Dampf ablassen 2010 04 09

Dampf ablassen
Das demokratisch soziale Ventil - 14. Kalenderwoche 2010

Leserbriefe von DRSB - Lesern

 

09. April 2010

 

 

Ihre Leserzuschriften und Leserinformationen können für alle DRSB – Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein.

Bitte schreiben Sie uns Ihre Kommentare

als Brief, Telefax oder E – Mail.

Der DRSB e.V. freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, auch wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt sein sollten.

Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu!

Wünsche nach Anonymität werden durch den DRSB e.V. respektiert und gewahrt.

Die Leserzuschriften werden nach Themengebieten aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.

An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.

 

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E – Mail / anonymisiert

 

Deutsche Automobilwirtschaft

 

Sehr geehrter Herr Piasetzky,

 

ein riesen Lob für Ihre wahren Berichterstattungen. Mir ist aufgefallen, dass Sie sich beim Krisenthema Auto sehr zurückgehalten haben.

Welcher Grund steckt dahinter?

Ist es etwa der kommende Zusammenbruch vieler Autohäuser?

Sind es die zu erwartenden

Massenentlassungen, wenn die Kurzarbeit ausläuft?

Oder haben Sie nach dem Aufzeigen der Schwachstellen erst einmal den Schongang eingelegt?

Die Probleme der Automobilwirtschaft wurden doch wieder in deutlichster Form auf dem Genfer Automobilsalon sichtbar.

Zu breit, zu lang und zu schwer, sind mit ein paar Ausnahmen, praktisch alle Fahrzeuge geworden.

Überfrachtet mit den unsinnigsten elektronischen Assistenzsystemen sprengen immer mehr Fahrzeughersteller die Preisrahmen, in denen sich die meisten Bürger zukünftig bewegen müssen. Ich glaube vor fünf Jahren hatten Sie darüber berichtet und das Versagen des Managements offengelegt.

Wenn noch in diesem Jahr die Amerikaner kollabieren, dann wird für alle Fahrzeugtypen der Markt enger und verlagert sich nach Asien.

Doch mit den deutschen Preisbomben werden unsere Hersteller VW, Audi, BMW und Mercedes dort nicht punkten können.

Damit werden wir in unserem Land in den nächsten Jahren zu kämpfen haben.

 

Mit freundlichem Gruß

DER VERFASSER

 

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E – Mail / anonymisiert

 

Preispolitik der Autohersteller – Das Versagen der Manager

 

Hallo Herr Piasetzky, hallo Herr Leiting,

 

nach dem ersten Quartal werden die Autohersteller wieder das Klagelied anstimmen:

„Es werden zu wenig Autos verkauft”.

Am Zeichen der Abwrackprämie boomten die kleineren Fahrzeuge und konnten wie geschnittenes Brot an Privatkäufer verteilt werden.

Parallel dazu brach der Markt

für teure Firmenfahrzeuge in sich zusammen.

Kein Wunder in der anhaltenden Wirtschaftkrise, denn selbst große Flottenkunden schauen kritisch auf ihre Autokosten.

Nun rächt sich der Größenwahn der Auto – Manager, die mit dem Credo

„STÄRKER” – „GRÖSSER” – „SCHWERER”

uns jahrelang Sand in die Augen streuten. Hinzu kommt eine unverschämte Preispolitik, die mit Zusatzausstattungen manche Fahrzeuge um mehr als 30% und mehr, im Vergleich zum Grundpreis, verteuern.

An vorderster Stelle sind BMW, Audi und Mercedes zu nennen. Aber auch VW und Opel schlagen in der Aufpreispolitik zu, wo sie nur können.

Bei Mercedes ist fataler Weise

auch noch ein Abrutschen in der Qualität festzustellen.

Ein für alle leicht nachvollziehbares Beispiel zeigt das skandalöse Verhalten der Autohersteller bei ihrer hemmungslosen Aufpreispolitik.

Fest eingebaute Audio- und Navisysteme sind zum Teil bis zu 30 Mal teurer als technisch vergleichbare Nachrüstsysteme.

Besonders heftig fallen die Unterschiede bei den Navis aus. Bei den Luxusherstellern kosten in der Regel ein notwendiges Update mehr als moderne mobiler Geräte.

Womöglich hat man bei BMW diese Entwicklung erkannt und bietet den potentiellen Käufern ein mobiles Nachrüstnavi zum Komplettpreis von 429,00 Euro an.

Noch immer eine hohe Preisdifferenz zu Geräten wie TomTom oder Navigon, aber ein Zeichen dafür, dass man die Marktentwicklung besser einschätzt.

Was aber in der kommenden Zeit von den meisten Käufern gesucht wird, ist ein narrensicheres, rostunempfindliches, komfortables und bezahlbares Auto.

Ohne viel elektronischen Schickschnack

mit haltbaren und verbrauchsarmen Motoren.

Und an dieser Stelle klemmt es bei allen deutschen Herstellern, bis auf die Ausnahme einiger Fordmodelle in Kleinwagenbereich.

Spätestens wenn der deutsche Mittelstand noch weiter reduziert wird, begreift man auch bei VW, dass das Käuferpotenzial für 50.000,00 Euro teure Multivans nicht mehr vorhanden ist.

Dann beginnt für alle deutschen Autohersteller die echte Krise von Außen. Bis heute waren fast alle Krisen – durch unfähige Manager – selbstgemacht.

Deshalb finde ich Ihre Internetseite prima, denn diese Entwicklung haben Sie vor Jahren anschaulich beschreiben können. Weiter sooo!

 

Mit freundlichen Grüssen

DER VERFASSER

 

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Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

Wir kämpfen seit 22 Jahren mit der Stimme der Demokratie für einen modernen Sozialstaat, sichere, langfristige Arbeitsplätze, sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme, sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme und für korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der Europäischen Union.

 

 

 

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