auf direktem kurs in die armutsfalle

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

Auf direktem Kurs
in die
Armutsfalle
Zu wenig zu essen, zu wenig zu trinken, zu wenig zum Leben!

von

Udo Johann Piasetzky

Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.

und

Rechtsanwalt Andreas Kallen

Vorsitzender der Rechtskommission des DRSB e.V.

und

Rechtsanwalt Heinrich Sternemann

Vorsitzender der Antikorruptionskommission des DRSB e.V.

 

Meerbusch, den 02. Oktober 2007

 

In Deutschland sind mehr als

 

2 Millionen alte Bürger

 

pflegebedürftig und werden von Angehörigen, ambulanten Diensten und / oder in Pflegeeinrichtungen betreut.

 

Dabei wird die Situation in den deutschen Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten täglich schlechter und ist leider nur noch als ungenügend zu bezeichnen.

 

Der

MDS

Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen

 

fand mit gezielten Kontrollen heraus, dass bereits bei jedem zehnten

Pflegeheim – Bewohner und bei 5,7% der ambulanten Pflegebedürftigen

 

ein katastrophaler Pflegezustand herrscht.

 

Die kritischen Prüfer stellten bei fast jedem dritten Pflegefall erhebliche Defizite fest.

 

Die Hauptmängel:

 

1.

unzureichende Ernährung,

2.

fehlende Umbettung

und

3.

mangelhafte Hygiene.

 

Diese

2 Millionen alten Bürger

 

sind Menschen, die wir gut kennen und von denen wir alle wissen, wie es um sie bestellt ist.

 

Denn auch diese Bürger

leben eigentlich mitten unter uns und waren oder sind

Bestandteil unserer Familien.

 

Regelmäßig aber fallen Politiker in eine Art

 

Schockstarre,

 

wenn Berichte, Analysen und Statistiken belegen, was viele Bürger seit Jahren täglich zu sehen bekommen:

 

Alte und gebrechliche Bürger

trinken zu wenig,

essen zu wenig,

liegen sich wund

und erhalten darüber hinaus

zu wenig Zuwendung.

 

Die so genannte „Mediendemokratie” produziert auch in regelmäßigen Abständen

 

Horror – Schlagzeilen,

 

die dann kurzfristig Politiker – Debatten auslösen mit der Folge des ebenso kurzfristigen Vergessens.

 

Wie immer bei solchen „Palaverzirkeln” unserer Politiker wird nach jedem Debattenzyklus nach der Finanzierbarkeit gefragt, die dann nach der aktuellen Haushaltslage unmöglich erscheint.

 

Die Leistungsfähigkeit der Pflegekassen ist ohnehin schon an die Grenzen des Machbaren gestoßen und kann weitere Belastungen nicht mehr verkraften.

 

Weder in Pflegeheimen noch bei den ambulanten Pflegediensten arbeiten täglich kostenfreie

Engel.

 

Mehrheitlich sind dort unterbezahlte Bürger beschäftigt, die für sehr wenig Geld oftmals Unmenschliches leisten.

 

Einer der Gründe hierfür ist, dass viele hilfsbedürftige Bürger von den meisten Krankenkassen aus Spargründen in eine zu niedrige Pflegestufe eingeordnet werden.

 

Dass diese unterbezahlten fleißigen Helfern ausgerechnet vom

 

MDS

Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen

nun öffentlich abgeurteilt und diskreditiert werden, ist der perverse neoliberale Gesellschaftsverlauf unserer Tage und an Zynismus nicht mehr zu übertreffen.

 

Schockiert?

 

Dann sollten sie jetzt nicht weiter lesen, denn was bereits auf alle Bürger zugekommen ist, wird die vorgenannte Situation noch wesentlich verschärfen.

 

Deutschland befindet sich auf direktem Kurs in die

 

Armutsfalle,

denn Armut kommt von der Armut und wer einmal verarmt ist, der bleibt auch arm.

 

Dieser einfache Satz gilt nicht nur

für immer mehr Kinder in unserem Land, er trifft auch zunehmend auf immer mehr aktuelle Rentenbezieher zu.

 

Mit der Veröffentlichung der aktuellen Zahlen über die gesetzliche Rente zum Beispiel der männlichen neuen Rentenbezieher, die ab dem Jahr 2006 nur noch durchschnittlich eine

 

Nettorente von 790,00 Euro

 

erhielten, konnte die

 

Deutsche Rentenversicherung

 

Fachleute nicht überraschen, jedoch die meisten aktuellen Rentenbezieher waren geschockt.

 

Dass in den nächsten fünf bis sechs Jahren die durchschnittliche Nettorente noch weiter extrem absinken wird, haben die Rentenbezieher, die ab dem Jahr 2007 Rente beziehen, schon registriert.

Verschärfend kommt noch hinzu, dass viele Bürger in Deutschland die Notwendigkeit einer privaten Altersvorsorge erkannten, leider aber ihre Gelder in dubiose

 

Fondsanlagen, invalide Versicherungsprodukte

oder sonstige

Finanzabenteuer

 

gesteckt haben, die mit den Finanzmitteln ihrer Kunden oftmals ein „lustiges”

 

cashburning

betrieben.

 

Diese Gelder fehlen bereits

heute den Betroffenen und können nicht

mehr zur Verbesserung der Lebensqualität herangezogen werden.

 

Zuerst hungern deutsche Bürger in so genannten Altenheimen,

dann hungern deutsche Bürger in der ambulanten Pflege

und danach

hungert ein ganzes Volk und seine Kinder.

 

Besonders wegen des aktuellen Desasters in der gesetzlichen Rentenversicherung jubelt aber die Finanzbranche und bietet den zukünftigen Rentenbeziehern immer „neue” und noch „bessere”

 

private Rentenversicherungen,

dubiose Sparpläne, faule Fondsanlagen

oder sonstige

merkwürdige Zertifikate

 

in unterschiedlichen „Verpackungsformen” an.

 

Der DRSB e.V. warnt deshalb ständig vor den vermeintlichen

Finanzjongleuren und Finanzoptimierern

 

und zeigt an verständlichen Beispielen auf, wie fahrlässig oftmals mit dem Geld der Bürger

 

FinanzUnsinn

 

betrieben wurde und wird.

 

Bereits die 4% vom Einkommen für die invaliden Riesterrentensysteme belasten unnötig das Haushaltsbudget vieler Familien.

 

Mit den sinnvollen, gerechten, nützlichen und sozialverträglichen

 

DRSBVersorgungswerken

 

könnte schon morgen ein Ende des Rentendesasters in Deutschland eingeleitet und eine vollkommen unnötige Zusatzbelastung deutscher Bürger vermieden werden.

 

Nichts ist mächtiger als eine

Idee,

deren Zeit gekommen ist.

 

 

 

 

DRSB

 

Wir kämpfen seit 19 Jahren mit der Stimme der Demokratie

für

einen modernen Sozialstaat,

sichere, langfristige Arbeitsplätze,

sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,

sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,

Einhaltung rechtsgültiger Gesetze,

Modernisierung überkommener Vorschriften

und für

korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.

 

 

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