Das Wort am Sonntag – 03. April 2011

Das Wort am Sonntag

Ethik-Tourismus

[ Wettlauf des Wohlfühlwettbewerbs ]

 

03. April 2011

 

Man trifft sie auf den großen Flughäfen dieser Welt. New York, Washington, Moskau, Peking, Neu Delhi, London, Paris, Genf, Wien oder Berlin, die sogenannten

Ethik - Touristen.

Immer in Eile, immer hoch wichtig und immer im Flugzeug. Sie gehören zur selbsternannten „Elite” des weltweiten

Ethik - Jet- Sets.

Diese Versprüher des vermeintlichen Wohlfühl- und Hilfsgedankens, diese vorgeblichen Dritte Welt Retter wissen alles oder nichts und man sieht sie selten an wirklichen sozialen Brennpunkten, in Dörfern ohne Wasser und Nahrung, denn darüber reden ist einfacher als diese Problemzonen zu beseitigen. In den letzten zehn Jahren ist dieser fragwürdige

Ethik - Jet- Sets.

einflussreicher und mächtiger geworden als zum Beispiel Vertreter der national agierenden Kirchenführer in Europa. Wo immer auf der Welt ein überflüssiges, sinnentleertes Palaver abgehalten wird – sind sie schon vor Ort. Diese Ethik – Touristen kommen hauptsächlich aus den Reihen der

Nichtregierungsorganisationen

[ sogenannte NGO's ]

und stellen bereits auf der ganzen Welt das größte Kontingent der Konferenzteilnehmer. Diese in der Regel recht jungen Ethik – Touristen verfügen oftmals über die besten akademischen Abschlüsse und haben Anfangs – Jahresgehälter, bei denen ihre Studien – Freunde, die in nationalen oder internationalen Konzernen tätig sein müssen, vor Neid erblassen. Direkt von der Universität, ohne ausreichende Lebenserfahrung, direkt in die Weltklasse der exponentiell wachsenden supranationalen Organisationen einsteigen und dem Rest der Menschheit erzählen, wie das Leben funktioniert, genau das ist deren „bemerkenswerte” Aufgabe. Den Angehörigen dieser außergewöhnlichen Abdrohnerklasse des

Ethik - Jet- Sets.

ist es völlig egal was sie machen, wenn es nicht in harter täglicher Arbeit ausartet oder tatsächlich von ihnen Problemlösungen gefordert werden. Wer also beste akademische Abschlüsse vorweisen kann, zwei bis drei Fremdsprachen fließend beherrscht und in der Regel aus „gutem Hause” stammt, versucht zunächst auf das Vergnügungskarussell des

Ethik - Jet- Sets.

aufzuspringen. Immer unterwegs, immer bestens Informiert und von den kleinen Problemen der Mittel- und Unterklasse in der Heimat keine Ahnung. Viel lieber genießt man in vollen Zügen die Welt und ihre Annehmlichkeiten und protzt vor den zurückgebliebenen Studienkollegen mit dem vermeintlich erworbenen sozialen Renommee. Durchleuchtet man kritisch das gesamte Szenario, dann erkennt man sehr schnell, was der DRSB seit Jahren als das volksschädliche

Brauksiepe - Syndrom

geißelt, denn die finanzielle Ausstattung und Ausgestaltung dieser Typen wird ausschließlich von den Steuerzahlern bestritten. Diese sogenannten

Staatsabdrohner

sind weder staatstragend, noch tragen sie zur Nutzmehrung des Volkes bei. Diese Angehörigen des

Ethik - Jet- Sets.

sind eine vom unserem Staat getragene völlig überflüssige „Sonderklasse”. Zunehmend beschleicht die Menschen in unserer Heimat, dass diese

Staatsabdrohner

gezielt herangezüchtet werden, damit der Neoliberalismus noch weiter ins Fleisch der Menschen getrieben werden kann. Denn diese Angehörigen des

Ethik - Jet- Sets.

werden in diversen nationalen und internationalen Gremien oder Organisationen geparkt, bis systemrelevante Positionen in unserer Heimat, der EU oder in der UN frei geworden sind. Ohne echte Lebenserfahrung werden diese

Staatsabdrohner

dann auf die Menschen losgelassen, verändern Gesetze zum Nachteil der Bevölkerung und dürfen auf Staatskosten weiter Herumschmarotzen. Sie kennen schon ihre „Kollegen” aus anderen Ländern vom internationalen Parkett und können so gemeinsam in die Traumwelten des Schlaraffenlands auf Kosten der abhängig Beschäftigten und aktuellen Rentenbezieher entschwinden. Es sei denn, man beginnt zeitnah damit, diese perversen und volksschädlichen Prozesse zu stoppen.

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