Dampf ablassen – 12. Juli 2011

Dampf ablassen
Das demokratisch soziale Ventil – 28. Kalenderwoche 2011

Leserbriefe von DRSB - Lesern

 

12. Juli 2011

 

Ihre Leserzuschriften und Leserinformationen können für alle DRSB – Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein.

Bitte schreiben Sie uns Ihre Kommentare

als Brief, Telefax oder E – Mail.

Der DRSB e.V. freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, auch wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt sein sollten.

Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu!

Wünsche nach Anonymität werden durch den DRSB e.V. respektiert und gewahrt.

Die Leserzuschriften werden nach Themengebieten aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.

An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.

 

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E – Mail zum Themenkreis: Schulreformen

 

… übrigens – ich frage mich immer wieder, warum in unseren Schulsystemen nur permanent herumgefuhrwerkt wird – wie haben es unsere Schulmeister mit den alten Werten und Systemen nur geschafft, uns nicht als völlig zurückgebliebene und verblödete Kreaturen ins Leben zu entlassen?
In der Freien & Hansestadt Hamburg toppt ein durchgeknallter Kultursenator ( mit offenbarer Billigung des Restsenates ) alles bisher gemachte Unsinnige – an den Unterelbischen Schulen wird doch tatsächlich unsere Schreibschrift abgeschafft und durch Hühnerfußkrakeln ersetzt – mit der tiefsinnigen Begründung, dass diese steinzeitlichen Schriftzeichen einfacher zu erlernen seien. Anläßlich der unsinnigen und völlig überflüssigen und sauteuren letzten sog. Rechtschreibreform habe ich einmal getitelt: Deutsch für Doofe!
Auf die Meldung von der Abschaffung der Schreibschrift fragte meine Frau mich, wie die Menschen denn wohl künftig ihre Unterschrift unter Dokumenten und Verträgen etc. leisten sollten.
In meiner Antwort bin ich denn -klarsichtig wie stets – den nächsten Schritt gegangen – Unterschriften / Signaturen sind in der Zukunft ganz einfach in der Form von 3 Kreuzen zu leisten.

Spannung . . .

Wer nicht mit dem Kopf in Watte eingepackt durch die Zeit läuft, spürt den kalten Wind, der unsere Gesellschaft frösteln läßt. Die Begründungen für das Missbemühen von Politik und großer Wirtschaft in den zurückliegenden Jahren verlieren an Kontur und Schärfe. Asylsuchende, Spätumsiedler, ungebührliches erwartende ehemalige DDR Bürger – diese Begriffe sind mittlerweile verschlissen wie eine Hose, die zwanzig Jahre zwischen dem Hintern eines Sesselfurzers und der gut gepolsterten Sitzfläche eines Amtsstubenmöbels zugebracht hat. Die hoch dotierten Strategen in den Parteispitzen fanden aber ganz schnell einen neuen Schwamm für ihre Augenwischereien. Faule Arbeitslose, zu hohe Lohnnebenkosten, zu gute Absicherung im Krankheitsfall, zu teure Arznei – all das läßt sich wunderbar ausschlachten – und es macht die Wirtschaftsbosse gewogen.
Wirtschaftsbosse, die mit dem Geld ihrer Unternehmen, das angeblich nicht mehr vorhanden ist, zugeschüttet werden.
Es lustwandelt sich ja auch vorzüglich im Kreise honoriger, zufriedener Aktionärsvertreter. Ein paar Etagen tiefer läßt man sich dann lieber gar nicht mehr sehen. Wer läßt sich schon gerne die Lebensfreude vergällen – durch den Anblick gebeutelter Massen. Einige Vertreter staatstragender Parteien fanden schließlich den Mut, die bröckelnde Plattform Volksexistenz zu betreten. Mein Freund Henning und ich konnten und wollten uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen – eine einmalige Chance schlau zu werden – zu hören, warum und wieso das alles und nicht anders. Zu hören bekamen wir bla-bla-bla und Empörung darüber, dass die Menschen im Lande die gute Botschaft nicht verstehen wollten. Nach Ablauf einer Stunde – die angefüllt war mit einer Mischung aus Strategenmüll und Hilflosigkeit, sagt mein Freund zu mir:
Komm, lass’ uns gehen – das Zuhören hier ist noch langweiliger, als wenn ich mir zuhause anschaue, wie im Keller der Ölfarbenanstrich trocknet.

ewaldeden

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E – Mail

 

Ihre Informationen zum Schulsystem

 

Sehr geehrter Herr Piasetzky,

 

uneingeschränkt, jaaa, wir brauchen ein einheitliches effizientes Bildungssystem, in dem Kosten in Bildung ( materieller Art und in das Personal) nicht als lästige Ausgabe, sondern als Investition in die Zukunft betrachtet werden sollten. Dazu gehört auch, in jede Schule mindestens bis zur 5 . Klasse ein kostenfreies ordentliches
( keine Pampe , die von Monopolisten über 100 km herangekarrt werden ) Mittagessen und ein Getränk. Nicht in die Schule gehören weder ein Kruzifix, noch andere religiöse Symbole. Bildungspolitik gehört in die Hände des Bundes, zentral geleitet und länderübergreifend geordnet. Dabei könnte man diese vollkommen überflüssigen Landesfürsten ( Bundesländer ) endlich abschaffen, deren Einfluss auf die Bildung ist eher negativ.
Eine zweigliedrige Schule, mit einem möglichen wahlweise Übergang zum Gymnasium ab der 5. Klasse beginnend sehe ich als sinnvoll an. In die Schule gehört auch ein Fach, in dem den Jungendlichen Begriffe wie Demokratie, Sozialwesen ( Renten, Krankenversicherungen und deren Finanzierung und gesetzl. Grundlagen ), juristische Grundlagen, wie BGB / Zivilrecht, Parteienfinanzierung, Wahlrecht beigebracht werden. Dies kann man auch themenabhängig mit externen neutralen Kräften
( Uni- Professoren, IHK – Fachleuten

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