Erste Haftstrafe für VW-Manager
Seit der Aufdeckung des VW-Dieselskandals haben verantwortliche VW-Manager bisher immer Glück gehabt. Man konnte ihnen kaum eine strafbare Handlung nachweisen. Nun erhielt in Südkorea ein VW-Manager eine empfindliche Haftstrafe aufgrund des Dieselskandals. Wegen der Fälschung von Zulassungsdokumenten für Importfahrzeuge verurteilte das Bezirksgericht von Seoul den VW-Manager zu einer Gefängnisstrafe von 18 Monaten. Das Bezirksgericht von Seoul sah es als erwiesen an -> dass der VW-Manager Angaben zu Schadstoffemissionen und Lautstärke von VW-Fahrzeugen gefälscht hatte. Der VW-Manager verstieß damit eindeutig gegen geltendes Umweltrecht in Südkorea. Nach der Ansicht der Richter hat Volkswagen mit der Straftat seines Managers erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Das Gericht in Seoul meinte sogar -> dass VW seine Glaubwürdigkeit als globale Marke untergraben hat. Zum ersten Mal ist eine Führungskraft des VW-Konzerns persönlich für die Manipulation von Abgaswerten in die Verantwortung genommen worden. Die Strafverfolgungsbehörden in Südkorea ermitteln auch gegen den Landeschef für Audi und Volkswagen. Der VW-Manager ->
Johannes Thammer ->
ist möglicherweise der zweite VW-Manager -> der persönlich die Konsequenzen für das Versagen des Managements in Wolfsburg tragen muss. Auch in den USA hatte sich vor dem Bezirksgericht in Detroit ein VW-Ingenieur schuldig bekannt. Ihm drohen jetzt bis zu 5 Jahre Haft in einem Gefängnis der USA. Ein rechtskräftiges Urteil ist jedoch noch nicht gefällt worden. Man macht also ernst im Ausland mit den -> möglicherweise auch in Deutschland -> strafbaren Handlungen von VW-Managern. Der VW-Konzern hatte zugegeben -> dass man weltweit bei 11 Millionen Diesel-Fahrzeugen die Abgaswerte manipuliert hat.
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