„Dampf ablassen“
Leserbriefe von DRSB - Lesern
Spezialausgabe zum Thema
„Wulff – Desaster“
21. Dezember 2011
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E – Mail / anonymisiert
Ist der Bundespräsident Wulff nur ein Bauernopfer, Mittel zum Zweck, das Opfer eines abgekarteten Spiels oder ist alles Drumherum nur reiner Zufall? Bekanntlich geht es den Mächtigen immer nur um das Geld.
Das Geld in Europa ist der Euro.
Mit aller Gewalt soll der Euro erhalten bleiben, damit sich kein Land in Europa dem globalen Druck auf die Gesamtheit der Euroländer entziehen kann. Zwischen den einzelnen US – Bundesstaaten gibt es keinen Haftungsverbund. Dieser Haftungsverbund soll aber in Europa über den Eurobonds mit aller Gewalt durchgesetzt werden, damit alle Staaten für alle Schulden haften.
Die Gretchenfrage lautet:
Wer hat daran Interesse?
Denn dieses Modell funktioniert national zwischen den einzelnen Bundesländern in Deutschland nur noch mit großem Widerstand zwischen den Bundesländern und den Parteien. In den demokratischen Parteien gibt es aber vereinzelt noch verantwortungsbewusste Politiker, die dieses Spiel durchschauen. Die Forderung nach einer Rückkehr zur D – Mark aber wagt trotzdem noch keiner offen auszusprechen. In der SPD und bei den Grünen besteht nach außen uneingeschränkte Zustimmung zum Euro und zu den Eurobonds. Wie sollen sich die Parlamentarier in einer offenen Abstimmung auch anderes verhalten? Ansonsten wäre es nämlich mit der Herrlichkeit und der Teilnahme an der Macht vorbei. Es gab nur eine Handvoll Mutiger. Keiner glaubt, dass Steinbrück das Spielchen um den Euro nicht versteht. Sein Bad – Bank – Modell spricht Bände. Ähnlich wie bei Westerwelle muss es wohl ein sehr erhabenes Gefühl sein, einmal an der Spitze der Macht stehen zu dürfen.
Warum kommt nach Jahren
ausgerechnet jetzt das Thema Wulff hoch?
Warum fällt der Freund und Kreditgeber ihn mit seinen widersprüchlichen Aussagen in den Rücken? Ist der Kreditgeber vielleicht erpressbar? War er in Wirklichkeit gar nicht der Kreditgeber? Auch alle anderen Negativschlagzeilen der letzten Wochen in der Presse betreffen ausschließlich Schwarz / Gelb! Bereiten die Mächtigen der Welt mit einem hinterlistigen Masterplan Neuwahlen in Deutschland vor, damit die uneingeschränkten Eurobonds – Befürworter an die Macht kommen? Die berechtigte Kritik an dem Bundespräsidenten kommt erstaunlicherweise auch aus der Richtung, aus der es so richtig keiner erwartet hat. Auch ist es erstaunlich, dass zeitgleich zu diesem Fiasko Lindner als Generalsekretär bei der FDP hinschmeißt. Über die möglichen Auswirkungen seines Rücktritts für das Fortbestehen der Koalition und dem Risiko von Neuwahlen wird sich Lindner im Klaren gewesen sein. Vielleicht wurde für den ewigen Grinser bereits im Vorfeld eine politische und wirtschaftliche Auffangposition geschaffen. Auch stellt sich die Frage, warum von den Atlantik Brücken Netzwerkern kurze Zeit vorher – vermutlich ohne Absprache innerhalb der SPD – versucht wurde, Steinbrück als zukünftigen Bundeskanzler ohne Not jetzt schon zu platzieren. Deutet alles auf eine planmäßige Vorbereitung für Neuwahlen hin? Wäre eine vorgezogene Bundestagswahl für eine möglicherweise vorgegebene Einführung von Eurobonds dienlich? Wird die Zeit für die Mächtigen bis zur Bundestagswahl im September 2013 zu knapp? Brauchen die USA jetzt wieder dringend frisches Geld aus ganz Europa? Einzelne Politiker sind möglicherweise bereit, jeden Preis für die Machteroberung zu zahlen. Für eine entsprechend gute Presse würde dann schon gesorgt werden. Bei den selbst ernannten Gutmenschen stellen sich mögliche Bedenken erst gar nicht, höchstens die Frage, woher die Grünen in 2010 die Informationen über den Wulff – Kredit haben.
Eins ist klar:
Das Wulff Desaster kostet die Koalition reichlich Stimmen. Und täglich wird das Chaos weiter befeuert. Bis zu den Neuwahlen?
Alles Zufälle? Alles Verschwörungstheorien?
Oder „Wulff“ mal so ganz anders?
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