DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
> Dampf ablassen 36 KW<
Leserbriefe
von
DRSB - Lesern
Meerbusch, den 08. September 2007
Vermehrt erreichen die DRSB – Redaktion Leserbriefe, die sich mit den DRSB – Artikeln auseinander setzen.
Viele DRSB – Leser äußern in ihren Briefen den Wunsch nach einer Veröffentlichung.
Sehr häufig wird der DRSB e.V. gebeten, die Leserbriefe aus Angst vor Geschäftspartnern, Vorgesetzten, Bekannten und / oder Nachbarn anonymisiert zu veröffentlichen.
Da sich die Veröffentlichungswünsche wöchentlich verstärken und die DRSB – Redaktion die Namen und Anschriften der Verfasser kennt und überprüft hat, werden wir mit dem Beginn der 35. Kalenderwoche 2007 jeweils bis zu 3 Leserbriefe im Internet darstellen.
Die Leserbriefe wurden nach Themengebiete aufgeteilt und die heutigen Leserbriefe wurden von der DRSB – Redaktion nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.
Der DRSB e.V. versichert allen Lesern, dass der Wunsch nach Anonymität respektiert und gewahrt bleibt.
1. Leserbrief / anonymisiert
An den Vorstand des
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Rudolf – Lensing – Ring 75
40670 Meerbusch
XXXXXXXX, den 06. September 2007
Ihr Artikel über Filmfonds
Sehr geehrte Damen und Herren,
als ehemaliger Mitarbeiter und angestellter Steuerberater einer größeren Steuerberatungsgesellschaft war ich hauptsächlich mit der Betreuung eines großen Filmfonds, dessen Namen ich hier selbstverständlich nicht nennen möchte, beauftragt.
Die Veröffentlichungen Ihrer Steuerkommission haben mich sehr beeindruckt.
In Ihrer Kommission sitzen offensichtlich keine Kommissionsmitglieder, die ihr Geld im Elfenbeinturm der Wissenschaften verdienen.
Ihre Kommissionsmitglieder verfügen nach der Qualität der Ausarbeitungen neben einer wissenschaftlichen Ausbildung über eine umfangreiche praktische Erfahrung und kommen zum Teil, so meine Vermutung, aus verschiedenen Abteilungen der Finanzverwaltung.
Ihre enorm tief greifenden Analysen zum Thema Rente lassen erkennen, dass zwischen den Kommissionsmitgliedern seit Jahren eine lebhafte und zielführende Diskussion stattfindet.
In meiner langjährigen Tätigkeit bei der großen Steuerberatungsgesellschaft hatte ich überwiegend Filmfonds beraten.
Durch die Betreuung der Filmfonds habe ich über die Initiatoren der Filmfonds auch hinter die Kulissen schauen können.
Das Gelächter in der Branche, natürlich hinter vorgehaltener Hand, über das wie allgemein gesagt wird „Stupid german money” war riesengroß.
Sätze, wie zum Beispiel:
Die Kaufen sich für gutes Geld schlechte Steuerersparnisse ein!
Wenn die steuern sparen wollen helfen wir doch gerne!
waren Gang und Gäbe.
Meine Steuerberatungsgesellschaft und andere Dienstleister haben mit den Filmfonds schließlich auch viel Geld verdient.
Drumherum gab es dann noch weitere, nicht zu verachtende Annehmlichkeiten. Die Gelder der Anleger wurden zum Teil ohne Sicherheiten nur so „herausgeschossen”.
Mit Ihrem Artikel „Stupid German Money” treffen Sie nach meinen Erfahrungen den Nagel auf den Kopf.
Von der Branche wurde mit den Politikern in Berlin immer eine angenehme und kommunikative Beziehung gepflegt und herausgestellt, wie wichtig eine Förderung der Filmbranche für Kultur und Beziehungen zwischen den Völkern doch ist.
Über die Hilflosigkeit der Politiker um Umgang mit den steuerlichen Vorschriften wurde ebenfalls lauthals gelacht.
Erst mit Ihren Veröffentlichungen über den Verein Atlantik – Brücke ist mir jetzt klar geworden, welche wirtschaftlichen Kräfte und Mächte hinter der Branche stecken mögen.
So sind mir spontan folgende Fragen durch den Kopf geschossen:
Wird die unsinnige steuerliche Förderung von Filmfonds in Deutschland für die amerikanische Filmindustrie über den Atlantik – Brücke e.V. gesteuert?
Sitzen in den deutschen Parlamenten Lobbyisten der amerikanischen Filmindustrie?
Wie ist es möglich, dass der deutsche Staat nach 40 Jahren kein geeignetes Mittel findet, dem – Steuerkrebsgeschwür – Filmfonds habhaft zu werden?
Daneben würde mich brennend interessieren, welche Reaktionen Sie auf Ihre Anregungen aus der Initiative 20 / 70 von Politikern erhalten haben?
Waren die schleppenden staatlichen Sanktionen von Filmfonds vielleicht doch nur reine Lippenbekenntnisse, wie von mir schon immer vermutet wurde?
Wie hoch mögen der volkswirtschaftliche Schaden und die Steuerausfälle aus den Filmfonds seit den siebziger Jahren sein?
Aus einer distanzierten Betrachtung wird mir klar, gegen welche Widerstände Sie mit Ihrem Verein ankämpfen.
Bitte behalten Sie Standvermögen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
VERFASSER
2. Leserbrief / anonymisiert
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Rudolf – Lensing – Ring 75
40670 Meerbusch
XXXXXXX, den 03. September 2007
DER DRSB INTERNETAUFTRITT
Sehr geehrte Damen und Herren,
an unserer Universität wird in einem Kolloquium Ihr Internet – Auftritt ausführlich studiert und analysiert.
Nach dem bisherigen politischen Weltbild war ich und auch andere Studienkollegen der festen Überzeugung, dass die einzelnen Parteien in Deutschland vertikal nebeneinander in Konkurrenz um die beste Politik für ihre Wählerschaft bemüht sind.
Dass die Vorzeigepolitiker aller Parteien jedoch horizontal miteinander verwoben sind und in geschlossenen Zirkeln, wie dem von Ihnen beschriebenen Bund der
Atlantik – Brücke, gemeinsame Sache machen, kommt uns wie eine Volksverdummung vor.
Selbst unser Professor musste zugeben, von diesem Bündnis keine Kenntnis zu haben.
Wenn Merkel & Co. mit dem Chefredakteur der Bild-Zeitung, Kai Diekmann, gemeinsam im Vorstand der Atlantik – Brücke sitzen, erklärt schon, warum neoliberale Politiker permanent in der Bild-Zeitung zu >Gewinnern des Tages< ausgerufen werden und in Berichten >gesund< geschrieben werden.
Ein Umfrageergebnis, wonach unsere Bundeskanzlerin zu 76 % uneingeschränkte Zustimmung in der Bevölkerung genießen soll, ließ in bei uns Zweifel an der Seriosität der Umfrage aufkommen.
Bei unseren nunmehr täglichen Analysen von ausgesuchten Zeitungen fällt schon mal spaßeshalber der Spruch, heute stimmen in der Bild-Zeitung mal wieder nur das Datum und die Fußball-Ergebnisse.
Aus den Gesprächen mit meinen Kommilitonen wird zu unserer Bundeskanzlerin zum Beispiel ganz lapidar gefragt:
Wann arbeitet die denn, wenn die permanent auf Achse ist?
Welche Reformen kommen eigentlich voran?
Ist sie schon wieder auf den richtigen Weg?
So ist uns in der gesamten Diskussionen auch zu Ohren gekommen, dass bei der Veranstaltung – Sabine Christiansen – die Akteure bei einem gemütlichen Abendessen friedlich beisammensitzen und sie dem dummen Volk, das sich zu dieser Zeit die Aufzeichnung beglückt und entzückt vorm Fernseher anschaut, wieder etwas vorturnen konnten.
Ihren Internet-Auftritt werden wir somit weiterhin verfolgen und bitten für wissentliche Zwecke um Ihre Zustimmung zur Veröffentlichung von Teilen Ihrer Website.
Gerne können auch Sie auch auf unsere Auswertungen zurückgreifen.
Telefonisch erreichen Sie mich mobil unter der Rufnummer XXX XXXXXXX.
Mit freundlichem Gruß
DER VERFASSER
3. Leserbrief / anonymisiert
Herrn
Udo Piasetzky
Vorstandsmitglied
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Rudolf – Lensing – Ring 75
40670 Meerbusch
XXXXXXXX, den 05. September 2007
Ihre Presse – Veröffentlichungen
Sehr geehrter Herr Piasetzky,
die internationale Finanzkrise macht vielen unserer Kunden Angst:
Warum sind staatliche und halbstaatliche Banken in Deutschland so überdimensional an den Verlusten aus der subprime – Hypothekenkrise in den USA beteiligt?
Haben vielleicht deutsche Politiker aus der Vereinigung Atlantik – Brücke Unterstützung in Amerika zugesagt?
Ist eine solche These abwegig?
Bei einer Rentenkürzung von 15 % ist es natürlich leicht, Gelder zur Stützung von staatlichen Banken auszugeben, um die genialen Ideen von Politikern, die gerne mal Banker spielen wollen, auszugleichen.
Ist es vielleicht möglich, daß deutsche Banken durch politischen Einfluss neoliberaler Kräfte, amerikanische Finanzlöcher stopfen müssen?
Werden die Unkosten des imperialen Finanzsystems in den USA nicht direkt oder indirekt durch aktuelle und zukünftige Rentenbezieher in Deutschland finanziert?
Ich freue mich jede Woche auf weitere spannende und interessante Analysen und Enthüllungen von Ihnen.
Mit freundlichen Grüßen aus XXXXXX
DER VERFASSER
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