Infobrief – 17. April 2013 / Heimkehr des Terrors?

Heimkehr des Terrors?

 

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 finden große Sportveranstaltungen und andere größere Events in den USA – > nur noch – > unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen statt. Der Boston – Marathon gehört zu den populärsten Sport – Events an der amerikanischen Ostküste. Jedes Jahr nehmen daran rund 20.000 Läufer teil.

Der 11. September 2001 war schon ein sinnloser und tragischer Tag.

Der 15. April 2013 reiht sich nahtlos in die sinnlose Demonstration des Schreckens ein. Es ist beängstigend, schockierend und furchtbar solche Bilder der sinnlosen Gewalt mit ansehen zu müssen. Das Blutbad beim Boston – Marathon zeigt aber auch die Ohnmacht, Frustration und den exponentiell ansteigenden Hass der Machtlosen, denn Terror ist deren erprobtes Mittel um Krieg zu führen. Wieder einmal mussten Menschen sterben und wurden verletzt. Das Weiße Haus geht von einem Terroranschlag aus.

Diese sinnlose Gewalt gegen Unschuldige zeigt das Ausmaß des Dilemmas.

US – Präsident Obama sprach in seiner kurzen Rede von einer Tragödie und möchte herausfinden, wer den Terrorakt begangen hat. Wir werden sie zur Rechenschaft ziehen, sagte Obama kurz nach den Anschlägen in Boston.

Doch wo liegen die Hauptgründe für solche abscheuliche Untaten verborgen?

Alles was den Machtzielen der USA dienlich ist, ist für die Mächtigen in Washington völlig OK. Deshalb hat der Geheimdienst CIA die Aufgabe, unterhalb der staats- und völkerrechtlichen Kriegsschwelle mit allen nur erdenklichen miesen Methoden verdeckte Operationen durchzuführen. Welchen Umfang solche Operationen haben, bestimmt letztendlich der Präsident der USA und seine engsten Berater. Wie man selbst Freunde mit verdeckten Operationen weich klopft, demonstrierten die Spezialisten des CIA nach dem 11. September 2001 eindrucksvoll auch mit ihren NATO – PARTNERN. Mit bis heute permanent anfallenden Nachrichten über die nicht endenden Machenschaften von Al Kaida und anderer Terrorgruppen wird die Welt auch zukünftig in Atem gehalten. Wer diese Flut von Informationen verfolgen und in eine logische Ordnung bringen möchte, landet unweigerlich im tiefen Sumpf der Undurchschaubarkeiten und fehlender Plausibilitäten. Für Kenner militärischer Verhältnisse sind solche dubiosen Vorgänge in der Zwischenzeit Normalität.

Für normal denkende Menschen nicht!

Es liegt also auf der Hand, nach Hintergründen für solch sinnlose Anschläge zu fahnden. Die Mächtigen in Washington haben jahrzehntelang mit der Hilfe von CIA und FBI die Menschen im eigenen Land – > durch die ständige Überschätzung der eigenen militärischen Macht in große Angst und Schrecken versetzt. Die Anspannungen sind in vielen Teilen der US – Bevölkerung spürbar und zeigen noch immer ihre fatale Wirkung. Doch die „Joker“ Sowjetunion oder China verlieren mehr und mehr an Kraft, denn das „kleine“ Russland mit rund 140 Millionen Einwohnern oder die friedlich agierenden Chinesen lassen sich nur noch schlecht als dominierende „böse“ Weltmacht darstellen. Da waren die antiamerikanischen muslimischen Terroranschläge der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wesentlich Hilfreicher. Der erste Anschlag mit einer Bombe auf das World – Trade – Center im Jahr 1993 hatte schon die Qualität, muslimische Terrorgruppen zu Weltfeinden hochzustilisieren.

Daran denkt man natürlich zuerst.

Trotzdem äußerten in mehreren großen amerikanischen TV – Sendern US – Experten die Vermutung, dass die Tat eher auf das Konto einheimischer Extremisten gehen dürfte und es sich wohl nicht um eine internationale Terroraktion gehandelt habe. Man spricht davon, dass die Anschläge augenscheinlich sehr sorgfältig geplant waren, aber die verwendeten Sprengsätze keine hohe Qualität hatten, denn ansonsten hätte es weitaus mehr Tote und Verwundete gegeben.

Dennoch – > jeder Anschlag mit mehreren Sprengsätzen ist immer ein Terrorakt.

Alles deutet darauf hin, dass der abscheuliche Angriff auf das Konto von einheimischen Terroristen geht. Deshalb wurden auch sofort alle Mobilfunknetze in Boston abgeschaltet, um mögliche Fernzündungen weiterer Sprengsätze zu verhindern. Auch der Luftraum über Boston wurde verständlicherweise aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Obwohl die Geschehnisse unfassbar sind

und der 15. April 2013 erneut ein schrecklicher Tag für alle Amerikaner war

- > dürfen wir nicht die Augen vor der Realität verschließen.

Möglicherweise spiegeln sich im Anschlag von Boston alle Weiterungen nach dem 11. September 2001 wider. Denn die Ursachen- und Wirkungszusammenhänge zwischen dem Desaster in New York liegen erkennbar auf der Hand. Die US – Finanz- und Wirtschaftskrise ist eine direkte Folge des politischen und militärischen Versagens und beschleunigt noch immer die soziale Ausgrenzung Millionen Amerikaner sowie die ungebremste Ausbreitung der Alters- und Flächenarmut. Sollte also der Anschlag von Boston auf das Konto von frustrierten Amerikanern gehen, dann zeigt dies den gesamten Umfang der Schieflage der USA. Natürlich kann man nach solch grausamen Anschlägen mit gezielter Wahrnehmungssteuerung von den tatsächlichen Ursachen- und Wirkungszusammenhänge spielend leicht ablenken [ siehe PATSIES ] – > doch ist den Opfern sowie allen Amerikanern damit nicht geholfen.  

 

 

 

 

 

 

 

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