Gastbeitrag von Ewald Eden / „Ehe für Alle“ Auf den Trümmern tanzen …

Gastbeitrag

von

Ewald Eden

 

„Ehe für Alle“

Auf den Trümmern tanzen …

Am letzten Tag des Junimonats erschütterte ein Beben die Gesellschaft der Bundesdeutschen Republik, dessen Epizentrum mitten in der Reichshauptstadt – und da genau unter der gläsernen Kuppel des mit fragwürdiger geschichtlicher Vergangenheit behafteten „Reichstages“ – geortet wurde.

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Zum allgemeinen und leichteren Verständnis – Ursache dieses Bebens war das „Ja“ der Mehrheit der Volksvertreter zur „Ehe für Alle“.

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Was da in den heiligen Hallen im Schweinsgalopp, aus offenbar wahltaktischen Gründen forciert und durchs Plenum getrieben wurde, das kann man nüchtern betrachtet nur als das deutsche Aleppo oder Homs bezeichnen.

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Es war eine in Handstreichmanier erfolgte Zerstörung eines der wichtigsten immateriellen Kulturgüter des christlichen Abendlandes – und da besonders unserer Nation – die Zerstörung der unter besonderem gesetzlichen Schutz stehenden Institution „Ehe“ als eine Verantwortung empfindende zweigeschlechtliche Verbindung zur Erhaltung der Art. Von der Schöpfung der Natur dereinst so konzipiert und so gewollt. Da hat es eine Gruppe verstanden die Situation einer sich in höchster Überlebensnot befindlichen SPD als Partei für sich auszunutzen. Auch vielleicht von dem Gedanken getrieben, sich für eine Jahrhunderte währende Minderbeachtung und Fehlbehandlung durch die Gesellschaft endlich rächen zu können. Es wird sich irgendwann als ein billiger Triumph erweisen, denn es wird gleichgeschlechtlichen Paaren in ihrem Zusammensein (gleich ob männlich oder weiblich) auch in der hochtechnologisierten Zukunft nicht gelingen einen Beitrag zur Erhaltung der Art zu erbringen. Mann und Mann oder Frau und Frau können nun einmal keine Nachkommen zeugen – da mag das Liebesspiel sich auch noch so intensiv und leidenschaftlich anlassen.

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Ich habe auf dem Weg durch mein Leben vielleicht häufiger als andere Mitmenschen immer wieder mit gleichgeschlechtlichen Naturen zu tun gehabt. Ich habe ihr miteinander Tun nie und in keiner Weise als pervers empfunden, weil mir immer bewusst war, dass diese meine Mitgeschöpfe für den oftmals sogenannten „Webfehler“ in ihrem Sein ja nicht verantwortlich zu machen sind. Es waren für mich viele wertvolle, aber auch ebenso viele minderbewertete Begegnungen darunter – genau wie mit anderen Gruppen der Gesellschaft auch.

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Was da aber nun am letzten Tag des 2017er Junimonats in Berlin, im Plenum unter der gläsernen Kuppel des Reichstages, nach der Abstimmung über die „Ehe für Alle“ der Weltöffentlichkeit geboten wurde, DAS habe ich nur als pervers empfinden können.

Der Tanz der Zerstörer

auf den Ruinen ihres schändlichen Tun.

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