„Dampf ablassen”
Leserbriefe von DRSB - Lesern
Spezialausgabe zum Thema
Verstaatlichung
von
Banken und Versicherungen
24. April 2010
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An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.
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E – Mail / anonymisiert
Das Wort zum Sonntag am 18. April
Guten Tag Herr Piasetzky,
ich sehe es schon kommen, dass die amerikanischen Gerichte nach langen und zähen Verhandlungen verkünden, dass den handelnden Managern der Wirtschafts- und Finanzkrise weder Vorsatz noch grobe Fahrlässigkeit nachzuweisen ist.
Die Grundlagen für eine uneingeschränkte Inanspruchnahme der D + O – Versicherungen wären dann erfüllt.
Auf das brave Einzahlen der Versicherungsprämien wurde auffällig pingelig trotz Finanzkrise geachtet, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden. Höchstwahrscheinlich zahlen wieder deutsche Versicherungen nach dem 9 /11 – Schaden die Zeche für das in New York angerichtete Chaos.
Die Anwälte der deutschen Versicherungen können dann mit ihrem Abakus die anstehenden Verfahren vor den amerikanischen Gerichten ohnmächtig aus der Galerie verfolgen und den Schaden berechnen.
Die Gier der Versicherungen nach „risikolosen” Prämieneinnahmen war wohl grenzenlos.
Vielleicht haben sich Versicherungen sogar selbst trojanische Pferde ins Haus geholt. Bei der Vielzahl von Netzwerken weiß doch keiner mehr, wer welche Interessen vertritt. Bei einer Verstaatlichung der Versicherungen würden solche Risiken nicht mehr eingekauft.
Der Globalisierungswahnsinn hat dann die Versicherungen nicht nur bei den Investitionen in den USA sondern auch bei den Schäden eingeholt.
Und dass die CDO – Bombe einmal platzen würde, wussten alle Insider von Anfang an.
Mit freundlichen Grüssen
DER VERFASSER
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E – Mail / anonymisiert
Ihr deutliches Wort zum Sonntag
Sehr geehrter Herr Piasetzky,
selbst der frühere Chef der Deutschen Bank, Hilmar Kopper, hat sich für eine Verstaatlichung notleidender Banken ausgesprochen. Im kleinen Kreis sind sogar Politiker davon überzeugt, dass diese Maßnahmen notwendig erscheinen.
Man sollte angeschlagenen Banken und Versicherungen keine Gelder oder Steuerfreiheiten mehr bieten, sondern sie direkt verstaatlichen. Der Staat und alle Bürger tragen sowieso das Risiko.
Im Zuge dieser längst überfälligen Maßnahmen, sollte man auch die Versicherer sofort verstaatlichen.
Das Musterbeispiel der LV 1871 zeigt doch heute allen, dass es prima funktioniert hat, wenn eine [ damals marode ] Versicherungsgesellschaft unter staatlicher Aufsicht steht.
Wenn man aber zu lange wartet und zulässt, dass in Form einer Dominoreaktion eine Bank oder Versicherung nach dem anderen zusammenklappt, dann bricht unsere ganze Wirtschaft zusammen.
Die Rettungsmaßnahmen für die Hypo Real Estate [ HRE ] haben schon vor Wochen aufzeigen können, wie verfault im Kern die meisten Banken und Versicherungen sind.
Auf meine volle Unterstützung können Sie bauen! Im meinem engeren Freundeskreis
[ alles Selbständige oder Handwerker ] ist die Stimmung ebenfalls umgeschlagen. Wo man hinhört fordern die Bürger die Verstaatlichung von Banken und Versicherungen.
Mit freundlichen Grüssen
DER VERFASSER
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Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Wir kämpfen seit 22 Jahren mit der Stimme der Demokratie für einen modernen Sozialstaat, sichere, langfristige Arbeitsplätze, sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme, sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme und für korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der Europäischen Union.
