DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky ⋅ Andreas Kallen ⋅ Hans – Josef Leiting
Düsseldorf, den 09. Juli 2008
Keine Chance – Keine Hoffnung
Ist Suizid der einzige Ausweg?
Für die Deutschen ist diese Große Koalition nicht nur eine Zumutung an geistiger Leere, sondern auch der Beweis dafür, dass die Verbindung aus CDU / CSU und SPD den Bürgern
keine Chance und keine Hoffnung
geben kann.
Selbst in den europäischen Geschichtsbüchern wird nach dem baldigen Ende des Desaster – Clubs äußerst wenig Positives zu berichten sein. Dazu hat sich in dem gescheiterten Zweckbündnis nichts Erkennbares von Wert oder Substanz bewegt.
Rein reformpolitisch betrachtet waren CO2 – Phantasien, vordergründiges Bemühen um Kinderfreundlichkeit sowie das ständige Grinsen telegener Lieblinge der Politik in so genannten Talk – Shows lediglich ein ungelenkes Schattenboxen in der Arena der unsäglichen
Armuts - Agenda 2010.
Dadurch ist die Gesellschaftsstruktur der Deutschen heftigst in Bewegung geraten.
Nur extrem wenige Bürger brechen deshalb noch immer
in eine Art Globalisierungsrausch auf, die meisten Bürger aber brechen in die Armut ab.
Das ehemalige Rückgrat der deutschen Wirtschaft, die stabile
Mittelschicht,
wird, ohne es im Moment richtig zu realisieren, vom überbordenden Staat zunehmend ausgeplündert und systematisch geschwächt. Deutschland verliert damit das gesellschaftliche Gleichgewicht und verliert zusehends an Durchschlagkraft.
Der Rachefeldzug von Oskar Lafontaine an Gerhard Schröder nimmt Fahrt auf und gewinnt tagtäglich an Geschwindigkeit, so dass bereits das
Fünfparteiensystem
fest etabliert werden konnte.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die CDU so gesichtslos gespült, dass selbst einige Charakterköpfe, wie zum Beispiel
Heiner Geißler, Paul Kirchhof oder sogar Friedrich Merz,
nur noch wie Karikaturen einer längst vergangenen Zeit erscheinen. Die CDU vermittelt den Deutschen und ihren Mitgliedern den Eindruck, keinerlei Kontur mehr zeigen zu dürfen.
Die FDP war eigentlich schon immer die Partei zwischen der Diskrepanz aus einer inneren Spannung und der totalen politischen Stagnation, was die politische Arbeit und den Nutzen für die Bürger betrifft.
Die links orientierte Öko- und Spaßtruppe von Bündnis 90 / Die Grünen hat seit Joschka Fischer die „Freude” am Mitreden und Mitregieren entdeckt und bildet zurzeit neue Seilschaften zur Erhaltung der kostenfreien Dienstwagen – am liebsten von BMW.
Die Funktion des Klassenclowns haben die Protagonisten um Kurt Beck übernommen und spielen die Rolle der völlig „Unverstandenen” so laienhaft, dass sich SPD – Wähler und SPD – Mitglieder mit Entsetzen abwenden.
Nutznießer dieser allgemeinen Verwirrung sind die Rhetorik – Akrobaten aus WASG und PDS, die mit dem Anstrich der neuen Linkspartei den kommunistischen Gestank übertünchen wollen. Realistisch betrachtet wirken diese Linken wie von allen guten Geistern und der Vernunft verlassen.
Die Vorboten der sozialen Spannungen sind deutlich erkennbar und repräsentieren sich nicht nur in
galoppierenden Benzinpreisen, steigenden Lebenshaltungskosten
oder ungerecht empfundenen
Steuerlasten.
Viel zu schnell werden durch die
Armuts - Agenda 2010
von Gerhard Schröder ( SPD ) und Joschka Fischer ( Bündnis 90 / Die Grünen ), immer häufiger soziale Problemfälle ausgegrenzt. Sobald man einmal aus einer bestimmten Gesellschaftsgruppe herausgefallen ist, gibt es kaum noch eine realistische Chance, wieder hinein zukommen.
Dies belegt auch eine Statistik der japanischen Regierung nach der
57% der Selbstmörder
verarmte Rentenbezieher oder Langzeitarbeitslose sind. Der japanische Staat hat den Kampf gegen den Suizid schon lange verloren.
Trotz neuer und verbesserter sozialer Hilfsprogramme sowie eines wirtschaftlichen Aufschwungs stieg die Zahl der Selbstmörder im Jahr 2007 um 2,9% auf traurige
33093 Todesfälle
an.
Besonders stark stieg mit 9% die Zahl der Selbstmörder über 60 Jahre, die vermutlich aus Scham vor der Armut keinen anderen Ausweg mehr sahen.
Für die japanischen Politiker ist es äußerst beunruhigend, dass sogar der längste Wirtschaftsaufschwung der Nachkriegsgeschichte das Anwachsen der Suizidrate nicht verhindern konnte.
Seppuku,
wie der rituelle Selbstmord auf japanisch heißt, wurde 2007 auch vom damaligen Landwirtschaftsminister
Toshikatsu Matsuoka
bevorzugt, um sich einer Korruptionsuntersuchung zu entziehen.
Anders als in Japan ist im Christentum der Suizid geächtet, so dass mit einer Selbstmordwelle korrupter Politiker hierzulande kaum zu rechnen sein wird.
Bei verarmten Rentenbeziehern oder Bürgern, die schuldlos ihren sozialen Status verloren haben, sieht die momentane Situation schon anders aus.
Derweil tobt das Chaos im Desaster – Club aus CDU / CSU und SPD ohne Ziel und Führung weiter, so dass die Berliner Politakteure von einer Dauerkrise in die nächste torkeln.
Es ist quasi wie ein Virus, der die Regierungskoalition befallen hat. Der kranke
Regierungs – Körper scheint keinerlei Widerstandskräfte mehr zu besitzen. Keine Medizin scheint da zu helfen und sogar die Gesundbeterei ist ohne jegliche Wirkung geblieben.
Gut gemeinte Ratschläge werden erst gar nicht vernommen, denn es könnte ja sein, dass die Ratgeber Recht haben und mit den gegebenen Ratschlägen ein Nutzen für die Deutschen bewirkt werden könnten.
Politische Figuren, wie um Beispiel
Andreas Nahles, Peer Steinbrück und Frank – Walter Steinmeier
ersticken für die Mehrzahl der Bürger bereits heute jede denkbare Hoffnung.
Mit verschwörerischen Treffen, subversiven Zusammenkünften oder irgendwelchen durch nichts legitimierte Personenklüngel kann man für die Deutschen keine zukunftsfeste Nutzmehrung und Wohlstandserhaltung bewirken.
Die noch ausharrenden sozialdemokratischen Mitglieder, die in den letzten Jahren trotz allen Verdrusses in ihrer Partei verblieben sind, sehen diesem Treiben fassungslos aber fast schon resigniert zu.
Die großen Parteien, also auch die CDU / CSU besitzen keine Rezepte, wie sie mit solchen Krisen auf demokratischem Weg fertig werden sollen. Da dafür eine verlässliche Handlungsstrategie fehlt, kann eine rationale Krisenbewältigung nicht stattfinden.
Infolgedessen schlägt die Zeit der
Ehrgeizlinge, Hasardeure, Intriganten und Putschisten.
Bedingt dadurch wächst der Abstand von Parteien- und Politikereliten hier zu der Mitgliederbasis und dem Wahlvolk dort und entwickelt sich zu einer schwer überbrückbaren Kluft.
Eigentlich waren zu keiner Zeit Partei- oder Politprofis jemals effizient, so dass man sich sukzessive von den Einflüssen der Mitglieder in der Fläche gelöst hat und in isolierten Zirkeln in ein überdimensionales Vakuum gerauscht ist. Das unsägliche Zusammenspiel von Politikereliten und Medien im Berliner Regierungs- und Parlamentsviertel vernachlässigt die Bedürfnisse der Bürger zur Gänze.
Folglich ist es an der Zeit, neu darüber nachzudenken, die Legitimationsquelle für Politiker, die echte und direkte
Bürgerbeteiligung,
stärker auszuschöpfen, bevor weiterer Schaden für Deutschland entsteht.
Denn das legitimierende Fundament für jede demokratische Regierung ist das
Volk.
Das vielschichtige Wählerreservoir wird deshalb zukünftig als zentrale Institution darüber zu befinden haben, wie die verschiedenen Bedürfnisse, Einstellungen und Wünsche der Bürger zu realisieren sind.
Die Richtung ist eindeutig vorgegeben und wird durch eine Restrukturierung der politischen Führung zustande kommen können, die dann womöglich den Weg findet, weg von Lobbypartei – Strukturen den sozialen Aufstieg für alle Bürger erreichbar zu gestalten, damit es wieder
Chancen und Hoffnung
gibt.
Denn Suizid ist auf der Welt auch für korrupte Politiker kein Ausweg.
DRSB
Wir kämpfen seit 20 Jahren mit der Stimme der Demokratie
für
einen modernen Sozialstaat,
sichere, langfristige Arbeitsplätze,
sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,
sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,
und für
korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.
