Faxschreiben Diekmann 2

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

DRSB e.V. ∙ Ikenstraße 8 ∙ 40625 Düsseldorf

Übermittlung ausschließlich per Telefax an die Faxnummer: 040 / 3 47 – 2 21 34

Herrn

Kai Diekmann

Herausgeber

BILD und Bild am Sonntag

Axel Springer AG

Axel – Springer – Platz 1

D – 20350 Hamburg

Düsseldorf, den 30. Dezember 2008

 

 

Zweites offenes Faxschreiben an

Herrn Kai Diekmann

Herausgeber Bild und Bild am Sonntag

 

US – Heuschrecke trennt sich von Springer – Aktienpaket

Hier: Ihre kritische Berichterstattung zum Spiegel – Artikel über den BND

 

Sehr geehrter Herr Diekmann,

 

am 18. Dezember 2008 wurde die Börsenwelt mit der Nachricht überrascht, dass der US – Finanzinvestor Hellmann & Friedman sein Invest in den Axel – Springer – Verlag beendete. Das Aktienpaket im Wert von rund 123 Millionen Euro parkte man mangels Interesse vorläufig bei der Deutschen Bank.

 

Erfahrungsgemäß werden Unternehmen frühzeitig über solch gravierende Schritte in Kenntnis gesetzt. Ist das womöglich der wahre Grund dafür, dass Sie und Ihre Tageszeitung sich bemühen, objektiver und kritischer über die Vorgänge im Irak – Krieg zu berichten?

 

Haben Sie als herausragendes Mitglied der Atlantik – Brücke e.V. vielleicht sogar erkennen müssen, dass die Mächtigen in Washington ihre hochgelobten Freunde und Partner in Notsituationen gerne allein im Regen stehen lassen?

 

Auch wenn die Meinungen über den letzten James – Bond – Film sehr unterschiedlich ausfallen, sollten auch deutsche Journalisten die Aussage von der MI6 – Chefin „M”, beherzigen, dass sie im Zweifel nur ihren eigenen Leuten vertraut, wenn es darum geht, voreilig der Propaganda von befreundeten Mächten zu folgen.

 

Gerade Sensationsnachrichten bedürfen einer tiefgreifenden, kritischen Recherche, bevor sie vorschnell zur Schlagzeile mutieren.

 

Insofern scheint Ihre Neuausrichtung in der Berichterstattung möglicherweise auf der Erkenntnis zu fußen, dass die Imperialmacht Amerika auch Sie und Ihre Tageszeitung regelmäßig missbrauchte und nun alleine im Regen stehen lässt.

Wenn Sie jetzt auch noch Ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Vorstandsmitglied in dem Atlantik – Brücken – Netzwerk öffentlich niederlegen würden, könnten Sie und Ihre Tageszeitung sowie der Springer – Verlag vermutlich bei der Mehrzahl der aktuellen und zukünftigen Rentenbezieher an Glaubwürdigkeit gewinnen, denn immer mehr aufrichtige Bürger empfinden eine Mitgliedschaft im Atlantik – Brücken – Netzwerk als Verrat am eigenen Volk.

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Mitarbeitern einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

Mit freundlichen und besten Grüßen aus Düsseldorf

Ihr

Ihr

Udo Piasetzky

Andreas Kallen

Vorstandsvorsitzender DRSB e.V.

Rechtsanwalt und Vorsitzender der

DRSB – Rechtskommission

 

 

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