ] passender, seine Entstehung eine Zeitreise durch deutsche Geschichte mit Ihrem Wissen sicher eine Bereicherung gewesen.

Gott

war bei den Montagsdemos nicht dabei, auch wenn wohl eine Veranstaltung in einer Leipziger Kirche viel zum späteren Fall der Mauer beigetragen hat.

Es war auch nicht Gott, der flüchtenden Menschen in diese Kirche einließ, es war ein Mensch mit Verantwortung und Gewissen.

Verantwortung und Gewissen werden wir aber in einer Partei namens C [ christlich ] DU vergebens suchen, obwohl diese sich den christlichen Anschein gibt.

Was sagt die Institution Kirche dazu? Nichts!

Die Artos – Unternehmensgruppe mit Sitz in Dortmund hat den Christlichen Gewerkschaften jahrelang Leiharbeiter als Mitglieder zugeführt – häufig ohne Wissen der Betroffenen [ Frontal21 / 08. März 2011 ]. Es ging nur darum, so wenig wie möglich Lohn zu zahlen. In Sachsen betreibt man das gleiche Spiel mit den Kindereinrichtungen, wo man junge neue Mitarbeiter nach deren ungültigen [ Urteil Arbeitsgerichte ] Tarif einstuft. Folge nur ca. 60 % Lohn im Vergleich zum alten Bat Ost. Lohndumping.

Was sagt die Institution Kirche dazu? Nichts!

Auch die uns stets weiß gemachte Trennung von Staat und Kirche ist ein Märchen, nicht aus Tausend und einer Nacht, sondern zum Bsp. von der CDU und auch die anderen Parteien basteln kräftig mit an dieser Lüge.

Erhalten doch viele Kirchenfunktionäre Ihre Rente vom Staat [ Land ] und dies auch, wenn sich zahlreicher Verfehlungen nicht nur der Bibel nach, sondern dem STGB nach , schuldig gemacht haben.

Was sagt die Institution Kirche dazu? Nichts!

Wie kann man Menschen verbieten etwas zu tun [ Zölibat ], wodurch Sie doch erst entstanden sind?

Selbst der größte Glaube bringt keine Säuglinge zur Welt. Dafür muss man [ Mann ] etwas tun, was die Kirche verteufelt.

Steht in der Bibel etwas von der Aufgabe der Kirche die Menschheit auszurotten?

Was sagte der Papst bei seinem Deutschland – Besuch dazu? Nichts.

Wie komme ich dazu, als Atheist bei Arbeitslosigkeit eine Kirchensteuer bezahlen zu müssen, bzw. deren Abführung ungefragt hinnehmen zu müssen?

 

Es sei aber ausdrücklich bemerkt, dass ich nichts gegen gläubige Menschen haben und deren interne Treffen, zum Bsp. in Kirchen.

Aber letztlich müsste auch Ihnen klar sein, sie werden von den Mächtigen der Welt nur benutzt, wie die Theorien zum Glauben nur benutzt werden um Menschen zu manipulieren.

Morgen ist der Tag der Einheit!

Ein Tag zum feiern? Für mich und viele ehemalige DDR nicht.

Es geht schon mit dem willkürlichen Datum los, der 03. Oktober. Schon da beginnt der Diebstahl am Verdienst der Einheit.

Mit den Reden der Politiker, die nichts, aber auch gar nichts für diese Einheit getan haben [ Bsp. Kohl ], sich dann aber trotzdem über die DDR – Diktatur ein Urteil erlauben, von blühenden Landschaften reden, aber den Profit der Kapitalisten meinen, damit geht die Volksverdummung weiter.

Die ostdeutsche CDU, einst braver Duckmäuser gegenüber der SED, nun in der West – CDU aufgegangen, hat das DDR – Volk verraten!

Denn die Frage, ob das Volk der DDR sich bedingungslos der BRD unterordnen möchte, wurde nie gestellt.

Diese Wahlaussage gab es nie. Die CDU hat es aber so verstanden – Unterordnung der DDR unter die Profitinteressen der BRD.

War das christlich? Oder nur Rache?

Von der Einheit zwischen Ost und West kann auch heute noch keine Rede sein! Ob das die nach wie vor bestehenden mindestens 20 % Lohndifferenz ist, der Rentenfaktor, oder die Anerkennung von Bildung, Titeln und Professuren aus der DDR.

Das Schlimmste ist aber, dass man uns den Stolz, unser Arbeitsleben, unsere Identität nehmen will.

Und das man die große Solidarität unter den Menschen verleugnet und den Familiensinn, der auch durch den Staat in Form von Bildung und Kindergärten gelebt wurde.

Gern reduzieren viele westdeutsche Bürger und Politiker, die nie auch nur einen Tag hier gelebt haben, die DDR auf Stasi und Mauerbau.

So kann man keine Einheit herstellen.

Die derzeitige Entwicklung, egal ob bei den Renten, der Atomenergie, der Eurokrise … Hartz IV, Bildung und Erziehung, zeigt, das in diesem Staat nichts christlich, nichts mehr sozial, nichts mehr solidarisch, nichts mehr gerecht ist.

Nur der Profit entwickelt sich stetig weiter.

Es gibt morgen nichts zu feiern! Es sei denn man hat wirkliche Freunde, die Verwandten, die Eltern oder Kinder durch den Fall der Mauer wieder gefunden und konnte diese nach vielen Jahren in die Arme schließen.

So lange aber weder Politiker noch das Volk daran glauben können, das es auch ohne Mercedes / BMW, ohne Deutsche Bank, ohne Ackermänner, Funke, Raffelhüschen und Riester, ohne Merkel, Westerwelle, Stäuber, Gabriel, ohne Grüne, ohne Strom-, Gas und Atomkonzerne, ohne Profit um jedem Preis, auch ohne staatlich finanzierte Kirche, …. ohne Lobbyisten – und sogar ohne FDP und CDU gehen könnte, so lange wird sich in diesem Land nichts ändern.

Bis zur nächsten „Kehre“ und dem Fall der Mauern – in den Köpfen!!!

E. S. aus Rochlitz

Das dürfen Sie so veröffentlichen, wenn es das Gremium möchte.

 

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EMail / anonymisiert

Ich gebe, damit du gibst – Wo bleibt noch Raum für Gott?

 

Sehr geehrter, lieber Herr Piasetzky,

 

köstlich, einfach nur köstlich Ihre Worte zum Sonntag. Niemand kann in so schönen Wortspielen die Untauglichkeit der katholischen Kirche und unserer Politiker besser darstellen. Einfach perfekt auf den Punkt gebracht.

Wo bleibt da noch Raum für Gott?

Liebe Grüsse aus dem XXXXXXXX

DIE VERFASSERIN

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