Das demokratisch soziale Ventil
Leserbriefe von DRSB - Lesern
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Die Leserzuschriften werden nach Themengebieten aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.
An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.
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Email / anonymisiert
Politische Selbstbedienung
Längst überwunden geglaubte Selbstversorgungsmuster treten nicht nur in Bayern wieder zutage. Für Ministerpräsident Horst Seehofer ist die Amigo – Affäre ein einziger Albtraum, der die anstehende Landtags- und Bundestagswahl für die CSU sowie für die Union gefährdet. Die Menschen in unserer Heimat fragen sich:
Kann man solchen Volksvertretern noch unser Land überlassen?
Brauchen wir nicht sofort andere Köpfe in den Parlamenten?
Sollte man das Beamtentum abschaffen?
Beamte gehören nach unserer Ansicht in kein deutsches Parlament, denn mit ihnen zog dort die Selbstbedienungssucht ein. Möglicherweise liegt im deutschen Beamtentum der Schlüssel für das politische Versagen verborgen.
DIE VERFASSER
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Email / offen
Kleine Brötchen oder großer Betrug …?
Das vor einiger Zeit plötzliche Auftauchen der Planungsgerüchte um eine täglich tausend Tonnen produzierende Backwarenschmiede im interkommunalen Jadebay’ schen Industriegebiet – am nebelverhangenen Horizont der großmannssüchtigen jadestädt- und friesländischen Rat- und Kreishausträumer hat den – im Saft ihrer eigenen Illusionen schmorenden – regionalen Politikern anscheinend vollends die letzten Reste eines klaren Verstandes weg gepustet.
Wie anders ist es zu erklären, dass, bei einem Vorhaben in einer solchen Größenordnung, nicht zuallererst die Glaubwürdigkeit des Ursprungs erkundet wird. Der Erfolgsdruck auf die Fatamorganisten auf unterster politischer Ebene lässt sie wieder einmal ein Hochhaus auf Fließsand errichten. Wie schon so häufig geschehen in der Region.
Die Liste der geplatzten Träume in den letzten Jahrzehnten hinsichtlich irgendwelcher Industrieansiedlungen – alleine das Gebiet der Jadestadt betreffend – ist doch ellenlang und fast nicht mehr überschaubar. Von der jetzigen Generation bezahlbar sind diese geplatzten Luftschlösser erst recht nicht mehr. Diese Schulden sind das Erbe, das leichtfertig den nachfolgenden Generationen hinterlassen wird. Sie werden es den Erblassern danken – zumal ja keines unserer Kinder und Enkel die Möglichkeit hat, dieses „Erbe“ auszuschlagen.
Es wird ihnen „an der Backe kleben“ wie Pech und Schwefel – und sie wird ihnen genauso stinken, diese böse Hinterlassenschaft ihrer Ahnen. Ich frage mich nur, und das nicht erst seit heute, wie es bloß angehen kann, dass die „unpolitische“ Bevölkerung, welche nicht über oder in irgendwelchen Ämtern an diesen schillernden Seifenblasen profitiert, ein solch „laienhaftes schädliches Tun“ der von ihnen gewählten Protagonisten in den Rat- und Kreishäusern der Region so widerspruchslos akzeptiert.
Die Menschen in unserem Lande – und da ganz besonders in unserem Landstrich – nehmen diese „Unmöglichkeiten“ wie ein von Gott gewolltes Schicksal schweigend und geduldig hin.
Manchmal denke ich, dass es wohl wirklich so ist, und die Menschen hier einfach nichts anderes verdient haben.
EWALD EDEN
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