DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
„Die Schwarze – Heuschrecke”
Wer möchte schon Königin oder König der „Verarschten” werden?
von
Udo Johann Piasetzky
Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.
und
Vorsitzender der Rechtskommission des DRSB e.V.
und
Rechtsanwalt Heinrich Sternemann
Vorsitzender der Antikorruptionskommission des DRSB e.V.
Meerbusch, den 01. Juli 2007
Amerikanische Kapitalanleger freuen sich immer wie kleine Kinder beim Kindergeburtstag über Süßigkeiten, wenn es an ihren Börsen wieder einmal ein so genanntes
„Kursfeuerwerk”
gibt.
Am Freitag, den 22. Juni 2007, war erneut ein solcher „Freudentag”. Der größte Börsengang in den USA seit fünf Jahren spülte der
„Schwarzen – Heuschrecke Blackstone”
mehr als
4 Milliarden Dollar
in die Firmenkasse.
Den Blackstone – Gründern
Stephen Schwarzman und Peter Peterson
gelangten von der vorgenannten Summe schlappe
2,4 Milliarden Dollar
in die eigenen Taschen.
Nicht nur in der Hochzeit des Klassenkampfes gaben
Stephen Schwarzman und Peter Peterson
damit ein perfektes Feindbild ab.
Niemand verkörpert wie zum Beispiel
Stephen Schwarzman
den eiskalten Kapitalisten, für den das Leben eine Art von Renditechance und der globale und freie Wettbewerb so etwas wie ein Kriegschauplatz für böse Kinder ist.
Mit seinen „nassforschen” Kapitalistensprüchen
Zitat:
„Den Konkurrenten muss man richtig weh tun”
oder
„Ich bin jeden Cent meines Gehalts wert”.
Zitat Ende
provoziert Blackstone – Boss Schwarzman vermutlich vorsätzlich seine Kritiker.
Mit einem veröffentlichtem Jahresgehalt von
400 Millionen Dollar
lässt der Hedgefonds – Boss
Stephen Schwarzman
den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, Josef Ackermann oder den gescheiterten „Welt – AG” Träumer
Jürgen Schrempp
wie verarmte Gestalten aussehen.
Wie aber konnte der ausgerufene
„König der Wall Street”
mit seinen berüchtigten und rabiaten Geschäftsmethoden soweit kommen?
Vor 22 Jahren gründete
Stephen Schwarzman
mit „nur” 400.000,00 Dollar die
„Schwarze – Heuschrecke Blackstone”
und machte Schritt für Schritt aus dem Beteiligungsunternehmen den weltweit aggressivsten Firmenaufkäufer.
Blackstone
wird überall als brutaler
„Gewinnausquetscher”
und gnadenloser
„Kostensenker”
gefürchtet.
Aktuell verfügt die Fondsgesellschaft über ein Kapital von
88 Milliarden Dollar.
In Deutschland machte die Schwarze – Heuschrecke als Großaktionär der
Deutschen Telekom
von sich reden, als sichere Arbeitsplätze ausgelagert und schlechter bezahlt werden sollten.
Dem heute 60jährigen
„Heuschrecken – König”,
der auf der Upper East Side in Manhattan palastartig residiert und auch dort seinen gigantischen Reichtum zur Schau stellt, berühren Einzelschicksale von Telekommitarbeitern in Deutschland wahrscheinlich überhaupt nicht.
Für den prunkvollen
„Heuschrecken – König”,
sind Existenzängste und Überlebenskämpfe von Mitarbeitern in seinen Beteiligungsunternehmungen gänzlich ohne Belang.
Der Blackstone – Boss
Stephen Schwarzman
ist eben ein neoliberaler Kapitalist, wie er im Buche steht.
Was aber passiert mit vielen tausenden
Kleinanlegern, die ihr Geld den Heuschrecken dieser Welt anvertrauen?
In dem DRSB – Artikel vom 19. März 2007
cashburning
„Geldverbrennung”
wurde ein mögliches Szenario verständlich und einleuchtend beschrieben.
Daraufhin machten einige DRSB – Leser den ultimativen Selbsttest und kauften Aktien und / oder Fondsanteile von unterschiedlichen Gesellschaften und legten parallel dazu Festgeld an.
Aus den Erfahrungen ist deutlich erkennbar, dass bereits nach einigen Wochen die erstandenen Aktien und / oder Fondanteile nur noch mit durchschnittlich
50%
ihres Einkaufswertes zu beleihen waren.
Selbst die absolut seriösen Sparkassen und Bankinstitute in Deutschland, wollten oder konnten keinen höheren Wert akzeptieren.
Auch beim kurzfristigen Verkauf wären für die Tester noch erhebliche Verluste bis zu 40% zu verzeichnen gewesen.
Anders dagegen verhielten sich Festgeldanlagen, die jederzeit zu 100% beleihungsfähig waren und auch keinen Wertverlust aufwiesen.
Die sehr bedauernswerte französische Opernsängerin
Mireille Diovine
ließ sich, nachdem sie das Ausmaß ihrer Verluste verdaut hatte, öffentlich zur
„Königin der Verarschten”
„reine de cons”
krönen.
Dubiose Finanzberater
trieben
Mireille Diovine
in den Ruin.
1,2 Millionen französische Francs Verlust durch faule Kapitalanlagen und Aktien waren auch für die gut verdienende Künstlerin zu viel.
Leider glauben immer noch viele Bürger weltweit, dass sich Erfolge an den Börsen herbeizaubern oder herbeireden lassen und Hedgefonds eine wundersame Geldvermehrung garantieren.
Warum noch hart arbeiten,
wenn man mit „tollen” Geldanlagen quasi
im Schlaf Millionär werden kann?
Diese Bürger sind dann die perfekten Opfer der
Einflüsterer und Verführer
aus den Druck- und TV – Medien.
Vor solchen Gedanken und Versuchungen sind auch sonst eher zurückhaltend agierende Familienunternehmer nicht gefeit, wie ein kürzlich bekannt gewordenes Beispiel einer so genannten „stillen Macht” zeigte.
Wer zum Beispiel den Artikel auf der 2. Seite
„Zweite Karriere bei Private Equity”
in der Financial Times Deutschland, am Montag den, 25. Juni 2007, gelesen hatte, konnte den Eindruck gewinnen, dass diese Art der Geldanlage absolut salonfähig geworden ist.
Eine sympathisch wirkende Zeichnung einer gemütlich rauchenden Heuschrecke sollte vermutlich die Gefahrlosigkeit dieser Geldanlagemöglichkeit unterstreichen.
Auch so kann man mit journalistischen Mitteln
versuchen, einer Branche auf das ( Heu ) – Pferd zu helfen.
Wahrscheinlich bleibt aber der FTD – Artikel ein
untauglicher Versuch am untauglichen Objekt,
zumal am darauf folgenden 26. Juni 2007 in derselben Tageszeitung zu lesen war, dass die Heuschrecken ihre deutschen, groß angelegten und stolz verkündeten Immobilienfondsanlagen mangels nach ihrer Auffassung
„unzureichender Profite”
wieder kurzfristig veräußern möchten.
Dagegen helfen von staatlicher Seite in erster Linie eine sinnvolle Gesetzgebung und deren konsequente Durchsetzung in der Rechtssprechung, was vermutlich im deutschen Mietrecht bereits zu den Rückzugsankündigungen der
„Heuschrecke” Cerberus
führte.
Denn wer möchte bereits nach wenigen Wochen durch eine Kapitalanlage zur
Königin oder zum König der „Verarschten”
gekrönt werden?
DRSB,
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für
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sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,
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