DAMPF ABLASSEN – > Das demokratisch soziale Ventil
Leserbriefe von DRSB - Lesern
Ihre Leserzuschriften und Leserinformationen können für alle DRSB – Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein.
Bitte schreiben Sie uns Ihre Kommentare als Brief, Telefax oder E – Mail.
Der DRSB e.V. freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, auch wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt sein sollten.
Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu!
Wünsche nach Anonymität werden durch den DRSB e.V. respektiert und gewahrt.
Die Leserzuschriften werden nach Themengebieten aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.
An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V.
nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.
====================
Nachricht / anonymisiert
Ihr Sonderinfobrief:
„Schachmatt den Steueroasen“
In SPIEGEL ONLINE vom 27. März 2017 wird darauf verwiesen, dass Finanzminister Schäuble bereits im Dezember 2016 innerhalb der EU die Steuerdaten von Konzernen geheim halten wollte. Einige Mitgliedsstaaten der EU, darunter Irland, Zypern, Luxemburg, Estland und auch Deutschland, sperren sich dagegen, Steuerdaten nach Ländern aufgeschlüsselt zu veröffentlichen. In den Stabsabteilungen der Mega-Konzerne weiß man natürlich, wie leicht es ist mit den eigenen Waffen geschlagen zu werden. Deshalb haben sie ihre Erfüllungsgehilfen von den Wirtschaftsprüfungs- und Unternehmensberatungsgesellschaften in den deutschen Ministerien so nah wie möglich an die Politik gebracht.
Hut ab vor ihrer genialen Idee!
Mit dem Koeffizient-Prinzip ließe sich die Steuerwelt wieder in geordnete Bahnen lenken und die Mega-Konzerne in ihre Schranken verweisen. Sicherlich haben Sie Ihre geniale Idee unseren Politikern vorgestellt, in dem durch eine Zerlegung der Konzerngewinne eine länderspezifische Aufschlüsselung der Steuerhoheit vorgenommen werden könnte. Von welchen Stellen wurde Ihre geniale Idee bisher boykottiert? Wäre interessant zu erfahren, welche Parteien und Politiker eine Steuergerechtigkeit in unserer Heimat immer noch vorsätzlich blockieren.
DIE VERFASSER
================================================
Nachricht / anonymisiert
Die Selbstgerechtigkeit der SPD
In der mehr als 150-jährigen Geschichte der SPD, mehr als 70-jährigen Demokratie nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland und der seit 15 Jahren andauernden Armutsagenda 2010, bestehend aus dem Riester-Wahn und dem Hartz-4-Desaster, will die SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ihr Partei mit dem Schlagwort
„Gerechtigkeit“
zum Wahlsieg führen. Wie erbärmlich ist das? Glaubt Kraft tatsächlich daran, dass sie mit diesem Schlagwort aus der Mottenkiste ihre SPD wieder an die Macht bringen kann? Wenn Kraft als amtierende Ministerpräsidentin „Gerechtigkeit“ einfordert, muss sie ja während ihrer Amtszeit spiegelbildlich „Ungerechtigkeit“ verbreitet haben. Die Selbstgerechtigkeit der SPD ist mittlerweile nicht nur lächerlich, sondern gefährlich.
DER VERFASSER
================================================
Nachricht / anonymisiert
Steuergerechtigkeit?
Reine Lippenbekenntnisse der Politiker!
Nach einem Vergleich der Organisation OECD zahlen die Normalbürger in Deutschland im Schnitt der 35 wichtigsten Industrieländer mit 49,4 Prozent nach Belgien mit 54 Prozent die höchsten Steuern und Sozialabgaben. Der Durchschnitt innerhalb der 35 Industrieländer liegt bei 36 Prozent. Dagegen zahlen die Mega-Konzerne mit ihren Steueroasen zum Teil nur 1% Steuern auf ihre Mega-Gewinne. Seit Jahrzehnten kämpfen die Politiker vermeintlich gegen diese Missstände. Nach dem Lesen Ihres Sonderinfobriefes
„Schachmatt den Steueroasen“
war uns sofort klar, dass Steuergerechtigkeit in Deutschland nur reine Lippenbekenntnisse der Politiker ist. Könnten zum Beispiel die Mehrbelastungen von 13,4 Prozent gegenüber dem Durchschnittswert für eine sinnvolle Altersvorsorge eingesetzt werden, gäbe es die vom DRSB beschriebene zunehmende Kinder-, Flächen- und Altersarmut gar nicht mehr. Aber auch bei dem Riesterwahn haben die verantwortlichen Politiker jämmerlich versagt. Wen kann man überhaupt noch zur nächsten Bundestag wählen? Laut Medienberichten hat die AfD nun endlich die DRSB-Forderung
ALLE VON ALLEM FÜR ALLE
in das Parteiprogramm aufgenommen und benutzt dafür die DRSB-Wortschöpfung VOLKSRENTE! Sollten die Medienberichte wahr sein, dann wäre das Wählen der AfD eine Überlegung wert.
DIE VERFASSERIN
================================================
Nachricht / anonymisiert
Stecken Politiker und Bankmanager unter einer Decke?
Vermutlich hatte der Deutsche Bank-Chef John Cryan vor der Kapitalerhöhung um 8 Milliarden Euro „leise“ an die Tür die Bundesfinanzministers Dr. Wolfgang Schäuble geklopft, um doch noch staatliche Hilfe in Anspruch nehmen zu wollen. Dass die Deutsche Bank zuvor bei dem Spielchen mit den
Cum-Ex-Geschäften
ordentlich mitgemischt hatte, dürfte Cryan vermutlich wenig stören. Nach einer Studie des Instituts OXFAM hatte die Deutsch Bank im Kalenderjahr 2015 in Deutschland Verluste ausgewiesen, in Steueroasen hingegen einen Profit von 1,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Steuerbetrug betreiben, selbst keine Steuern zahlen wollen und Subventionen abcashen, ist natürlich der absolute Oberhammer. Liest man alle Artikel, die über die Studie des Instituts OXFAM erschienen sind, so wird einem schwindelig, was die Herren in den Anzügen mit Nadelstreifen hemmungslos treiben. Insgesamt sollen Firmen über 220 Milliarden Dollar in Steueroasen umgeleitet haben. Die Dunkelziffer wird über Briefkastenfirmen noch viel höher sein. Und unsere Politiker sollen das alles nicht mitbekommen haben? Die verantwortlichen Politiker stecken doch mit den Bankmanagern unter einer Decke. Ohne die tatkräftige Hilfe von Politikern wäre Steuerbetrug – in dieser Größenordnung – kaum möglich.
DER VERFASSER
================================================
