dritter offener brief an Herrn reinhard buetikofer

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

 

DRSB e.V. Rudolf – Lensing – Ring 75 40670 Meerbusch

Einschreiben mit Rückschein

Herrn

Reinhard Bütikofer

Bundesvorsitzender

c/o BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

Bundesgeschäftsstelle

Platz vor dem Neuen Tor 1

 

D - 10115 Berlin

 

 

Meerbusch, den 09. Dezember 2006

 

 

 

 

Dritter offener Brief an

Herrn Reinhard Bütikofer

Bundesvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen

 

 

 

Dienstwagen und deren Besteuerung

Hier: Erster offener DRSB - Brief vom 09. Mai 2006

Zweiter offener DRSB - Brief vom 09. Juni 2006

 

 

 

Sehr geehrter Herr Bütikofer,

 

mit den offenen Briefen vom 09. Mai 2006 und vom 09. Juni 2006 hatte sich der

 

DRSB e.V.

 

an Sie gewandt und um Beantwortung einiger konkreter Fragen zu der Nutzung von Dienstfahrzeugen durch Sie und andere Vertreter von Bündnis 90 / Die Grünen gebeten.

Leider haben Sie bisher, aus welchen Gründen auch immer, nicht auf unsere Anfragen reagiert. Auf Ihrem Parteitag in Köln haben Sie

 

>>> vermutlich in Ermangelung anderer Sachthemen <<<

den

Grünen – Vorstoß

 

begrüßt, dass das

Thema Tempolimit

 

wieder auf die Tagesordnung kommt.

 

Auf einigen Straßen dieser Welt wurde bis heute kein generelles Tempolimit eingeführt. Am bekanntesten dürften die deutschen Autobahnen sein.

 

Es gibt sogar organisierte Reisen nach Deutschland, deren Hauptbestandteil das unbeschränkte Fahren und Rasen auf deutschen Autobahnen ist.

 

Die Einführung einer Geschwindigkeitsbeschränkung ist seit dem Bestehen der Bundesrepublik in der Diskussion.

 

Seit der Beteiligung Ihrer Partei an den Rot – Grünen Regierungsversuchen ab dem Jahr 1998 setzte sich auch Ihre Partei nicht mehr für dieses Thema ein.

 

Handelte es sich bei den

Sachspenden

des

Autokonzerns BMW

 

möglicherweise um bedingte Sachspenden, wenn aufgrund Wiederaufnahme des Themas Tempolimit die gespendeten Autos zurückgegeben werden müssen?

 

War vielleicht die so genannte bedingte Sachspende an eine

 

Regierungsbeteiligung

geknüpft?

Handelte es sich um eine bedingte Sachspende, die mit einer

 

>>>autofreundlichen Grünen - Politik <<<

 

verbunden wurde?

 

Wird hier womöglich in Anlehnung an das ursprünglich nur in der Wirtschaft praktizierte

Sale and lease back Verfahren

nunmehr das

 

>>> Spend and give back Verfahren <<<

 

von Ihrer Partei eingeführt?

 

Von der Abteilung

 

Konzernkommunikation und Politik der BMW Group

 

erhielten wir die Antwort, dass die Zuordnung der Automobile zu einer bestimmten Person nicht von BMW vorgenommen wird.

 

In einem weiteren Antwortschreiben der Abteilung

 

Konzernkommunikation und Politik der BMW Group

wird darauf verwiesen, dass die zeitweise Überlassung eines Fahrzeugs einen wirtschaftlichen Wert darstellt, da ja ansonsten das Fahrzeug bei einem gewerblichen Vermieter gemietet werden müsste.

 

Diesen Wert lässt sich BMW nicht bezahlen, sondern spendet.

 

Ihre Partei erteilt hierüber eine Spendenquittung.

 

Auch für den Fall einer Rückgabe der Dienstfahrzeuge an den

 

Automobilkonzern BMW

 

würden steuerliche Folgerungen nach der so genannten Dienstwagenbesteuerung nicht rückwirkend aufgehoben, da anzunehmen ist, dass die Dienstfahrzeuge von Ihnen und anderen Parteifreunden auch tatsächlich genutzt wurden.

 

Ein Kernthema auf Ihrem Parteitag war es auch, durch

 

radikalen Klimaschutz

 

die ursprünglichen Ziele und Werte Ihrer Partei wieder in den Vordergrund zu stellen.

 

Ist hieraus zu schließen, dass auch Sie,

 

sehr geehrter Herr Bütikofer,

 

ähnlich wie Ihr Bundestagsabgeordneter

 

Hans – Christian Ströbele

 

demnächst überwiegend ein Dienstfahrrad benutzen werden?

 

Wir möchten nicht versäumen, Ihnen und Ihrer Familie ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, sowie ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr zu wünschen.

 

In Erwartung Ihrer geschätzten schriftlichen Rückantwort verbleiben wir

 

mit freundlichen Grüßen aus Meerbusch / Düsseldorf

 

Udo Piasetzky

Rechtsanwalt Heinrich Sternemann

Vorstandsvorsitzender DRSB e.V.

Vorsitzender der Antikorruptionskommission

 

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