„Die Nachwehen der US – Kriege”
Teil 88
Alles ist möglich
[ Das Toyota - Debakel ]
11. September 2010
Thomas Jefferson war der dritte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Seine Amtszeit fiel in die Zeit von 1801 bis 1809.
Thomas Jefferson
gilt als der hauptsächliche Verfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Er war unbestritten einer der einflussreichsten Staatstheoretiker der USA. Ein Präsident mit Weitsicht und einem großen Herzen für sein Volk. Seine nachfolgende Betrachtung und Warnung vor einer ausufernden Bank- und Finanzwelt könnte aus dem Jahr 2010 stammen.
Auszüge Zitat Thomas Jefferson:
„Wenn das amerikanische Volk es den Privatbanken
je erlaubt, die Ausgabe ihres Geldes zu kontrollieren, zuerst durch Inflation, dann durch Deflation, dann werden die Banken und Konzerne, die um diese Banken heranwachsen, den Menschen ihren ganzen Besitz wegnehmen, bis ihre Kinder obdachlos aufwachsen, auf dem Kontinent, den ihre Väter erobert haben”.
Zitat Ende.
Thomas Jefferson
war kein Hellseher, obwohl seine damaligen Aussagen exakt den vorherrschenden aktuellen gesellschaftlichen Zustand in den USA beschreiben. Niemals zuvor gab es so viele Bankenzusammenbrüche und Insolvenzen großer Konzerne, wie in den letzten beiden Jahren.
Wer hätte ernsthaft jemals an ein
Kollabieren von General Motors gedacht?
Wer hätte ernsthaft jemals an ein
Kollabieren von über 400 US – Banken gedacht?
Die Wirtschaft und das Finanzsystem der USA liegen angeschlagen und angezählt wie ein Boxer im Ring. Und gerade das macht die ehemalige Weltmacht so gefährlich. Das zeigt in aller Deutlichkeit der frühere Werbespruch von Toyota:
„Nichts ist unmöglich”.
Obwohl Toyota – Fahrzeuge jedes Öko – Ranking dominieren und Pluspunkte auf Pluspunkte bei der Umweltverträglichkeit sammeln, kam der Konzern in den USA schwer unter die Räder, indem man Toyota jegliche Sicherheit absprechen wollte und sogar das Management für die tödlichen Unfälle verantwortlich machte. Das führte zu massiven Umsatzrückgängen für Toyota in den USA und ließ gleichzeitig die Verkaufszahlen von GM, Chrysler und Ford wieder in die Höhe schnellen.
Die Ursache der teils tödlichen Unfälle mit Toyota – Fahrzeugen in den USA waren keine technischen Probleme, sondern in den meisten untersuchten Fällen trugen die Fahrer selbst Schuld an den Unfällen, weil sie das Gas- mit dem Bremspedal verwechselten.
Das ist das erstaunliche Ergebnis der Untersuchung, die die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA nun laut
Detroit News
dem US – Kongress vorlegen musste. Die staatlichen Kfz – Gutachter hatten 58 Unfallfahrzeuge untersucht, bei denen der Verdacht eines technischen Versagens bestand, weil die Fahrer angegeben hatten, dass die Bremsen eine Fehlfunktion zeigten.
Die detaillierte Auswertung aller Unfalldatenspeicher brachte jedoch ans Tageslicht, dass bei mindestens 35 Unfällen die Fahrer überhaupt nicht auf die Bremse getreten hatten und stattdessen das Gaspedal voll durchtraten. In den wenigen Fällen, wo die Fahrer gebremst hatten, wurde viel zu spät oder nur sehr zögerlich ein Bremsvorgang eingeleitet. Lediglich in einem einzigen Fall war eine falsch befestigte Fußmatte die Ursache für ein blockierendes Gaspedal. Mängel, die auf mechanische oder elektronische Probleme am Pedal zurückzuführen waren, konnten die US – Behörden nicht feststellen. Nachdem man Toyota nach allen Regeln der medialen Kunst versucht hat, völlig fertig zu machen, stärkt nun die Studie Toyota den Rücken – zum einen bei den anstehenden Gerichtsverhandlungen über Schadenersatz für die Unfallopfer und Hinterbliebenen und zum anderen gegenüber der Politik aus Washington. Insbesondere der vorschnell handelnde US – Verkehrsminister
Ray LaHood
gerät jetzt ins Kreuzfeuer der Kritik, denn Ray LaHood unterstellte dem Toyota – Konzern mehrfach, dass das Management die wahren Gründe für das ungewollte Beschleunigen verheimlichen und verschleiern möchte.
Ray LaHood
verdächtigte die komplexe Elektronik der innovativen Toyota – Fahrzeuge. Denn solch eine moderne Technik ist äußerst selten in amerikanischen Fahrzeugen zu finden und scheint offensichtlich viele US – Bürger zu überfordern. Der Konzern bekam, wie immer in den USA üblich, eine Rekordstrafe von 16 Millionen US – Dollar aufgebrummt, weil man vermeintlich die Behörden über die Probleme zu spät in Kenntnis gesetzt haben soll.
Doch Toyota reparierte recht schnell sein in den USA ramponiertes Image. Dazu nimmt der Konzern noch immer sehr viel Geld in die Hand und stellt neue Ingenieure für die Qualitätssicherung ein.
Jedes noch so kleine Problem wird sofort öffentlich gemacht.
Die europäischen Automobilhersteller reagierten auf das
Toyota – Debakel
ausgesprochen sensibel. Man fragt sich, ob die technisch hochstehenden Fahrzeuge aus Europa die Menschen in den USA im täglichen Handling überfordern. Das unsensible Vorgehen der Mächtigen aus Washington im Fall von Toyota hat erneut alte Wunden aufgerissen. Besonders der Canossagang des Toyota – Chefs in den USA stößt vielen Japanern bitter auf, da das gesamte Szenario bis in den August 2010 ausstrahlte, wurden Erinnerungen bei vielen Japanern wachgerufen, dass am 06. und 09. August 1945 US -Kampfflugzeuge auf Befehl des damaligen US – Präsidenten
Harry S. Truman
Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abwarfen. Es war das erste Mal, dass diese verheerende Waffe gegen Menschen eingesetzt wurde. Mindestens 155.000 Menschen starben sofort, weitere 110.000 innerhalb weniger Wochen durch die radioaktive Verstrahlung. Noch heute sterben in Japan Menschen an Spätfolgen der Verstrahlung. Der Krieg gegen Japan ist mit heißen Waffen seit dem Zweiten Weltkrieg vorbei. Auf dem wirtschaftlichen Feld wird er aber erbarmungslos von den USA fortgeführt und drängt das japanische Volk näher an den Nachbarn China. Japan sieht in asiatischen Bündnissen die Chance, wirtschaftlich zu überleben. Was die schweren Militärschläge gegen die Städte Hiroshima und Nagasaki bis heute nicht bewirken konnten, haben gierige Banken und versagende US – Automobilmanager mit ihrer vermutlich gesteuerten Kampagne gegen Toyota erreicht:
Das Misstrauen gegen die USA wächst
exponentiell in allen gesellschaftlichen Schichten in Japan.
Immer mehr Japaner fühlen sich weitgehend schutzlos dem imperialen Gehabe der USA ausgeliefert.
Was die Atombombe – die verheerendste aller Waffen – nicht bewirken konnte, hat die
US – Finanz- und Wirtschaftkrise nahezu „spielend” vollbracht. Die USA verlieren nicht nur ihre wirtschaftliche Kraft, sondern täglich immer mehr Freunde. So gesehen, müsste der Toyota – Werbe – Slogan schon bald umformuliert werden in:
Alles ist möglich.
Denn genau dieses Szenario hat der 3. US – Präsident
Thomas Jefferson
mit seiner Aussage beschrieben. Gierige und skrupellose Konzerne, die um diese Banken heranwachsen, werden nicht nur den Menschen in den USA ihren ganzen Besitz wegnehmen, bis alle Kinder obdachlos aufwachsen müssen.
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