Wozu dient die Polizei
in einer echten Demokratie?
28. Juli 2010
Dieses Thema gewinnt nicht nur in Frankreich an Brisanz. Seit der Ära Sarkozy haben sich die ohnehin als rassistisch verschrienen französischen
„Flics”
ihren schlechten Ruf während der diversen Vorortaufstände der letzten Jahre noch weiter ruiniert.
In unserer Heimat ist das Verhältnis
zwischen den Bürgern und der Polizei in den meisten Fällen wesentlich entspannter.
Denn in unserer Heimat genießen sehr viele Polizeibeamte in weiten Kreisen der Bevölkerung großes Vertrauen und ein hohes Ansehen. Noch immer steht deshalb eine berufliche Karriere bei der Polizei für zahlreiche junge Menschen hoch im Kurs.
In Frankreich dagegen ist das Verhältnis zwischen den meisten Bürgern und der Polizei aufgrund der jüngsten Ereignisse wieder zu einem vieldiskutierten Thema geworden und führt direkt zu den Fragen:
Welche Aufgaben hat die Polizei
in einem demokratischen Staat zu erfüllen?
Soll die Polizei lediglich
der Handlanger einer verfehlten Politik sein?
In der Öffentlichkeit sorgen vermeintliche Entgleisungen seitens der Polizei immer für Aufsehen.
Willkürliche unnötige Fahrzeug- und Personenkontrollen oder brutale Gewalt in den Polizeirevieren sowie gewaltsame Übergriffe in den eigenen Reihen sind in der Regel auf mangelhafte Ausbildung zurückzuführen.
In unserer Heimat beklagen die Menschen die scheinbar willkürliche Abschaffung der kleineren Polizeireviere aus Kostengründen. Man fühlt sich unwohl und sich selbst überlassen, denn in sehr vielen Städten und Gemeinden werden in der Nacht die meisten Straßenbeleuchtungen abgeschaltet. Hinzu kommt, dass in immer mehr Städten die zunehmende Gewaltbereitschaft der Bewohner in sozialen Brennpunkten exponentiell ansteigt. Ausgelöst durch die unsägliche Agenda 2010 entsteht langsam vielerorts ein Klima des Misstrauens sowie des Hasses.
Rund 74% der Menschen in unserer Heimat haben nach den vorliegenden Informationen noch Vertrauen in die Polizei.
Woher stammt das
glänzende Image deutscher Polizeibeamter?
Wie wird das gute Verhältnis zur Bevölkerung gepflegt?
Seitdem viele Polizeibeamte wieder den täglichen Streifendienst zu Fuß oder per Fahrrad versehen, kommt es immer häufiger zu persönlichen Gesprächen mit den Menschen vor Ort. Der tägliche kleine
„Plausch”
[ Neudeutsch: Small - Talk ]
lässt Vertrauen und das Verständnis füreinander wachsen. Wer „seinen” Polizisten mit Namen kennt, der hat sofort eine andere Beziehungsebene zur Polizei.
Selbst in schon sozial verelendeten und gewaltbereiteren Problemvierteln in unseren Städten und Gemeinden haben trotz aller Schwierigkeiten die Menschen ein entspanntes Miteinander mit „ihrer” Polizei. Die Ausnahme bilden krawallbereite mit Korpsgeist zusammengeschweißte Rassisten und Schläger, die ohne Grund jede sich bietende Konfrontation suchen.
Bedauerlicherweise fördert die von der SPD und Bündnis 90 / Die Grünen auf die Schiene gesetzte
[ Armuts- ] Agenda 2010
die vielen täglichen Sorgen und Nöte, die eine direkte Folge des Versagens der Politik sind.
Lange Jahre waren die meisten Menschen voller Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch durch die
[ Armuts- ] Agenda 2010
zerplatzten alle Träume wie Seifenblasen. Die permanent desolaten Zustände lassen die Kriminalitätsraten anwachsen und bestimmen auch den Alltag unserer Polizei.
Immer mehr Menschen in unserer Heimat reagieren mit Verärgerung oder Wut auf die Eskapaden unserer Politiker. Noch niemals seit dem Bestehen der Bundesrepublik Deutschland protestieren so viele auf unseren Straßen. Wir befinden uns bereits
wieder an einem Scheideweg.
Die unsägliche
[ Armuts- ] Agenda 2010
wird in wenigen Monaten die gesellschaftliche Situation zum Eskalieren bringen.
Verärgerung, Wut oder Hass könnten dann in offene Gewalt umschlagen. Hierzu bedarf es nur eines kleinen Funkens, um das soziale Pulverfass in Deutschland zu entzünden.
Während die Armut und Verelendung in unseren Städten zunimmt und die Kosten für Mieten, Wasser und Strom explodieren werden, sitzen
Merkel, Seehofer und Westerwelle
vergnügt in Berlin und verkünden „ihrem” Volk die heile Welt sowie den ständigen Aufschwung. Das politisch verordnete mediale Blendwerk wird einfach nur noch als pervers empfunden und trübt das Bild in der Bevölkerung.
Wie aber soll die Polizei damit umgehen?
Wie behält man das Vertrauen der Menschen?
Keine noch so gute Polizeischule kann den Polizeibeamten das soziale Rüstzeug vermitteln, um das Versagen der Politik und der Medien auszubügeln.
Gegen das Aufflammen von Gewalt, die die unsägliche
[ Armuts- ] Agenda 2010
bereits ausgelöst hat und noch auslösen wird, kann man sich nicht wappnen.
Das gute Verhältnis unserer Polizei zur Bevölkerung wird vermutlich unter den Auswirkungen der unsäglichen
[ Armuts- ] Agenda 2010
zu leiden haben, denn in einer echten Demokratie dient die Polizei dem Schutz der Menschen und nicht ihrer Bekämpfung. Doch jeder Polizeibeamte ist auch ein Mensch aus der Mitte der Bevölkerung und empfindet das Versagen der Politik und der Medien genauso wie jeder andere Bürger.
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Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Wir kämpfen seit 22 Jahren mit der Stimme der Demokratie für einen modernen Sozialstaat, sichere, langfristige Arbeitsplätze, sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme, sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme und für korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der Europäischen Union.
