DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Auf direktem Kurs
in die
Armutsfalle
Zu wenig zu essen, zu wenig zu trinken, zu wenig zum Leben!
von
Udo Johann Piasetzky
Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.
und
Vorsitzender der Rechtskommission des DRSB e.V.
und
Rechtsanwalt Heinrich Sternemann
Vorsitzender der Antikorruptionskommission des DRSB e.V.
Meerbusch, den 02. Oktober 2007
In Deutschland sind mehr als
2 Millionen alte Bürger
pflegebedürftig und werden von Angehörigen, ambulanten Diensten und / oder in Pflegeeinrichtungen betreut.
Dabei wird die Situation in den deutschen Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten täglich schlechter und ist leider nur noch als ungenügend zu bezeichnen.
Der
MDS
Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen
fand mit gezielten Kontrollen heraus, dass bereits bei jedem zehnten
Pflegeheim – Bewohner und bei 5,7% der ambulanten Pflegebedürftigen
ein katastrophaler Pflegezustand herrscht.
Die kritischen Prüfer stellten bei fast jedem dritten Pflegefall erhebliche Defizite fest.
Die Hauptmängel:
1.
unzureichende Ernährung,
2.
fehlende Umbettung
und
3.
mangelhafte Hygiene.
Diese
2 Millionen alten Bürger
sind Menschen, die wir gut kennen und von denen wir alle wissen, wie es um sie bestellt ist.
Denn auch diese Bürger
leben eigentlich mitten unter uns und waren oder sind
Bestandteil unserer Familien.
Regelmäßig aber fallen Politiker in eine Art
Schockstarre,
wenn Berichte, Analysen und Statistiken belegen, was viele Bürger seit Jahren täglich zu sehen bekommen:
Alte und gebrechliche Bürger
trinken zu wenig,
essen zu wenig,
liegen sich wund
und erhalten darüber hinaus
zu wenig Zuwendung.
Die so genannte „Mediendemokratie” produziert auch in regelmäßigen Abständen
Horror – Schlagzeilen,
die dann kurzfristig Politiker – Debatten auslösen mit der Folge des ebenso kurzfristigen Vergessens.
Wie immer bei solchen „Palaverzirkeln” unserer Politiker wird nach jedem Debattenzyklus nach der Finanzierbarkeit gefragt, die dann nach der aktuellen Haushaltslage unmöglich erscheint.
Die Leistungsfähigkeit der Pflegekassen ist ohnehin schon an die Grenzen des Machbaren gestoßen und kann weitere Belastungen nicht mehr verkraften.
Weder in Pflegeheimen noch bei den ambulanten Pflegediensten arbeiten täglich kostenfreie
Engel.
Mehrheitlich sind dort unterbezahlte Bürger beschäftigt, die für sehr wenig Geld oftmals Unmenschliches leisten.
Einer der Gründe hierfür ist, dass viele hilfsbedürftige Bürger von den meisten Krankenkassen aus Spargründen in eine zu niedrige Pflegestufe eingeordnet werden.
Dass diese unterbezahlten fleißigen Helfern ausgerechnet vom
MDS
Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen
nun öffentlich abgeurteilt und diskreditiert werden, ist der perverse neoliberale Gesellschaftsverlauf unserer Tage und an Zynismus nicht mehr zu übertreffen.
Schockiert?
Dann sollten sie jetzt nicht weiter lesen, denn was bereits auf alle Bürger zugekommen ist, wird die vorgenannte Situation noch wesentlich verschärfen.
Deutschland befindet sich auf direktem Kurs in die
Armutsfalle,
denn Armut kommt von der Armut und wer einmal verarmt ist, der bleibt auch arm.
Dieser einfache Satz gilt nicht nur
für immer mehr Kinder in unserem Land, er trifft auch zunehmend auf immer mehr aktuelle Rentenbezieher zu.
Mit der Veröffentlichung der aktuellen Zahlen über die gesetzliche Rente zum Beispiel der männlichen neuen Rentenbezieher, die ab dem Jahr 2006 nur noch durchschnittlich eine
Nettorente von 790,00 Euro
erhielten, konnte die
Deutsche Rentenversicherung
Fachleute nicht überraschen, jedoch die meisten aktuellen Rentenbezieher waren geschockt.
Dass in den nächsten fünf bis sechs Jahren die durchschnittliche Nettorente noch weiter extrem absinken wird, haben die Rentenbezieher, die ab dem Jahr 2007 Rente beziehen, schon registriert.
Verschärfend kommt noch hinzu, dass viele Bürger in Deutschland die Notwendigkeit einer privaten Altersvorsorge erkannten, leider aber ihre Gelder in dubiose
Fondsanlagen, invalide Versicherungsprodukte
oder sonstige
Finanzabenteuer
gesteckt haben, die mit den Finanzmitteln ihrer Kunden oftmals ein „lustiges”
„cashburning”
betrieben.
Diese Gelder fehlen bereits
heute den Betroffenen und können nicht
mehr zur Verbesserung der Lebensqualität herangezogen werden.
Zuerst hungern deutsche Bürger in so genannten Altenheimen,
dann hungern deutsche Bürger in der ambulanten Pflege
und danach
hungert ein ganzes Volk und seine Kinder.
Besonders wegen des aktuellen Desasters in der gesetzlichen Rentenversicherung jubelt aber die Finanzbranche und bietet den zukünftigen Rentenbeziehern immer „neue” und noch „bessere”
private Rentenversicherungen,
dubiose Sparpläne, faule Fondsanlagen
oder sonstige
merkwürdige Zertifikate
in unterschiedlichen „Verpackungsformen” an.
Der DRSB e.V. warnt deshalb ständig vor den vermeintlichen
Finanzjongleuren und Finanzoptimierern
und zeigt an verständlichen Beispielen auf, wie fahrlässig oftmals mit dem Geld der Bürger
Finanz – Unsinn
betrieben wurde und wird.
Bereits die 4% vom Einkommen für die invaliden Riesterrentensysteme belasten unnötig das Haushaltsbudget vieler Familien.
Mit den sinnvollen, gerechten, nützlichen und sozialverträglichen
DRSB – Versorgungswerken
könnte schon morgen ein Ende des Rentendesasters in Deutschland eingeleitet und eine vollkommen unnötige Zusatzbelastung deutscher Bürger vermieden werden.
Nichts ist mächtiger als eine
Idee,
deren Zeit gekommen ist.
DRSB
Wir kämpfen seit 19 Jahren mit der Stimme der Demokratie
für
einen modernen Sozialstaat,
sichere, langfristige Arbeitsplätze,
sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,
sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,
Einhaltung rechtsgültiger Gesetze,
Modernisierung überkommener Vorschriften
und für
korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.
