Faxschreiben an Herrn Kai Diekmann 1

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

DRSB e.V. ∙ Ikenstraße 8 ∙ 40625 Düsseldorf

Übermittlung ausschließlich per Telefax an die Faxnummer: 040 / 40 3 47 – 2 21 34

Herrn

Kai Diekmann

Herausgeber

BILD und Bild am Sonntag

Axel Springer AG

Axel – Springer – Platz 1

D – 20350 Hamburg

 

Düsseldorf, den 13. Dezember 2008

 

 

Erstes offenes Faxschreiben an

Herrn Kai Diekmann

Herausgeber Bild und Bild am Sonntag

 

 

Bild – Online

Hier: Defekte Internetsuchmaschine?

 

Sehr geehrter Herr Diekmann,

 

ihre Kollegen von der Süddeutschen Zeitung haben Sie offensichtlich ganz liebevoll ins Herz geschlossen, denn mit der Schlagzeile:

„Morgen Kinder wird”s nix geben”

- Springer in der Krise – ohne Glamour und Galas -,

beschreiben diese echten Zeitungsmacher aus Süddeutschland, dass vermutlich die wirtschaftliche Situation in Ihrem Hause den Siedepunkt erreicht hat.

Wer freiwillig auf die Großveranstaltungen

„Goldene Kamera” bis „Goldenes Lenkrad”,

angeblich zum Wohle des Journalismus, im nächsten Jahr verzichten muss, dem steht womöglich schon heute das Wasser bis zum Hals.

 

Dass die Werbeerlöse sinken, Anzeigenkunden reihenweise abspringen und Preise drücken, macht die Geschäftsentwicklung unsicher und ungewiss, so dass für jeden ordentlichen Kaufmann verständlich wird, dass Ihr Verlagshaus für 2009 sämtliche Feiern, Empfänge und Galas abgesagt hat.

In einer solchen prekären Wirtschaftslage auch noch bewusst auf die täglichen Käufer der Bildzeitung zu verzichten, stößt aber nicht nur beim DRSB e.V. auf Unverständnis. Es ist deshalb kaum noch erklärbar, dass die Bild – Besucher auf Ihrer Internetseite nicht mehr die Möglichkeit haben über die angebotene Internetsuchmaschine direkt, wie es früher problemlos möglich war, auf die Internetseite des DRSB e.V. zu gelangen.

Greift Springer da hart durch? Ist „das” Ihre Auffassung von Demokratie, Sportsgeist und journalistischer Freiheit? Ist das nicht der direkte Weg zur Zensur? Oder waren Sie sogar auf ausdrückliche Order gezwungen, eine solche Abschaltung vorzunehmen?

Liest man den Einladungsbrief zum Neujahrsempfang des Springer – Vorstandschef Mathias Döpfner:

„Wir wollen nicht dort sparen, wo es die Qualität unseres Journalismus und die Motivation unserer Mitarbeiter beeinträchtigt”

entsteht zunächst der Eindruck von Ernsthaftigkeit. Bedauerlicherweise vernichten Sie mit Ihrer Anti – DRSB – Aktion diesen Eindruck bei vielen Bürgern, die gerne Ihre Zeitung und die DRSB – Artikel lesen, nachhaltig.

Damit in Zukunft Entlassungen oder Einstellungen von Zeitungen oder Zeitschriften aus Ihrem Verlagshaus zu vermeiden sind, halten wir es für sinnvoll und nützlich unsere Internetseite mit Bild – Online zu verbinden. Ihre schriftliche Zustimmung zur so genannten „Verlinkung” erwarten wir umgehend, damit deutsche Bürger wieder in den Genuss kommen, bequem die Aussagen in Ihren Artikeln mit den unseren zu vergleichen.

Dem DRSB e.V. ist durch umfangreiche Markt – Studien geläufig, dass die deutschen Medienunternehmen in eine verhärtete Phase des Überlebenskampfes eingetreten sind. Freiwillig in einer solchen Ungewissheit auf verärgerte Kunden zu verzichten, ist aus unserer Sicht unnötig und töricht.

Wir hoffen, dass Sie es in Zukunft zu vermeiden wissen, Ihre ansonsten eher treuen Kunden zu vergraulen.

Die Grundlage Ihres Geschäfts sollten doch Vertrauen, journalistische Fairness und exzellent recherchierte Inhalte sein.

Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Mitarbeitern wünschen wir eine besinnliche Vorweihnachtszeit, mit all ihren kleinen und großen Träumen.

 

Und natürlich ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Jahr 2009, in dem Ihre ganz persönlichen Wünsche in Erfüllung gehen sollen.

 

Mit freundlichen und besten Grüßen aus Düsseldorf

Ihr

Ihr

Udo Piasetzky

Andreas Kallen

Vorstandsvorsitzender DRSB e.V.

Rechtsanwalt und Vorsitzender der

DRSB – Rentenkommission

 

 

 

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