Das Wort am Sonntag
Riester – Rente
Systemwechsel überfällig?
29. Mai 2011
Das deutsche Altersvermögensgesetz ist seit gut zehn Jahren in Kraft. Seitdem fördert der Staat die private Altersvorsorge mit nach dem untauglichen Zulagenmodell die sogenannte Riester – Rente. Mit nunmehr bereits 14,6 Millionen Riesterverträgen hat man bislang allenfalls die Hälfte der Menschen in unserer Heimat erreichen können, die nach dem Gesetz nach
„RIESTERN”
dürfen. Doch sehr viele sogenannten Riester – Sparer verschenken Milliarden Euro, weil sie keine oder nicht richtig die Zulagen beantragen. Kritiker aus allen Bereichen fordern deshalb einen Systemwechsel wie ihn der DRSB bereits vor der Einführung der untauglichen Riestermodelle forderte. Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvorsorgevermögen [ ZfA ] bei der Deutschen Rentenversicherung führt bis heute für 12,8 Millionen der 14,6 Millionen Riester – Verträge überhaupt ein Zulagenkonto.
Genau genommen ist das
„RIESTERN”
ein einziger Verwaltungsalbtraum und ein Renditedesaster ohne Beispiel. Für die Riester – Anbieter wie Banken, Versicherungsgesellschaften und Bausparkassen, die die Kundenkonten ständig korrigieren sowie anpassen müssen, ist dieser anhaltende Verwaltungsalbtraum genauso unzumutbar wie für die Menschen in unserer Heimat.
Denn die meisten Riester – Verträge rechnen sich wegen der entstehenden hohen Verwaltungskosten unter dem Strich eben überhaupt nicht mehr. Dabei verlieren selbst Experten im Förderdschungel den Durchblick. Und die Banken, Bausparkassen und Versicherungsgesellschaften sind völlig unschuldig am Zulagen – Desaster.
Das bürokratisch aufwändige Zulageverfahren stand von Anfang an in der Kritik. Das untaugliche Verfahren hat das Problem der privaten Altersvorsorge nicht lösen können, sondern es höchstwahrscheinlich noch wesentlich verschärft. Die Mehrheit der Riester – Sparer sieht in der Förderbeantragung eine lästige Arbeit. Es wird also in absehbarer Zeit eine Flutwelle von Schadenersatzklagen geben. Nur noch wenige abhängig Beschäftigte wollen sich deshalb auf die Riester – Rente als privates Vorsorgeinstrument verlassen, denn das bestehende System funktioniert einfach nicht wie es sollte. Das ganze Modell wirkt bruchstückhaft und wird durch das Herumdoktern an immer neu auftauchenden Symptomen nicht tauglicher.
Die Missstände bei der Zulagenförderung deuten darauf hin, dass das bestehende System einfach niemals funktionieren kann.
Ein Systemwechsel ist also überfällig.
Die Menschen in unserer Heimat brauchen aber kein sogenanntes
IKEA – Modell,
sondern endlich eine verlässliche Möglichkeit fürs Alter vorzusorgen. Der von einigen Verbraucherschützern [ Nauhauser etc.
