wettlauf zum zweiklassen staat

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

Wettlauf

zum

ZweiklassenStaat

von

Udo Johann Piasetzky

Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.

und

Rechtsanwalt Andreas Kallen

Vorsitzender der Rechtskommission des DRSB e.V.

und

Steuerberater Hans – Josef Leiting

Vorsitzender der Rentenkommission des DRSB e.V.

 

Meerbusch, den 20. September 2007

 

Wenn deutsche Politiker von

 

Vergnügungssucht und Profilneurose

 

befallen werden, schreiben sie meistens ein Buch, in dem dann den deutschen Bürgern „logisch” erklärt wird, was von ihnen in Zukunft erwartet wird und welche Reformen nötig seien.

 

Seltsamer Weise sind es oft

diePolitiker,

die zurzeit gerade von den Medien verstärkt nach

„vorne geschrieben”

werden.

Bei genauer Durchleuchtung stellt der DRSB e.V. in vielen Fällen fest, dass die Buchautoren in den USA gelebt haben oder dort sogar ihre Berufsausbildung absolvierten.

 

Eine Mitgliedschaft in Fördervereinen,

die für die USA arbeiten, rundet das Gesamtbild ab.

 

So verwundert es keinesfalls, dass in einigen dieser Polit – Bücher Feststellungen und sogar Vorverurteilungen vorgenommen werden.

 

So werden zum Beispiel sehr gerne

Beamte,

gut verdienende Angestellte

und natürlich die

Selbständigen

 

als Gewinner der deutschen Sozialsysteme dargestellt, weil sie sich nicht ausreichend an der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme beteiligen und zusätzlich nahezu „schmarotzend” zahlreiche Privilegien genießen.

 

Dass viele Beamtenfamilien nicht wissen, wie sie ihre Energiekosten bezahlen sollen, und bekanntlich immer mehr Selbständige in die Armut abrutschen, wird von diesen Buchautoren komplett verschwiegen.

 

Dass die meisten gut verdienenden Angestellten „nur” noch zum so genannten Führungskräfte – Proletariat gehören und ihnen der Sprung in eine echte Mittelschicht verwehrt wird, ignorieren die Polit – Autoren geflissentlich.

 

In einigen Büchern folgt dann ein Loblied auf alle amerikanischen Errungenschaften und die Segnungen des

 

american way of life”.

 

Wer aber das amerikanische Gesundheitswesen kennt, der weiß zum Beispiel, dass in den USA mehr als

47

Millionen US – Bürger

 

ohne Krankenversicherung leben und für ihre Gesundheitskosten selber aufkommen müssen.

 

Die meisten davon können sich bei einer Erkältungskrankheit noch nicht einmal einen Hustensaft leisten.

 

Denkbare größere Eingriffe sind so generell ausgeschlossen im

 

reichstenundmächtigsten

 

Land der Erde, wie es die Machthaber in Washington und Superreichen der USA gerne sehen.

 

So schwankt denn auch das US – Gesundheitssystem zwischen

 

Genie und Wahnsinn

sowie zwischen

Perfektion und Quacksalberei

hin und her.

 

Die eindeutig höchsten medizinischen Standards gehen einher mit der brutalsten neoliberalen Geldschneiderei.

 

Für die Mächtigen und Superreichen wird jede denkbare Leistung erbracht und ein Überwinden der Krankheit wie die Marseroberung gefeiert.

 

Wenn aber ein amerikanischer Bürger weder Geld noch eine Krankenversicherung hat, erhält er nur eine primitive Art von Notversorgung und dient in vielen Fällen sogar Medizinstudenten oder unerfahrenen jungen Ärzten als

 

profanes Versuchsobjekt”.

Trotzdem glauben noch viele Amerikaner, dass jeder für sich selbst verantwortlich sei und nur einen Anspruch auf das habe, was er sich selbst verdient hat:

 

Top – Behandlung für Mächtige und Superreiche,

Basisversorgung für Angestellte und Arbeiter

und

Null – Versorgung für Arme.

 

Dass jeder Mensch einen Anspruch auf die gleiche medizinische Versorgung haben sollte, halten die Machthaber in den USA für eine verrückte, rein deutsche oder auch westeuropäische Idee.

 

Das US – Gesundheitswesen befindet sich somit noch immer in der sozialen Steinzeit und schafft für die US – Bürger einen

 

Mehrklassenstaat”.

 

Die daraus resultierende unterschiedliche Lebenserwartung von arm und reich ist weltweit nirgendwo größer.

 

Selbst in einigen der brutalsten Diktaturen auf dieser Welt, von US – Präsident

George Walker Bush auch gerne als

 

Schurkenstaaten

 

genannt, herrscht im Gesundheitswesen eine höhere Chancengleichheit.

 

Neoliberale Kräfte, die vermutlich den Mächtigen in Amerika nahe stehen, arbeiten auch in Deutschland in einer Art Koalition aus

 

Politikern, Wirtschaftsbossen und Medien

 

daran, im deutschen Gesundheitswesen US – ähnliche Verhältnisse zu schaffen.

 

Seit der rot / grünen

Agenda 2010

gibt es auch in Deutschland ein

 

Gesundheitssystem

ersterund „zweiterKlasse.

 

Kassenpatienten werden bereits eindeutig wesentlich schlechter behandelt als Privatpatienten und unsere Politiker basteln im Verborgenen schon am

 

Luxuspatienten”.

 

Das deutsche Gesundheitssystem würde damit in die soziale Steinzeit zurückfallen und ähnlich wie für die US – Bürger einen

 

Mehrklassenstaat

schaffen.

 

Der Wettlauf dahin hat schon seit langem begonnen und kann nur noch durch engagierte deutsche Bürger zum Stillstand gebracht werden.

 

Der Kampf für Gerechtigkeit

wird damit zur zentralen Aufgabe für alle ehrlichen und aufrechten

deutschen Politiker.

 

Es bleibt zu hoffen,

dass die deutschen Politiker

diesen Kampf annehmen und auch gewinnen können.

 

 

 

DRSB

 

Wir kämpfen seit 19 Jahren mit der Stimme der Demokratie

für

einen modernen Sozialstaat,

sichere, langfristige Arbeitsplätze,

sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,

sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,

Einhaltung rechtsgültiger Gesetze,

Modernisierung überkommener Vorschriften

und für

korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.

 

 

Veröffentlicht unter Alle Artikel

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>