Schroeders Sprechblase

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans – Josef Leiting

Düsseldorf, den 29. Oktober 2008

 

Schröders Sprechblase

Die eigenartigen Spielregeln des Kapitalmarkts

 

Zum puschen und stärkeren Anheizen der deutschen Finanzwirtschaft wurde im

Mai 2003 die

IFD

Initiative Finanzstandort Deutschland

aus der Taufe gehoben. In dieser so genannten „Initiative” sind erstmals in unserem Land alle Teilnehmer am Kapitalmarkt Seite an Seite „glücklich” vereinigt. Wer sich auf die IFD – Internetseite verirrt reibt sich schon nach kurzer Zeit die Augen, denn was da zu lesen steht sprengt für die Bürger jegliche Vorstellungen von einer gesunden, funktionierenden Marktwirtschaft mit schutzgebenden Überprüfungssystemen.

 

Als gebe es keinerlei unüberbrückbare Interessenswidersprüche liest man im besten „Propagandadeutsch” die selbst vorgegebenen Ziele der IFD:

Verbesserung steuerlicher Rahmenbedingungen, Bürokratieabbau

und

Deregulierung der Fondindustrie

sind die hehren Ziele der so genannten „IFD – Partner”.

Schon an dieser Stelle verschlägt es den meisten Bürgern den Atem, doch wer den Mut aufbringt das Mitgliederverzeichnis durchzulesen kann den Glauben an einen demokratischen Rechtsstaat verlieren.

Urplötzlich herrscht eisiges Schweigen und ein ungläubiges Staunen greift um sich, wenn man liest, dass die gesamte

Bankenbranche,

die deutsche Bundesbank, die Versicherungsgesellschaften,

die Spitzenverbände der deutschen Finanzwirtschaft

und man höre und staune das

Bundesministerium für Finanzen

als Mitglieder aufgerufen werden.

Völlige Harmonie zwischen den

verantwortlichen Politikern in Berlin und der Finanzwirtschaft?

Der Einfluss des Kapitalmarkts ist megagigantisch und im vorliegenden Fall besonders brisant, weil die gesamte Branche vom US – amerikanischen Markt noch immer in schädlichster Weise dominiert wird.

Die bis vor einigen Monaten in den Aktienkursen widergespiegelten überzogenen Erwartungen an die Geschäftsentwicklungen der teilnehmenden Unternehmen wurde nicht erst durch das US – Finanzdesaster offengelegt und ad absurdum geführt, sondern ist eigentlich im Kern der obskuren Börsenwelt fest verankert.

Alle Kapitalmärkte auf der Welt sind im höchsten Maß volatil.

Wenn nämlich die „Profizocker” glauben, dass bei bestimmten Aktien der Profit – Zenit überschritten wurde, weil möglicherweise die „Presse” oder die „Quartalszahlen” nicht mehr so rosig sind, dann entscheiden sich die „Profizocker” für den sofortigen Ausstieg. Vor dem Hintergrund solcher Börsenprozesse wird vielleicht eher verständlich warum die Bösen – Junkies zurzeit hypernervös reagieren und dadurch oftmals Totalverluste produzieren.

So ist der Börsenalltag und so ist der Kapitalmarkt.

Deshalb müssen nun bedauerlicherweise die deutschen Bürger lernen, dass sie in Zukunft über die Sicherheit ihrer Kapitalanlagen und ihrer Altersvorsorge selbst bestimmen sollten. Die verantwortlichen Politiker und der Staat haben nicht nur durch die IFD unter Beweis gestellt, dass sie nicht in der Lage sind diese Bürde der Verantwortung den deutschen Bürgern abzunehmen.

 

Bei so vielen Problemfeldern sollte man eigentlich erwarten, dass es von Seiten der Medien heftige Proteste und Reaktionen gegeben hätte oder geben würde, die die Bürger vor den Geldverbrennern warnen.

Doch auch hier weit gefehlt.

Quasi Hand in Hand wird bis heute den gutgläubigen Menschen eine heile Welt vorgegaukelt. Dass bereits im Herbst 2005 der Pressesprecher des bayerischen Bundes Deutscher Kriminalbeamter,

Uwe Dolata,

vor den Entwicklungen in der deutschen Finanzdienstbranche warnte, wurde einfach ausgeblendet.

Zitat Uwe Dolata:

Die Geschäftspolitik einiger Banken stellt sich immer problematischer dar.

Ein Heer von gut ausgebildeten Wirtschaftskriminalisten und Staatsanwälten wäre für Nachermittlungen bezüglich der Übernahme der HypoVereinsbank durch die UniCredito erforderlich.

Haben sich die Geldinstitute sich in den letzten Jahren durch die Finanzierung von so genannten Schrottimmobilien eine Arbeitsweise angeeignet, die man sonst nur Gaunerkartellen zuschreiben würde, rücken sie nunmehr in den Dunstkreis von Bankrotteuren”.

Zitat Ende.

Uwe Dolata bezog damals seine beherzte Kritik auf die HypoVereinsbank in München, die ihre wahrscheinlich damals schon „oberfaulen” Kredite im Wert von rund 15 Milliarden Euro über ihre Holding

Hypo Real Estate

zu Kauf anbot. Bereits im Januar / Februar 2005 war klar erkennbar, dass eine Verlustwelle in der Größenordnung mehrerer Mega – Tsunamis unaufhaltsam auf deutsche Kleinanleger zurollte.

In einer Zeit also, in der die deutschen Strukturvertriebe eifrigst damit beschäftigt waren riesige Geldmengen, über so genante „tolle Finanzprodukte”, von ihren Kunden einzusammeln, um sie dann in den USA zu verbrennen.

Dazu passt es auch, dass der ehemalige Regierungssprecher von Gerhard Schröder,

Béla Anda,

eine neue lukrative Aufgabe bei dem Strukturvertrieb

AWD

Allgemeiner Wirtschaftsdienst

zugesprochen bekam, weil Andas neuer Vorturner, Carsten Maschmeyer, ein Lieblingskind von Gerhard Schröder ist und seinen Wahlkampf im Jahr 1998 großzügig mit fragwürdigen Anzeigenkampagnen unterstützte. Von nun an lebte auch

Schröders Sprechblase,

wie Béla Anda von führenden Journalisten abfällig bezeichnet wird, nach dem Motto der AWD – Hymne:

Freiheit heißt AWD. Freiheit ist unser Gewinn.

Viele Ex – AWDler sowie Verbraucherschützer sehen das völlig anders und warnen regelmäßig vor den dubiosen Finanzprodukten.

Aber nicht nur Ex – Regierungssprecher sondern auch noch viele andere aktuelle und

Ex – Politiker sowie hochrangige Medienvertreter sitzen in den Aufsichtsgremien und so genannten Beiräten der

Drückerkolonnen.

Sehr gerne werden diese „Prominenten” als glänzendes Aushängeschild benutzt, um vermutlich die fehlende Seriosität zu überspielen.

Am Beispiel der

DVAG

Deutsche Vermögensberatung AG,

die auch gerne vom Bund der Versicherten als

größte Drückerkolonne Deutschlands

beschrieben wird, lassen sich möglicherweise am deutlichsten diese unappetitlichen Verflechtungen zwischen Strukkies, Politik und Medien aufzeigen. Die Namen auf der DVAG – Beiratsliste lesen sich wie ein „Wer ist Wer” in Politik und Medien:

1. Ex – Minister

Alfred Dregger, Manfred Kanther, Gerhard Stoltenberg

und

Walter Wallmann.

2. Ex – Ministerpräsidenten

Bernhard Vogel

3. Ex – Parteiführer

Wolfgang Gerhard

4. Ex – Bundeskanzlerberater

Horst Teltschik

5. Ex – Präsidenten des Europaparlaments

Egon Klepsch

6. Ex – Medienboss

Dieter Stolte.

Die vorgenannte Aufzählung kann beliebig erweitert werden und zeigt die enge Verflechtung auf, zu denen selbst Ex – Bundeskanzler

Helmut Kohl

gehört, der als Vorsitzender des Aufsichtsrats der DVAG, genauso wie

Ex – Regierungssprecher

Friedhelm Ost

zu den „Vorzeige – Promis” zählt. Offensichtlich stört es die vorgenannten überhaupt nicht, dass die Strukkies der DVAG, nach der Ansicht von Verbraucherschützern, in Ostdeutschland nach dem Fall der Mauer ein Land der „verbrannte Erde” hinterließen. Vergleichbar mit Béla Anda beim AWD erhielt der Ex – Kanzleramtsminister

Friedrich Bohl

einen extrem hoch dotierten, so genannten Beratervertrag, bei der DVAG, nachdem Kohl die Wahl im Jahr 1998 verloren hatte.

Obwohl der

BdV

Bund der Versicherten

mehrfach die schädlichen Strukkie – Praktiken anprangerte hüllen sich die großen Medien in kollektivem Schweigen.

Das finanzielle Leid und Elend von Tausenden schlecht abgesicherten Witwen, Waisen und auch Invaliden, aufgrund von oberflächlicher Beratung und fehlgeleiteter so dargestellter „Finanzprodukte”, ist den meisten Medien noch heute kaum eine Schlagzeile oder Meldung wert.

Warum auch, viel lieber verdient man an den

lukrativen, fettenAnzeigenaufträgen und Werbeschaltungen

der Strukturvertriebe.

Eingekaufte Ex – Politiker und selbstherrliche Medienbosse bilden somit ein schädliches Netzwerk, in dem die sauer verdienten Euros und Hoffnungen der Deutschen immer noch ungestraft verschwinden können.

Ausschließlich Berufsoptimisten glauben jetzt noch daran, dass die

IFD

Initiative Finanzstandort Deutschland

zum Wohle und zur Nutzmehrung der deutschen Bürger ihren Zusammenschluss fand.

Wir tun uns in Deutschland

schwer damit die Wurzeln der Wahrheit zu finden und zu erkennen.

Alle reden von der Globalisierung und dem US – Finanzdesaster, niemand sagt, was da vor sich geht oder zeigt gar die Ursachen- und Wirkungszusammenhänge auf, mit Ausnahme des DRSB e.V.

 

 

DRSB

 

Wir kämpfen seit 20 Jahren mit der Stimme der Demokratie

für

einen modernen Sozialstaat,

sichere, langfristige Arbeitsplätze,

sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,

sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,

und für

korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.

 

 

 

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