Dampf ablassen – 16. Juli 2011

Dampf ablassen

Spezialausgabe zum Thema

Bernd Raffelhüschen

[ Professor an der Freiburger Universität ]

 

Leserbriefe von DRSB - Lesern

 

16. Juli 2011

 

Ihre Leserzuschriften und Leserinformationen können für alle DRSB – Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein.

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Die Leserzuschriften werden nach Themengebieten aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.

An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.

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Einleitender Kommentar des DRSB

 

Für viele zukünftige und aktuelle Rentenbezieher in unserer Heimat ist der Freiburger Professor nur noch ein rotes Tuch. Seit seinem Auftritt in Jever reißt die Protestwelle in unserer Heimat nicht ab. Die Menschen fragen sich womöglich zu Recht:

Warum darf sich ein

deutscher Professor solche Gemeinheiten erlauben?

Wer schützt diesen vermeintlichen [ Hass- ] Protagonisten?

Wann erfolgt endlich die Abberufung?

Lesen Sie die Briefe von Ewald Eden zu diesem Skandal in Jever. Als Anhang finden interessierte Leser noch einmal den DRSB – Artikel vom 26. Juni 2007

Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen

Der Hellseher und Heilsbringer aus dem Breisgau?

Bis heute hat sich nichts geändert, sodass viele verärgerte Menschen in unserer Heimat auf das konsequente Durchgreifen des ersten grünen Ministerpräsidenten im Land Baden – Württemberg

Winfried Kretschmann

hoffen. Ein spannendes Szenario, denn der Kern der Frage ist doch:

Traut sich der „MP“ durchzugreifen – oder traut er sich nicht?

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Offener Brief

an den Ministerpräsidenten des Landes Baden – Württemberg,

Winfried Kretschmann

 

Sehr geehrter Herr Kretschmann, verehrter Herr Ministerpräsident,

 

seit meinem „Offenen Brief“ [ siehe unten ] an Sie als oberster Dienstherr des Landes Baden-Württemberg bezüglich der hetzerischen Äußerungen des Bernd Raffelhüschen – seines Zeichens Professor und Inhaber eines Lehrstuhls an der Freiburger Universität – bei seinem Auftritt vor den versammelten illustren jeverländischen Honoren anlässlich eines Jubiläums der Volks- & Raiffeisenbank Jever sind mittlerweile 4 Wochen verstrichen.

Vier Wochen, in denen die Wut der von Raffelhüschen arrogant und geschmacklos verhonepipelten älteren Menschen im Lande beständig wächst. Vier Wochen, in denen die Enttäuschung der von dem Freiburger Professor Raffelhüschen auf frotzelige Art vor den Kopf gestoßenen und schändlich beleidigten Seniorengenerationen Deutschlands, über das zögerliche Verhalten der Stuttgarter Landesregierung in gleichem Maße wächst.

Ihre Bescheidung meiner Aufforderung an Sie, als oberster Dienstherr, in dieser Sache tätig zu werden, die Einlassung des Raffelhüschen abwarten zu wollen, habe ich – haben wohl alle im Lande respektiert. Für ein zu langes Schweigen der Stuttgarter Staatskanzlei wird es allerdings bei den Betroffenen im Lande kein Verständnis geben.

Machen Sie sich, bitte, nicht die Einstellung christlich – demokratischer oder anderer Regierungschefs zu eigen, die da war und ist:

„Die Hunde bellen und die Karawane zieht weiter.“

Ein solches Handeln stünde Ihnen als erstem „Grünen“ Ministerpräsidenten gar nicht gut zu Gesicht.

Friesische Grüße aus dem Norden der Republik in das „Dreizackenstern“ Land im Süden.

 

Wilhelmshaven, am 15. Juli 2011

Ewald Eden

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Offener Brief

an den Ministerpräsidenten des Landes Baden – Württemberg,

Winfried Kretschmann

 

Sehr geehrter Herr Kretschmann,

der Name Raffelhüschen – Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen – ist Ihnen sicher kein Unbekannter. Wie wir alle wissen, hat er einen Lehrstuhl an der Freiburger Universität inne. Dieser Professor Raffelhüschen hat am 23. Mai 2011 in einer Rede vor der versammelten Führungsriege der Volksbank Jever die ältere Generation mit der Benennung als nichtsterbenwollende Hundertjährige und als Zombies aufs tiefste verhöhnt und beleidigt. Dieser Vergleich des Raffelhüschen läßt das Schreckgespenst der NS – Euthanasie wieder auferstehen. Ich wende mich nun an Sie, als den obersten Dienstherrn des Landes Baden – Württemberg, der Sie und ich der gleichen End- und Nachkriegs-Generation angehören. Ich wende mich auch an Sie, als an einen Menschen, der wie ich die unglaublichen Aufbauleistungen unserer Eltern nach dem schamvollsten Kapitel der deutschen Geschichte begleitend miterlebt hat.

Ich wende mich an Sie, mit der Bitte – nein, mit der Aufforderung, dem schändlichen Treiben dieses Raffelhüschen von der Freiburger Universität endgültig ein Ende zu bereiten. Wenn dieser sogenannte Professor weiterhin

ungehindert durch unser Land ziehen und die ältere Generation – oft unter dem Beifall der jeweils örtlichen Finanz- und Wirtschaftsvertreter – diffamieren, ja sogar aufs schändlichste beleidigen darf, dann wird eine Protestwoge ungeahnten Ausmaßes nicht nur die Raffelhüschens hinwegfegen. Die Misere um Stuttgart 21 hat ja in den Köpfen der Menschen [ und in dem manches Politikers ] in Deutschland einen Schimmer der Ahnung von den Folgen letztendlich unkontrollierbarer Bevölkerungswut entstehen lassen. Beenden Sie die Zerstörungstour des Freiburger Professors, damit er nicht mehr kreuz und quer durch unser Land ziehen und die Generationen gegeneinander aufhetzen kann. Ich denke, bei Ihnen nicht auf taube Ohren zu stoßen und wünsche unserem Lande und den Menschen hier, dass Sie das Richtige tun – und zwar schnell und konsequent. Auch gegen die zu erwartenden Widerstände der Finanz- und Versicherungslobbyisten.

 

Wilhelmshaven, am 20. Juni 2011

Ewald Eden

E-mail:

ewald.eden@yahoo.de

www.textparadies.npage.de

 

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Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen

Der Hellseher und Heilsbringer aus dem Breisgau?

 

26. Juni 2007

 

Seit dem Bestehen der Menschheit wächst der Wunsch, in die Zukunft zu schauen und vor Anderen zu wissen, was morgen passiert. Heerscharen von Hellsehern, Wahrsagern, Magiern und Hexenmeistern versuchten ihr Glück und scheiterten bis heute kläglich.

Im Mittelalter kam zum Scheitern auch noch das Risiko der Verbannung oder gar Verbrennung hinzu.

Hellsehen schadet eigentlich niemanden, denn wenn auf paranormalem Wege Informationen durch „Hellseher“ beschafft werden, dann meistens gegen „Honorar“ für Mitmenschen, die gegenüber einfachen Bürgern einen „Wissensvorsprung“ erlangen möchten. Dabei werden die „Hellseher“ sehr oft mit Astrologen, Handlesern, Kartenlesern und Wahrsagern verwechselt. Auch die fragwürdige „Kunst“ der so genannten „Traumdeuter“ hat mit dem „Hellsehen“ nichts zu tun.

Die vermeintlichen Hellseher sind meistens extrem „sensibel“ und versuchen auf dem Weg der normalen, manchmal besonders trainierten Sinne die Gefühle des Kunden zu deuten. Die Wissenschaft konnte bis heute nicht beweisen, dass es tatsächlich Hellseherei gibt. Gleiches trifft auch auf

Wahrsagen, Kaffeesatzlesen und Kartenlegen

zu. Selbst die Vorhersagen „prominenter“ Wahrsager beweisen Jahr für Jahr die Unfähigkeit, mit diesen Methoden Zukunftsereignisse vorherzusagen. Die Trefferquoten

sind äußerst gering und erfahrungsgemäß reiner Zufälle. Trotzdem ist die Verlockung zu groß, so dass Bürger, Manager und Politiker immer wieder versuchen, einen

Wissensvorsprung

zu erlangen. In der Gegenwart einen Informationsvorsprung zu erhalten, wie das „Morgen“ aussieht, öffnet somit vielen vermeintlichen „Heilsbringern“ Tür und Tor.

Immer häufiger tauchen neue „bahnbrechende“ wissenschaftliche Methoden auf, die Vorhersagen ermöglichen sollen. Kritische Stimmen behaupten, dass die

Hellseher und Wahrsager

aus den Desastern im Mittelalter gelernt haben und heute ihr „Handwerk“ gerne auf wissenschaftliche Untersuchungen abstützen. Seriöse Wissenschaftler sehen auch in diesen neuen Wegen eine moderne Art von Hellsehen und Wahrsagerei.

Da Zukunftsvorhersagen meist keine theoretischen Grundlagen besitzen und praktisch aus dem Nichts Schlussfolgerungen ziehen, missbrauchen Mantiker immer häufiger scheinbar wissenschaftliche Erklärungen für die Funktionsweise der Vorhersage.

Bis heute gibt es in den USA keinerlei Meldepflicht.

Hochrechnungen von finanziellen Entwicklungen für Sozialsysteme und Sozialleistungen werden ohne realistisches Zahlenmaterial zum Lotteriespiel. Nun müssen auch amerikanische Politiker Haushaltspläne aufstellen und Vorausberechnungen anstellen, wenn sie einigermaßen verlässlich die Entwicklung der Staatsverschuldung beurteilen wollen. Hauptsächlich aus den vorgenannten Gründen begannen Anfang der 90ziger Jahre im vorigen Jahrhundert an der US – Universität in Boston Wissenschaftler mit der Entwicklung von neuen

Vorhersagemethoden“.

Bernd Raffelhüschen

befasste sich damals an der deutschen Universität in Kiel mit den Themen des demographischen Wandels sowie der weiteren Entwicklung von Systemen der sozialen Sicherung.

So ist es nicht verwunderlich, dass der ehrgeizige Nachwuchswissenschaftler an vermeintlich innovativen Prognose – Systemen interessiert war.

Raffelhüschen

mischte demzufolge an der Universität Boston kräftig mit.

Heraus kam ein Ergebnis, das bis heute in seriösen Kreisen der Wissenschaft noch immer auf Kritik und oftmals sogar auf heftigen Widerstand stößt. Das US – Monsterwerk zur Bestimmung von Vorhersagen heißt

Generationenbilanzierung“.

Nach der Auffassung seines deutschen

ProtagonistenundMeisters

sollen damit valide Vorhersagen bis zu einem Zeitfenster von

100 Jahren

möglich sein. Da hat die alte „Glaskugel“ so mancher Hellseher in Bonn und Berlin ausgedient. Auch erfahrene Tarot – Kartenleger in der Schweiz kommen bei den Aussagen von Raffelhüschen aus dem Staunen nicht heraus. Der Professor für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft, an der Universität Freiburg,

Bernd Raffelhüschen

traut sich ohne weiteres zu, die Entwicklung von Sozialsystemen, Sozialbeiträgen, ja sogar von Steuersätzen und anderen wirtschaftlichen Messgrößen mit dem „Werkzeug“ der

Generationenbilanzierung

absolut verlässlich für einen Zeitraum von 100 Jahren vorherzusagen. Bei so viel „Magie“ ist es nicht verwunderlich, dass die Botschaften von Bernd Raffelhüschen auf fruchtbaren Boden fallen. Wirtschaftsmanager und Politiker versuchen deshalb seit 1995 mit den gewagten und radikalen

„Zukunftsprognosen“

des Freiburger Professors der Albert – Ludwig – Universität Vorteile zu erlangen. Am 16. März 2006 kritisierte das politische Magazin

Monitor

die „diversen Nebentätigkeiten“ des rührigen und umtriebigen Wissenschaftlers.

Dabei wurde in verständlicher Form die Unabhängigkeit von Bernd Raffelhüschen in Frage gestellt. Nachfolgend eine kleine Aufstellung der Nebentätigkeiten von Raffelhüschen, der schon als Professor nicht „schlecht“ verdienen dürfte.

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Ergo Versicherungskonzern: Mitglied des Aufsichtsrates.

 

GDV e.V.

Gesamtverband der deutschen

Versicherungswirtschaft: Wissenschaftlicher Berater.

 

Stiftung Marktwirtschaft: Vorstandsmitglied.

 

INSM Initiative

Neue Soziale Marktwirtschaft: So genannterBotschafter“.

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Darüber hinaus war und ist der umtriebige Raffelhüschen in verschiedenen Beratungsfunktionen für die Politik tätig. Von 2002 bis 2003 war der freundliche und vermutlich stets gut gelaunte Zukunftsprophet Mitglied der so genannten

RürupKommission“.

Bernd Raffelhüschen war zudem in verschiedenen Beratungsfunktionen für die Politik tätig. Als regelmäßiger „Gastredner“ bei unterschiedlichen Vertriebsorganisationen versucht Bernd Raffelhüschen verzweifelten Versicherungsverkäufern vergeblich die „heile Welt“ der deutschen Altersvorsorge zu vermitteln. Immer mehr kritische DRSB – Leser fragen sich bereits:

Wann lehrt der fleißige Professor

denn noch an der Universität Freiburg?

Als fachkundigen Protagonisten von 100jährigen Voraussagen und vermutlichem Mitentwickler der invaliden Rürup – Systeme bat ihn der DRSB mit offenem Brief daher um Beantwortung von 2 einfachen Fragen, die Versicherungsvermittler tagtäglich gestellt bekommen.

1. Frage:

Welche Empfehlung würden Sie einem Bürger, der die Errungenschaften der Jahrhundertreform durchaus anerkennt, geben, welcher bereits frühzeitig durch Lebensversicherungen Vorsorge getroffen hat und nunmehr eine so genannte Rürup – Rente abschließen möchte?

2. Frage:

Welche Empfehlung für eine sinnvolle Altersvorsorge würden Sie einem jungen Arbeitnehmer geben, der sich in noch nicht bestimmter Zeit nach Beendigung seiner Meisterprüfung selbständig machen möchte?

Auf beide Fragen hat der DRSB bis heute keine Antwort erhalten.

Da stellen sich erneut 3 Fragen:

Welchen Wert haben computergestützte

Vorausberechnungen für das System der Generationenbilanzierung?

Sind die gemachten Vorhersagen

nicht bereits heute einetickende Zeitbombe“?

Wann bricht das womöglichhellseherischeGehabe

von Bernd Raffelhüschen wie ein Kartenhaus zusammen?

Wer sich anmaßt, für einen Zeitraum von 100 Jahren wissenschaftlich korrekte Vorhersagen zu machen, aber „nur“ zwei einfache, heute aktuelle Fragen von deutschen Bürgern nicht beantworten kann, gehört nach Auffassung des DRSB auf den „Prüfstand“ der Allgemeinheit.

Wie lange sind in Deutschland

vermutliche Hellseher und Heilsbringer noch tragbar?

Veröffentlicht unter Alle Artikel, Dampfablassen

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