DEMOKRATIE BY MONEY?
Abgesang auf eine LAHME ENTE? Oder DEMOKRATIE BY MONEY? US – Präsident Barack Obama ist im Senat mit einem Gesetzentwurf gescheitert, der eine drastische Einschränkung des Waffenhandels vorsah. Damit sind alle geplanten Verschärfungen der Waffengesetze vom Tisch. Hört! Hört! Vier Demokraten stimmten mit der Opposition. Die Quittung folgte gestern Nacht in Boston – > quasi auf dem Fuße [ 22.30 Uhr ]. Der gesunde Menschenverstand blieb wieder einmal auf der Strecke. Offensichtlich benötigen auch demokratische Abgeordnete für ihre Wiederwahlkampagnen die monetäre Unterstützung der Waffenlobbyisten. Das unglaubwürdige und bigotte Verhalten der amerikanischen Politiker zeigt die tatsächliche Zerrissenheit in der amerikanischen Gesellschaft.
Die Gräben werden täglich tiefer.
Die Politik in Washington ist in dem Spannungsfeld zwischen Finanzinteressen und dem Schutz der Bürger keinen Schritt weitergekommen. Der Ruf nach schärferen Waffengesetzen ist nichts als eine hohle politische Phrase. Am Ende wurde wieder alles in innerparteilichen Machtkämpfen geopfert. Das befeuert die Angst, fördert den Frust und führt letztendlich zu wachsendem Desinteresse sowie zur Resignation. Veränderungen in den USA sind offensichtlich nicht durch sachliche Debatten zu erzielen, sondern stets nur dann, wenn extrem starke Lobbyistengruppen ihre Interessen durchsetzen und vom Wandel profitieren können.
