„Dampf ablassen”
Das demokratisch soziale Ventil - 15. Kalenderwoche 2010
Leserbriefe von DRSB - Lesern
14. April 2010
Ihre Leserzuschriften und Leserinformationen können für alle DRSB – Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein.
Bitte schreiben Sie uns Ihre Kommentare
als Brief, Telefax oder E – Mail.
Der DRSB e.V. freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, auch wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt sein sollten.
Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu!
Wünsche nach Anonymität werden durch den DRSB e.V. respektiert und gewahrt.
Die Leserzuschriften werden nach Themengebieten aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.
An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.
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Brief / anonymisiert
Armut im Alter
Sehr geehrter Herr Piasetzky,
zunächst ein dickes Lob für Ihre DRSB – Berichterstattung. Uns fällt in den letzten Wochen auf, dass die Banken und ihre verkommenen gierigen Manager wieder aus den Löchern gekrochen kommen.
Die Altersvorsorge, so eine Bezahlstudie des Bankenverbandes, sei das Stiefkind der Deutschen. Angeblich kümmern sich viele nicht oder viel zu wenig um ein solides Einkommen im Rentenalter.
Perverser geht es wohl kaum noch?
Ausgerechnet diese gierigen Versager haben doch unsere Volkswirtschaft mit ihren Finanzkunststückchen in den Ruin treiben wollen. Alleine in unserem Interessenkreis summiert sich die Geldvernichtung durch Commerz- und Deutsche Bank auf circa Euro 380.000,00, wenn man nur die Einlagen rechnet. An die verlorenen Zinsen wollen wir gar nicht denken.
Besonders hart wurden zwei Mitglieder aus unserem Kreis getroffen, die ihre gesamten Spargroschen der Citibank anvertrauten. Deshalb war der Namenswechsel in Targo – Bank zum Überleben dieser gierigen Versager nötig. Vernünftige Menschen sollten darum einen großen Bogen machen.
Nach dieser Bezahlstudie der Banken müssen sich die mit Milliarden Steuergeldern sanierten Bankinstitute die Frage stellen, ob ihre Sorge um die Rentner tatsächlich einem gesellschaftlichen Verantwortungsgefühl entspricht oder lediglich auf die Erschließung neuer Geldquellen abzielt.
Eher nicht!
Denn wer diesen gierigen Bankern plötzlich Ethik oder Moral unterstellt und ihnen erneut angespartes Geld anvertraut, der verantwortet heute diesen Schritt alleine.
Die staatlichen Altersvorsorgesysteme sind überdehnt und werden weiterhin ausgehöhlt.
Der Aufbau einer zusätzlichen privaten Altersvorsorge scheitert noch immer am Geldvernichtungssystem von Riester und Rürup.
Mit freundlichem Grüssen aus dem XXXXXXXXXXX
DIE VERFASSER
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E – Mail / anonymisiert
Altersarmut / Transferleistungen
Hei Herr Piasetzky,
ich bin 23 Jahre alt und möchte von Ihnen wissen, ob wir wieder von den Professoren und der Presse so richtig verarscht werden.
Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft soll bald jeder Bürger in unserer Heimat diese so genannten Transferleistungen vom Staat beziehen. Angeblich soll dieser Wert im Jahr 2007 schon bei 42,4 Prozent gelegen haben.
Die reinen Sozialausgaben des Bundes sollen sich 2010 bereits auf 177 Milliarden Euro belaufen. In Mathe hatte ich immer eine eins, sodass nach meiner Rechnung 55 Prozent des Gesamtetats für Sozialleistungen verbraucht werden.
2001 soll der Prozentsatz
bei circa 41 Prozent gelegen haben.
Bei den Städten und Gemeinden haben sich die Sozialausgaben seit 1998 verdoppelt und sollen aktuell mit mehr als 42 Milliarden Euro die Kommunen belasten. Für mich ist meine Stadt schon lange ein Fall für die Konkursgerichte.
Regelmäßig lese ich Ihre Kolumnen und bitte Sie mir die Auswirkungen des Zitzelsberger – Syndroms auf meine Stadt zu erläutern.
Haben die Manager von Bayer – Leverkusen
tatsächlich durch den ausgeliehenen Finanzmanager den
Niedergang von Städten und Gemeinden eingeleitet?
Wenn dem so wäre, dürften die Wähler bei der Landtagswahl in NRW weder der SPD noch den Grünen eine Stimme geben.
Ist rot / grün alleine dafür verantwortlich?
Ich glaube JA!
Bitte schreiben Sie mir einen ganz normalen Brief, denn mache E – Mails landen leider bei mir im Spamfilter.
Mit ganz lieben Grüssen
DIE VERFASSERIN
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Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Wir kämpfen seit 22 Jahren mit der Stimme der Demokratie für einen modernen Sozialstaat, sichere, langfristige Arbeitsplätze, sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme, sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme und für korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der Europäischen Union.
