das kommunistische gespenst

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans – Josef Leiting

Düsseldorf, den 23. April 2008

 

 

> Das kommunistische Gespenst <

 

Oskar Lafontaine ist mit weitem Abstand noch immer der populistischste Protagonist der

neuen

Linkspartei.

 

Schon zu Zeiten als SPDler wusste er, wie man seine Parteigenossen auf Trab hält und alle verwirrt.

 

Viele überzeugte echte Sozialdemokraten fragen sich deshalb noch heute:

 

Was will Oskar eigentlich wirklich?

 

Der eifrige Jesuitenschüler glaubt noch heute, dass er sich mit seinen rhetorischen und dialektischen „Spielereien” immer wieder an die Spitze jeder Bürgerbewegung setzen kann.

 

Obwohl seine Linkspartei bis heute kein vernünftiges oder fest umrissenes Parteiprogramm hat, äußert Parteichef

 

Oskar Lafontaine

 

ständig neue, unklare Vorstellungen über eine verlässliche Sozialpolitik.

 

Wahrscheinlich hat der jetzt „dunkelrote Oskar” festgestellt, dass immer mehr Bürger die gesellschaftliche Einkommensmitte verlassen müssen.

Wer wirklich auf die Stimme der Bürger hört, vernimmt zurzeit, dass die Mehrheit der deutschen Bürger

 

Post- und Telekomdienste

 

wieder viel lieber im öffentlichen Besitz sehen würden.

 

Wer einmal den DHL-, Pin- oder TNT – Service so richtig genießen durfte, schimpft auch nicht mehr über die ehemaligen beamteten Postboten.

 

Sogar die deutsche Bahn wünscht sich eine breite Bürgermehrheit nach wie vor im Staatsbesitz.

Die neoliberale Privatisierungspraxis der Energiewirtschaft führte in den letzten beiden Jahren zu Monopolpreisen und mutierte zur reinen

 

Bürger - Abzocke.

 

Nicht nur die Stromnetze gehören deshalb in die öffentliche Hand, sondern auch die Energiekonzerne in ihrer Gesamtheit.

 

Deutschen Bürgern

 

erscheint es zunehmend sehr wichtig, dass Städte und Gemeinden keine weiteren Anteile ihrer Stadtwerke an private Investoren – so genannte Heuschrecken – veräußern.

 

Energieerzeuger, Post- und Fernsprechdienste sowie die Bahn

 

gehören in den kollektiven Besitz, weil sich das über viele Jahre bewährt hat und den deutschen Bürgern Nutzen brachte.

 

Weder

 

Konrad Adenauer noch Theodor Heuss oder gar Willy Brandt

 

waren oder galten als Kommunisten, wenn sie für die

Mehrung des Kollektiveigentums

eintraten.

 

In den sechziger, siebziger und auch noch in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts waren die Bürgermeister von Städten und Gemeinden froh, wenn sie Kollektiveinrichtungen, die allen Bürgen dienten, einweihen durften.

 

CDU-, CSU- oder manchmal auch FDP – Politiker

 

hätte damals für diese sozialen Leistungen niemand als kommunistisch eingestuft oder gar beschimpft.

 

Diesen Umstand will sich nun der

 

populistischste Links - Protagonist

Oskar Lafontaine

 

zu nutze machen, wenn er lauthals tönend Passagen des

 

kommunistischen Manifests

 

in das Parteiprogramm übernehmen möchte und eine weitgehende Verstaatlichung von wichtigen deutschen Konzernen fordert.

 

Damit setzt der Jesuitenschüler den letzten Rest seiner Glaubwürdigkeit aufs Spiel, denn zunehmend immer mehr Bürger bezweifeln die Redlichkeit seiner Motive.

 

Womöglich will Lafontaine die Sozialdemokraten vor sich her treiben, verhöhnen, desavouieren und sie so zu noch mehr Politik – Fehlern zwingen. In der Person des

SPD – Chefs Kurt Beck hat Lafontaine einen willfährigen und labilen Schüler gefunden.

 

Auch vor der ständig wachsenden

 

Altersarmut

 

der aktuellen Rentenbezieher und deren Ängste macht der vermutlich nur noch machtsüchtige Politveteran nicht mehr halt.

 

Mit seinen unkoordinierten Verbalattacken auf

 

CDU, FDP und Bündnis 90 / Die Grünen

 

versucht Lafontaine, quasi geschickt davon abzulenken, dass er im Kern ausschließlich allein auf die Sozialdemokraten fixiert ist.

 

Der

lafontainesche Rachefeldzug

 

gegen die neoliberalen Korporatisten in der SPD,

 

Schröder, Steinmeier, Steinbrück, Clement und Gabriel

 

artet schon heute in einen durchschaubaren schlichten

 

Nichtmit - uns - Politikkurs

 

aus und zeigt in aller Deutlichkeit auf, in welcher fatalen Situation sich die Linkspartei in Wahrheit befindet.

 

Oskar Lafontaines Luftschlösser

 

zeigen nur in eine Richtung, in die die Ex – PDSler und WASG – Träumer gehen:

 

Die politische Sackgasse!

 

Die Linke gewinnt Wähler und Mitglieder, die aus Enttäuschung, Verärgerung oder Frustration andere Parteiangebote nicht mehr annehmen möchten.

 

Nichts ist aber gefährlicher als der imaginäre Erfolg.

 

Deutsche Bürger

folgen damit einer vermeintlichen

Lichtgestalt, die bereits seit Jahren im Schatten steht.

 

Das ist der einzige Grund, warum der schwer angeschlagene

 

Oskar Lafontaine

 

zum politischen Rundumschlag ausholen möchte.

 

Die mögliche Enteignung von Aktionären, seine Attacken auf die SPD und sein geplanter Angriff auf das Bundesland Saarland sind für ihn ausschlaggebend, wenn er das

 

kommunistische Manifest von 1848

 

für eine Art Gründungsurkunde des modernen Sozialismus in der Welt hält.

 

Das von

Karl Marx und Friedrich Engels

 

in London verfasste Grundsatzpapier der echten Kommunisten war schon damals an Untauglichkeit kaum zu überbieten und hat mit einer

 

modernen Sozialstruktur für eine harmonische Gesellschaft

 

nicht das Geringste zu tun.

 

Die behutsame Rückführung von privatisiertem ehemaligem Kollektiveigentum führt zu tief greifenden Veränderungen der Eigentümerstrukturen und kann deshalb nur schrittweise und auf der Basis des deutschen Grundgesetzes erfolgen.

 

Im Vordergrund muss immer die Nutzmehrung für alle Bürger stehen.

 

Die „neuen” „alten” Linken haben aber die Politik bereits im Kern von Deutschland verändert.

Von der CDU über die SPD bis hin zur FDP oder gar Grünen redet man plötzlich völlig anders über die Möglichkeiten von „Reformen”,

 

verändert aber so gut wie nichts.

 

Das legt doch die Vermutung nahe, dass es diesen Parteien an einer wirklich echten Persönlichkeit, einer so genannten

 

Lichtgestalt

 

fehlt, die mit Glaubwürdigkeit, Fachwissen und Überzeugung die deutschen Bürger begeistern kann.

 

Das wäre aber nicht nur politisch notwendig, sondern im Sinne aller Bürger wünschenswert.

 

Solange aber Kurt Beck weiterhin erkennbar schwächelt und Walter Steinmeier sowie Sigmar Gabriel oder Peer Steinbrück ihre Tauglichkeit als Palastrevolutionäre testen, werden die deutschen Bürger dem falschen „Propheten Oskar” folgen.

 

Dass Walter Steinmeier einer der wichtigsten Architekten der Agenda 2010 ist, wird ohnehin immer mehr Bürgern bewusst.

 

So etwas passt ganz sicherlich nicht zu einer echten

 

deutschen Sozialdemokratie.

 

Die Politik der großen Koalition aus CDU / CSU und SPD ist gescheitert, denn obwohl die Wirtschaft kräftig gewachsen ist, sanken die realen Einkommen in Deutschland massiv.

 

Das ist eine Folge der verfehlten

 

Armuts - Agenda 2010 und der unseligen HartzIV- Gesetze,

 

für die im gleichen Maße die SPD wie auch Bündnis 90 / Die Grünen verantwortlich sind.

 

Der Grünenarchitekt der Agenda 2010,

 

Reinhard Bütikofer,

 

sucht womöglich deshalb ein neues weniger sichtbares „Betätigungsfeld” in Brüssel.

 

Verschleiern hilft aber auf Dauer nicht weiter und schadet den betroffenen Parteien in einer Langzeitbetrachtung wesentlich mehr als ursprünglich angenommen.

 

Die Mächtigen und das Kapital haben seit Jahren auf dem Altar der gewissen- und zügellosen

Handelsfreiheit

 

zahllose verbriefte und im sozialen Umfeld redlich erworbene Freiheiten der Bürger schrittweise geopfert.

 

Die politischen Illusionen von der so genannten

 

sozialen Marktwirtschaft

 

wurden abgelöst durch eine unverhüllte direkte Ausbeutung der deutschen Bürger.

 

Der Rückgriff durch den populistischste Protagonist der neuen Linkspartei,

 

Oskar Lafontaine,

 

auf die kommunistische Kampfschrift zeigt recht deutlich, dass die Linkspartei im Kern unverändert ist und den politischen Ballast und Schmutz der alten Staatspartei SED noch immer mit sich herumträgt.

 

Die Sätze des kommunistischen Manifestes mögen für viele Alt – SEDler und Alt – DKPler

hochaktuell sein, für die meisten deutschen Bürger in Ost und West wird ein

 

> kommunistisches Gespenst <

wiederbelebt, das niemandem auch nur die geringste Nutzmehrung bescheren wird.

 

Eine wirre Logik der Kommunisten hat mit der Realität eines

modernen und leistungsfähigen Sozialstaates

nichts gemeinsam.

 

Wenn

Oskar Lafontaine

 

nun bei Marx und Engels neue Anregungen sucht, gehört er genauso wie diese geistigen Väter des Kommunismus auf das

 

Abstellgleis der Geschichte.

 

 

 

DRSB

 

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