Perspektivlos
Der Sozialbericht der Europäischen Kommission ist entlarvend und müsste eigentlich das Todesurteil für die EU sowie für den Euro sein.
7 Jahre nach dem Ausbruch der US – Finanz- und Wirtschaftskrise spaltet der Euro die EU in ARM und REICH. Die verheerenden Zahlen aus Brüssel zeigen, dass der Euro und die EU an ihre Grenzen gestoßen sind. Eine sich immer schneller drehende Spirale aus Arbeitslosigkeit und Armut führt schon bald zum GROSSEN KNALL [ BIG BANG ].
Diese Entwicklungen sind nicht vom Himmel gefallen, sonder waren von Anfang an absehbar. Überall stehen junge und ältere Arbeitnehmer auf der Straße und finden weder Arbeit noch Unterkunft. Das gefährliche Szenario zeigt, dass die sich auftürmenden Schwierigkeiten nicht einfach nur mit Geld oder Rettungsschirmen zu beseitigen sind. Das alles birgt ein enormes soziales Sprengpotenzial und wird in wenigen Tagen an Europas Grundfesten rütteln.
Für Generationen von Menschen war und ist die EU kein Garant mehr für eine bessere Zukunft. Engländer, Spanier, Portugiesen und Griechen finden die EU und den Euro schon befremdlich. Mehr als 60% der Griechen und Spanier haben keine Arbeit und sehen für sich keine Perspektive. Die EU und der Euro haben eine völlig neue Generation der Hoffnungslosen hervorgebracht. Den Frust, die Verzweiflung sowie das Aufbegehren dieser geschundenen Menschen werden auch wir in Deutschland zu spüren bekommen.
Noch wähnt sich ein Großteil der Deutschen auf der Sonnenseite. Wir arbeiten fleißiger und haben weniger Schulden. Eine fatale Einstellung, denn die EU die sich als dynamischste Wirtschaftsregion der Welt darstellen wollte, ist endgültig geplatzt. Somit besteht die Gefahr, dass auch unser Land mit in den Sog der sozialen Probleme von Griechenland, Spanien, Portugal oder Frankreich noch tiefer hinein gezogen wird.
Wir sollten und nicht in trügerischer Sicherheit wiegen, denn Deutschland ist in Europa keine Insel. Der Frust, die Verzweiflung sowie das Aufbegehren der geschundenen Europäer wird radikalen Kräften Auftrieb verschaffen. Selbst die atlantischen Netzwerker vom Internationale Währungsfonds vertreten mittlerweile die Auffassung, dass der Euro die staatlichen Schuldenstände der Schwachen eher drastisch erhöhen als reduzieren wird. Vordergründig geht es noch um den Erhalt dieser gescheiterten Währung. Doch hinter den verschlossenen Türen hat man in Brüssel, Berlin, London, Paris und Washington die Gefährdungslage klar erkannt. Die Perspektivlosigkeit lähmt die Akteure. Wir brauchen also neue und unverbrauchte Politiker mit Moral, Ethik und dem Blick für das Kollektive.

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