Profitgier statt ehrlicher Risikobewertung?
Sicherlich haben Sie den Sonderinfobrief vom 05. Februar 2013 – Desaster für amerikanische Ratingagenturen? – auf der DRSB – Internetseite gelesen und sind bestens über die ablaufenden Szenarien in den USA informiert. Nachdem die ALLESWISSER der amerikanischen Ratingagenturen mit millionenschweren Entschädigungsklagen überzogen werden, haben sich einige DRSB – Leser daran erinnern können, dass der DRSB bereits am 09. Januar 2008 – > also kurz nach dem Ausbruch der US – Finanz- und Wirtschaftskrise – auf die äußerst fragwürdigen Methoden der amerikanischen Ratingagenturen hinwies. Lesen Sie also noch einmal den DRSB – Artikel, denn vermutlich haben wir die volksschädliche Agendapolitik, die prekäre Leiharbeit, Hartz IV sowie den Riesterwahn auch flankierend dem Agieren der amerikanischen Ratingagenturen zu verdanken.
Bereits damals warnte der DRSB alle europäischen Bankhäuser, Versicherungskonzerne, Parteien sowie Politiker und Medien vor den Gefahren der US – Subprime – Arrangements und den sogenannten Derivaten. Mit dem zuverlässigen Bewertungssystem Basel II hatte der DRSB die Anzeichen des Untergangs der US – Wirtschaft viel früher erkannt, offen gelegt und deutlich auf die Manipulationswelt in den USA hingewiesen.
Den Originalartikel des DRSB können Sie heute noch GOOGELN: Einfach die Begriffe
DRSB, STANDARD POORS und AGENDA 2010
eingeben. Und schon dürfte auch Ihnen ganz klar werden: Die Eurokrise, das Ausbluten der abhängig Beschäftigten, die Vernichtung von privaten Altersvorsorgevermögen und die Alters- und Flächenarmut in Deutschland hätte vermieden werden können. Möglicherweise besteht deshalb für die deutschen Opfer der amerikanischen Ratingagenturen auch eine Klagemöglichkeit vor deutschen oder amerikanischen Gerichten. Das sollten volksverbundene deutsche Rechtsanwälte einmal genau unter die Lupe neben.
Lesen Sie deshalb den eingefügten DRSB – Artikel:
Stellschraube der Welt?
09. Januar 2008
Im Zuge der Globalisierung der Weltmärkte und aufgrund der Komplexität der internationalen wirtschaftlichen Beziehungen ist der Versuch unternommen worden, mit Bewertungsstandards schnelle Entscheidungshilfen bereitstellen zu können. Dieser Bewertungsstandard führt international den Namen: Rating.
Mit Rating bezeichnet man ein Verfahren für die Einschätzung von Personen, Gegenständen oder Unternehmen. Im englischen Sprachgebrauch bedeutet Rating so viel wie: Bewertung oder Einschätzung. In der Bankenwelt versteht man unter Rating die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit eines Schuldners. Die Einordnung wird von international tätigen Rating – Agenturen über sogenannte Ratingcodes vorgenommen. Auf die beiden großen Rating – Agenturen entfallen vier Fünftel des gesamten Marktes:
Ratingagentur Firmensitz gegründet
Moody’s New York 1914
Standard & Poor’s New York 1941
Die Rating – Agenturen unterliegen der US – amerikanischen Finanzaufsicht SEC, die nach dem Börsencrash von 1929 als staatliches Aufsichtsorgan gegründet wurde. Die SEC [ United States Securities and Exchange Commission ] hat ihren Sitz in Washington D.C. Jeder Teilnehmer am amerikanischen Finanzmarkt muss sich bei der SEC registrieren lassen und kann nach einer Überprüfung die Zulassung für die New York Stock Exchange beantragen. Die SEC stellt vermeintlich damit die Sicherheit, dass Informationen über Unternehmen, die für Kapitalanleger von Bedeutung sein können, veröffentlicht werden müssen. Über die Online – Datenbank
„EDGAR“
[ Electronic Data Gathering, Analysis, und Retrieval ] stellt dann die SEC Interessenten unternehmensspezifische Daten zur Verfügung. Die SEC besteht aus fünf Kommissionen. Die Kommissare werden direkt vom US – Präsidenten ernannt.
Zur Gewährleistung der Unabhängigkeit der Kommission dürfen maximal drei Mitglieder aus einer US – Partei kommen. Die SEC beschäftigt mehr als 2900 Mitarbeiter. Rating – Agenturen sind private gewinnorientierte Unternehmen. Ihr vermeintlich hohes Ansehen wollen sie aus der selbst dargestellten Unabhängigkeit und Unbestechlichkeit ihrer Analysten ableiten. Obwohl die Rating – Agenturen ständig einen hohen Qualitätsanspruch propagieren wird ihnen seit Jahren Versagen vorgeworfen. Im Falle der amerikanischen Konzerne Enron und Worldcom versäumten sie zum Beispiel, die Gläubiger beizeiten vor der Gefahr des Zusammenbruchs der Unternehmen zu warnen.
Zuvor stufte Standard & Poor’s vollkommen unbegründet Anleihen von ThyssenKrupp auf Ramschniveau herunter mit dem lapidaren Hinweis auf die Gefahr von Pensionsverpflichtungen. Besonders erstaunt war diese US – Ratingagentur als sie erfahren musste, dass es dem deutschen Unternehmen gelang, mehr als 4 Milliarden Euro in den USA zu investieren. Auch sah sich Standard & Poor’s dazu aufgerufen, für Deutschland im Rating hinter der sogenannten Bestnote Triple A [ AAA ] ein Fragezeichen zu setzen.
Aus der Sicht der Ratingspezialisten bewegt sich Deutschland im europäischen und internationalen Vergleich angeblich am unteren Ende der US – Bewertungsskala. Bereits im Jahr 2003 waren die US – Bewertungsgurus der einhelligen Ansicht, dass Deutschland in Zukunft nur noch eine wirtschaftliche Chance gehabt hätte – am Weltmarkt teilzunehmen – wenn die Reformen der Agenda 2010 ohne Einschränkung umgesetzt würden. Dieser massive Eingriff in die deutsche Politiklandschaft zeigt bereits an dieser Stelle die wahren Absichten und Ziele der US – Bewertungsgurus. Es grenzt schon an ein mathematisches Wunder, dass Standard & Poor’s im Rahmen einer Ferndiagnose die komplexe, untaugliche und invalide Agenda 2010 in einen Bewertungscode herunter brach ohne hierfür eine plausible Erklärung zu liefern.
Solch ein Procedere kann man auch als aktive US – Einmischung in innerdeutsche Angelegenheiten bezeichnen. Deshalb werden nicht nur in Deutschland immer mehr Stimmen laut, die verbindliche echte und unabhängige internationale Qualitätsstandards fordern, der über einen sogenannten unbrauchbaren US – Ehren – Kodex hinausgeht.
So forderte zum Beispiel Prof. Dr. Schneck / Zitat: „Es kann nicht sein, dass sich in Deutschland weiterhin jeder Ratinganalyst nennen darf.“ / Zitat Ende.
Sogar der Chef des deutschen BaFin Jochen Sanio bezeichnete die US – Bewertungsgurus als die größten und unkontrollierten Mächtigen im internationalen Finanzgeschäft. Denn die US – Bewertungsgurus. ermitteln nach einen dubiosen mathematisch statistischer Verfahren die Ratingcodes anhand von bestimmten Merkmalen wie zum Beispiel:
Code: Bedeutung:
AAA [ sprich: Triple a ] – Ausfallrisiko ist fast Null.
BBB – Durchschnittlich gute Anlage.
CCC – Nur bei günstiger Entwicklung sind keine Ausfälle zu erwarten.
D – Zahlungsunfähigkeit
Daneben können auch die Ziffern 1 – 3 hinzugefügt werden, je nachdem ob sich das zu beurteilende Unternehmen im oberen, mittleren oder unteren Feld einer sogenannten Betrachtungsebene bewegt. Eine Neubewertung eines Ratings für ein Unternehmen wird entweder als „downgrade“, was so viel wie Abwertung und Herabstufung bedeutet, oder im umgekehrten Fall als „upgrade“ bezeichnet.
Die Auswirkungen jeder Neubewertung haben in der Regel wirtschaftlich gravierende Folgen, da zum Beispiel sich die Konditionen für eine Kapitalbeschaffung verschlechtern können. Es ist deshalb eine besondere Spielart der wirtschaftlichen Perversion, das die Kosten eines Ratings von dem zu beurteilenden Unternehmen zu tragen sind. Institutionelle Investoren, wie zum Beispiel Banken, Versicherungen und Pensionskassen sind satzungsgemäß verpflichtet, nur Anleihen von Schuldnern zu kaufen, die ein bestimmtes US – Mindestrating haben. Den US – Bewertungsgurus bieten sich dadurch unkontrollierte Möglichkeiten europäische Unternehmen nach Belieben zu manipulieren. Wer die komplexe US – Manipulationswelt nicht richtig versteht, trifft womöglich seine Entscheidungen einseitig auf Basis dieser etwas einfach strukturierten Manipulations – Ratings. Das amerikanische Modell dieser Manipulations – Ratings hat als untauglicher Versuch eines durchlässigen Bewertungssystems nachweisbar seit Jahren versagt, weil es durch seine primitive Struktur Möglichkeiten der Manipulation herausfordert, da dieses Modell Ursachen- und Wirkungszusammenhänge nicht berücksichtigt. Europa hat mit dem Bewertungsmodell Basel II ein wesentlich qualifizierteres und differenziertere valides System. Oftmals dienen aber die Ratings der US – Bewertungsgurus den Managern als Alibi, auf das sie sich dann gerne beziehen, wenn sie eine Fehlentscheidung getroffen haben, die in den meisten Fällen für europäische Bürger den Verlust des Arbeitsplatzes bedeuten.
Nur so ist es erklärbar, dass europäische Bankhäuser die geprüften und gesicherten Kredite aus den eigenen Büchern genommen haben und diese durch US – Subprime – Arrangements ersetzten. Rein statistisch gesehen ist es äußerst unwahrscheinlich, dass die zwei führenden US – Rating – Agenturen, unabhängig voneinander, bei ihrer Bewertungen von Subprime – Zertifikaten völlig daneben lagen. Mit einem verlässlichen Bewertungssystem, wie zum Beispiel Basel II, wären die Anzeichen des Untergangs der US – Wirtschaft viel früher erkannt worden. Die US – Manipulationswelt verführte in der Vergangenheit wurden schon oftmals Analysten ungeprüft unsinnige „Empfehlungen“ auszusprechen, die danach Unternehmen zu wirtschaftlich gefährlichen Maßnahmen trieben.
Für europäische Bürger stellt sich nun erneut die Frage, inwieweit ihr verwaltetes Altersvorsorgevermögen über sogenannte Hedgefonds zum Spielball von US – Profitjunkies bleiben soll. Wie lange noch müssen seriöse europäische Banken und Unternehmen die US – Manipulationswelt ertragen?
Haben unsere amerikanischen „Freunde“ die Stellschraube der Welt bereits überdreht?
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