dampf ablassen 50 08

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans – Josef Leiting

Düsseldorf, den 10. Dezember 2008

 

 

Dampf ablassen
Das demokratisch soziale Ventil - 50. Kalenderwoche 2008

Leserbriefe von DRSB - Lesern

 

 

Die Leserbriefe wurden nach Themengebiete aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.

Der DRSB e.V. versichert allen Lesern, dass der Wunsch nach Anonymität respektiert und gewahrt bleibt.

 

An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.

 

 

1. Leserbrief / anonymisiert

 

Herrn RA

Andreas Kallen

Vorsitzender der Rechtskommission

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Ikenstraße 8

40625 Düsseldorf

 

XXXXXXXX, den 01. Dezember 2008

 

Bombay

 

Sehr geehrter Herr Kallen,

 

die Spannungen zwischen Indien und Pakistan kochen langsam hoch und werden den Siedepunkt schnell erreichen können. Wie von Ihnen vorhergesagt, schalten sich die USA in die Auseinandersetzung ein und schicken ihre Außenministerin nach Indien.

Diversen Medienberichten zufolge hatte der einzig überlebende Angreifer dieser verabscheuungswürdigen Anschlagsserie Verbindungen zu einer in Pakistan ansässigen Rebellengruppe. Deshalb macht die indische Regierung bestimmte Elemente in Pakistan für die Angriffe verantwortlich. Der indische Außenminister drohte sogar der Führung des Nachbarlandes ernsthaften Konsequenzen.

Der pakistanische Präsident Aisf Ali Zardari forderte Indien bereits auf, nach den Anschlägen voreilig keine Konfrontation zu suchen. Extremisten hätten die Macht, in der Region Krieg zu stiften, mahnte Aisf Ali Zardari in einem Interview der Financial Times. Die verfeindeten Nachbarn dürften dieser Provokation nicht nachgeben. Es gibt zwar keinen direkten Zusammenhang zwischen diesen Taten, Ihrem Artikel und dem Diktum Strucks. Aber der bezeichnende DRSB – Artikel „the party is over now” zeigte vor diesen Anschlägen auf, welche politischen Wendungen die amerikanische Geopolitik nehmen kann.

Vermutlich sollen die Ereignisse in Mumbai allen Menschen zeigen, dass es immer wieder Nachahmertaten geben wird. Vor dem Hintergrund der durch die Anschläge wachsenden Spannungen zwischen Indien und Pakistan wird die noch amtierende

US – Außenministerin Condoleezza Rice am 03. Dezember 2008 in Neu Delhi erwartet. Mit dieser Reise der US – Außenministerin bestätigt für mich der scheidende US – Präsident George W. Bush die DRSB – Thesen vollumfänglich. Denn dieser Besuch soll die Entschlossenheit und Solidarität der USA mit dem indischen Volk demonstrieren. Gemeinsam wolle man dafür sorgen, dass diese Extremisten zur Rechenschaft gezogen werden, lauten die wieder mal groß tönenden Worte aus Washington.

Zeitgleich kündigte die indische Regierung eine Verschärfung ihres Antiterrorkampfes an.

Dafür will man, wie in den USA, eine zentrale Ermittlungsbehörde aufbauen und die Überwachung des indischen Luftraums sowie der Küstengewässer verbessern.

Es wird dabei geflissentlich von den Medien unterschlagen, dass seit Beginn dieses Jahres in Indien bei Bombenanschlägen und Terrorangriffen weit mehr als 450 Menschen getötet worden sind.

Auch glaube ich nicht, dass die DRSB – Strategen für die Bush – Administration Regie führen oder Amerikaner in moderner Geopolitik schulen. Obwohl, wenn man aufmerksam Ihre Analysen und Artikel ließt, könnte man den Politikern in Washington eine solche Empfehlung durchaus aussprechen. In diesem Zusammenhang habe ich mir nochmals das Handout des DRSB – Vortrages Ihres VV zum Thema Geostrategie im 21. Jahrhundert durchgelesen. Sollte das darin beschriebene Szenario zur Wirklichkeit werden, stehen uns „große Abenteuer” bevor.

 

Räumen Sie deshalb auch in Zukunft mit Vorurteilen und Falschinformationen auf. Zeigen sie allen Deutschen die ungeschminkte Wahrheit. Machen Sie weiter so.

 

Mit vorzüglicher Hochachtung

DER VERFASSER

 

 

 

2. Leserbrief / anonymisiert

 

Herrn

Andreas Kallen

Rechtsanwalt und Vorsitzender

der Rechtskommission des DRSB e.V.

Ikenstraße 8

40625 Düsseldorf

 

XXXXXXXX, den 30. November 2008

 

The party is over, now!

 

Sehr geehrter Herr Kallen,

 

tausende unschuldiger Touristen sitzen in Bangkok fest und der Polizeichef sowie die Sicherheitskräfte sind offensichtlich machtlos oder überfordert. Seit mehreren Tagen ist Bangkoks internationaler Flughafen in der Hand von Regierungsgegnern.

Dieser „außergewöhnliche” Belagerungszustand auf den beiden wichtigsten Flughäfen Bangkoks hält an. In den nächsten Wochen und Monaten muss in Bangkok mit weiteren möglicherweise gewaltsamen Demonstrationen und Zusammenstößen gerechnet werden. Ist das schon das von Ihnen beschriebene südostasiatische Debakel?

Längst sind weltweit in vielen Staaten vorsorglich Reisewarnungen ausgesprochen worden.

Der Schaden, der vom Tourismus abhängigen thailändischen Wirtschaft derzeit entsteht, lässt sich kaum beziffern. Es ist zu befürchten, dass wenn die Belagerung der Flughäfen weiter andauert, die Zahl der gestrandeten Reisenden schnell auf 200.000 oder 300.000 ansteigen kann. Die Lage scheint verfahren zu sein und lässt die Frage aufkommen, ob das schon die ersten Auswirkungen der neuen Geopolitik der USA sind.

 

Für meine Freunde und mich entsteht der Eindruck, als würden die Vorboten der zu erwartenden Obama – Politik schon das „Weihnachtsfest des Terrors” einläuten.

Denn die Demonstranten sind erstaunlich gut organisiert und sehr diszipliniert.

Nicht nur Tütensuppen, Red Bull und sonstige Vollverpflegung wird ausgegeben, sondern es wird auch auf saubere Toiletten peinlich genau geachtet. Das Alles erweckt bei uns den Eindruck, dass die amerikanischen NGOs, ähnlich wie damals in der Ukraine, im Hintergrund die Fäden in der Hand halten.

Ordnung muss eben nach den Vorstellungen der Amerikaner sein, selbst wenn man Revolution machen will.

Die heißblütigen „Revolutionäre” tragen gelbe Hemden und Sonnenschirme, auf denen

„I love the King”

steht und skandieren:

„Wir bleiben, bis diese korrupte Regierungstruppe weg ist”.

Singen, herumtanzen und schunkeln auf dem Flughafen, das alles wirkt ein bisschen so wie im Karneval in Mainz, Köln oder Düsseldorf.

Die ausschließlich bürgerlichen Revoluzzer verfolgen dabei höchstwahrscheinlich die geopolitischen Ziele der USA, wie sie der DRSB in dem Artikel

- the party is over, now -

beschrieben hat.

Bitte setzen Sie diese Artikelserie fort, denn dadurch machen Sie die Planungen der USA für weitere Exploitationen noch transparenter.

 

Mit freundlichen Grüssen

DER VERFASSER

 

 

DRSB

 

Wir kämpfen seit 20 Jahren mit der Stimme der Demokratie

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