DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Bedeutet
EBIT für Megakonzerne
EBBE für deutsche Bürger?
von
Udo Johann Piasetzky
Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.
und
Rechtsanwalt Heinrich Sternemann
Vorsitzender der Antikorruptionskommission des DRSB e.V.
und
Steuerberater Hans – Josef Leiting
Vorsitzender der Rentenkommission des DRSB e.V.
und
Vorsitzender der Rechtskommission des DRSB e.V.
Meerbusch, den 23. Juni 2007
Nach Verlautbarungen auf der Pressekonferenz am 31. Mai 2007 will der Energiemulti
E.ON
zukünftig sein
EBIT
jährlich um durchschnittlich 10 % steigern.
Bis zum Kalenderjahr 2010 will E.ON sein EBIT, das 2006 bei
8,4 Milliarden Euro
oder ausgeschrieben
8.400.000.000,00 Euro
lag, auf
12,4 Milliarden Euro
oder ausgeschrieben
12.400.000.000,00 Euro
steigern.
EBIT ist die englische Abkürzung für:
earnings before interest and taxes.
Das heißt wörtlich übersetzt:
Gewinn vor Zinsen und Steuern.
Gemäß den
E.ON - Verlautbarungen
sollte womöglich das Wort
„Frühstückskartell”
im Sinne aller Energiemultis aus allen Wirtschaftslexika verschwinden.
Daneben sollten möglicherweise nach den Vorstellungen von Energiemultis Vorlesungen an Universitäten zu den Themen
„Monopol” und „Kartellrecht”
vom Vorlesungsplan gestrichen und durch die Vorlesungsreihen
„Grimms Energie – Märchenstunde”
ersetzt werden.
Es ist in allen Volkswirtschaften längst bekannt,
dass durch Monopolstellungen in einem funktionierenden Markt so genannte „Übergewinne” erzielt werden können.
Hinzu kommt, dass bei einer so genannten
„unelastischen Nachfrage”
nahezu jede Preiserhöhung durchzusetzen ist.
Deutschen Bürgern ist es sicherlich schwer möglich, weniger Strom zu verbrauchen,
indem sie nur 110 Volt statt 220 Volt Spannung im Haushalt einsetzen.
Das wäre zurzeit ein unmögliches Unterfangen.
Es ist somit absehbar, wann der Tag kommen wird, an dem die Lichter bei vielen Bürgern in Deutschland ausgehen.
Familien stehen dann am Jahresende vor der Frage:
Bezahle ich die Nachforderung der Stromrechnung
oder kaufe ich den Kindern ein Weihnachtsgeschenk?
Wie sollen Bürger eine sinnvolle und gerechte Altersvorsorge aufbauen, wenn die Energiekosten das restlich verfügbare Nettoeinkommen ständig auffressen?
Schon heute werden Politiker, wie zum Beispiel
Laurenz Meyer
( CDU ),
kritisch befragt:
Was macht ihr da in den Aufsichts- und Beiräten der Energiemultis?
In den Gründerjahren unserer Republik verkündeten Politiker mit stolzer Brust, wenn sie neue Kollektiveinrichtungen wie zum Beispiel
Freibäder, Stromerzeuger oder Büchereien
den Bürgern zur kostengünstigen Nutzung übergeben konnten.
Heute verkünden immer mehr neoliberale Politiker mit stolzer Brust, wenn sie Kollektiveinrichtungen wie zum Beispiel
Stadtwerke, Energiekonzerne oder andere öffentliche Einrichtungen
zur Sanierung der Haushalte verschleudern müssen.
Was dann später mit
Energiepreisen oder Eintrittspreisen für Schwimmbäder
passiert, interessiert eingefleischte Neoliberale ohnehin nicht.
Die Zeche für solch „geniale” Ideen
von neoliberalen Politikern bezahlen somit die Bürger doppelt!
Kollektiveinrichtungen
sind bekanntlich bereits über
Steuergelder der Bürger ordnungsgemäß bezahlt worden.
In dem DRSB – Artikel vom 03. November 2006:
„Ist Verstaatlichung der Schlüsselindustrie der letzte Ausweg”?
wird ausführlich beschrieben, dass eine Erweiterung und Festigung von Sozialstrukturen und Überführung von Schlüsselindustrie in Kollektiveigentum durchaus von der Mehrheit der Bürger als sinnvoll und nützlich empfunden wird.
Haben womöglich die verantwortlichen
Vorstände der Energiemultis mit ihren dekadenten, obszönen und lüsternen
EBIT – Wünschen
die Bürgerstimmung total unterschätzt?
Wie lange noch lassen sich so maßlos gierige
„neoliberale Profitwünsche”
ohne erkennbaren Widerstand der Politiker durchsetzen?
Was passiert zum Beispiel, wenn viele Bürger versuchen würden, über die neue sozialdemokratische
Linksbewegung
ihre sozialen und kollektiven Wünsche und Ziele durchzusetzen?
Hierzu ist interessant zu lesen, was die neue Partei
- DIE LINKE -
auf ihrem Parteitag beschlossen hat.
Mit freundlicher Genehmigung des Ortsverbandes Gütersloh veröffentlicht deshalb der DRSB e.V. die E – Mail Nachricht vom 19. Juni 2007.
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Mit einer überwältigenden Mehrheit |
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Hierüber war, wie so oft,
in den deutschen Medien nichts zu lesen oder zu hören.
Ein völlig anderes aber durchaus vergleichbares Ausblutungsfeld für deutsche Bürger ist die Frage der sinnvollen, gerechten und nützlichen Gestaltung der Altersvorsorge.
Mit den invaliden privaten Altersvorsorgemodellen
„Riester - und Rüruprenten”
wurden deutschen Bürgern Vorsorgemodelle aufgezwängt, welche nicht zum Wohle der Bürger erdacht sein konnten.
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen hierfür wurden von der
Rot / Grünen Ex – Regierung
mit rücksichtslosem neoliberalem Gedankentum in die Welt gesetzt.
Die Entscheidungen über die Form der Geldanlagen für die Altersvorsorge obliegen in der Regel alleine den Versicherungsgesellschaften.
Aufgrund der Turbulenzen beim Börsencrash im Kalenderjahr 2000 waren einige Versicherungsgesellschaften auf die „Hilfestellung” des § 341b HGB angewiesen, um einen Weg in die Insolvenz zu vermeiden.
Wie viele Milliarden Euro an Altersvorsorgevermögen für deutsche Bürger hierbei verbrannt wurde, ist bis heute nicht veröffentlicht worden.
Wie viele Bürgergelder müssen nochmals wieder sinnlos verbrannt werden, um den unkontrollierten und unkalkulierbaren Entscheidungen von Fondsmanagern mit spekulativen Anlagestrategien Einhalt zu gebieten?
In Zeiten boomender Märkte lassen sich auf Basis eines Mager – Garantiezinses von
2,25 % für die Versicherungsnehmer in globalen Anlagemärkten gigantische Gewinne für die Assekuranz erzielen.
Diese Gewinne werden anschließend an die Aktionäre ausgeschüttet.
Wann dürfen Bürger aber selbst darüber entscheiden,
wie sie ihre Gelder für eine sinnvolle Altersvorsorge für sich selbst sicher anlegen können, ohne dass die
„Sahne” von Aktionären ( Heuschrecken ) abgeschöpft werden kann?
Ist es nicht sehr befremdlich, dass Einzahlungen von Bürgern für die Altersvorsorge in den Konzernbilanzen der Versicherungsgesellschaften als Umsatzerlöse ausgeworfen werden?
Wäre ein Ausweis der Bürger – Einzahlungen als
„Verpflichtung gegenüber den Versicherten”
in der Bilanz, wie bei einem DRSB – Bürger – Versorgungswerk, nicht die richtige Darstellung?
Mit einem operativen Ergebnis von
10,4 Milliarden Euro
oder ausgeschrieben
10.400.000.000,00 Euro
hat zum Beispiel nur der Allianzkonzern im Geschäftsbericht 2006 einen Megagewinn ausgewiesen, der überwiegend zur Gewinnausschüttung an die Aktionäre verwendet wurde.
Bei einem Verbleib von Gewinnen und Vermögen,
wie bei einem Versorgungswerk durchaus üblich, würden solche Gewinne dem Altersvorsorgevermögen deutscher Bürger zugerechnet.
Bei einer möglichen Teil – Verstaatlichung deutscher Versicherungen für den Bereich Altersvorsorge bliebe das Altersvorsorgevermögen zweckgebunden und kollektiv unangetastet.
Auch könnte dadurch ein Aussaugen und Ausbluten von
deutschen Versicherungsgesellschaften durch die so genannten „Heuschrecken”
verhindert werden.
Von einem noch amtierenden Vorstandsvorsitzenden eines deutschen Versicherungskonzerns wurde gegenüber dem DRSB e.V. erklärt:
Wörtliches Zitat:
Wenn über meine Gesellschaft schlechte Nachrichten
in den Medien verbreitet werden, genügt ein Anruf bei Herrn Mohn und am nächsten Tag sieht die Welt für meine Versicherung schon wieder ganz anders aus.
Zitat Ende.
Mit Herrn Mohn ist der Bertelsmann – Konzern gemeint, der über verschiedene Verlage, wie zum Beispiel Gruner + Jahr, große Wirtschaftsmagazine, wie zum Beispiel
Stern,
Financial Times Deutschland,
Capital,
impulse und Börse online
herausgibt.
Sollte also ein Versicherungskonzern Anzeigenserien oder Druckaufträge stornieren entstünde ein vermutlich wahrzunehmender Ertragsausfall.
Das ist möglicherweise der Hauptgrund dafür, dass in den genannten Medien sehr selten kritisch über die invaliden Altersvorsorgesysteme der Assekuranz berichtet wird.
Auch das ist leider noch Realität,
bedeutet aber noch sehr viel Arbeit für
echte sozialdemokratische Politiker in Deutschland!
Wahrscheinlich könnte sich mit der Unterstützung der neuen sozialdemokratischen Linksbewegung das
EBIT für deutsche Bürger
zu einer
EBBE für Energiekonzerne
entwickeln und dadurch die soziale und wirtschaftliche Struktur und Lage in Deutschland für viele
Familien,
Selbständige
und
mittelständige Unternehmen
erheblich verbessert werden.
DRSB,
mit gutem Beispiel vorangehen, denn
nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
Wir kämpfen seit 19 Jahren mit der Stimme der Demokratie
für
einen modernen Sozialstaat,
sichere, langfristige Arbeitsplätze,
sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,
sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,
und für
korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.

