Dampf ablassen – 21. April 2015 / Pizza auf der Piazza / Völkermord und Säuberung / Die europäische Apokalypse …

Das demokratisch soziale Ventil

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An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.

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Email / anonymisiert

Pizza auf der Piazza

 

War es nur eine Pizza auf der Piazza? In der ambivalenten Situation um den Weltfrieden durch den Bürgerkrieg in der  Ukraine und den Kriegen im Nahen Osten ist jedes irritierendes Wort ein Wort zu viel.

In den Kriegen stehen sich

auch Christen und Muslime gegenüber.

In Europa ist die Grenze zwischen der Türkei und Griechenland die Grenze zwischen Morgenland und Abendland, also die Grenze zwischen Muslime und Christen. Welcher Teufel hat den Papst geritten, sich zu derartig gefährlichen Äußerungen hinreißen zu lassen? Griechenland steckt in der kritischen Situation um den Verbleib in EU und NATO. Warum prangert der Papst gerade jetzt das Nachbarland Türkei als NATO-Mitglied wegen des Völkermordes an die Armenier nach über 100 Jahren an? Welches Chaos kann dadurch in dieser Region ausgelöst werden? Nicht nur zwischen Schiiten und Sunniten gibt es im Islam Differenzen. Auch zwischen Katholiken und Protestanten werden im christlichen Glauben vom Mittelalter bis in die Neuzeit unsinnige Kriege zur  Machterhaltung geführt. Griechenland und Russland verbindet der christlich-orthodoxe Glaube. Provoziert der Papst Muslime, damit Griechenland aus Angst vor einem Religionskrieg in der EU und in der NATO bleibt?

Wen möchte der Papst oder der Vatikan Beeinflussen?

Griechenland oder Türkei?

Warum bringt man im Vatikan – völlig unnötig – die griechische und die türkische Bevölkerung in Gefahr?

Warum gießt der Papst zur Unzeit Öl ins Feuer?

Zu welchen Äußerungen lässt sich der Papst noch hinreißen? Mit wem hatte der Papst zuvor darüber gesprochen? Wollen die USA präventiv in einer Region ein weiteres Mal Unruhe stiften?

Oder ist der Vatikan erpressbar?

Lässt etwas das Odessa-Syndrom grüßen? Was wollte der Papst mit seiner völlig unnötigen Provokation auslösen? Was war neben der Kirchensteuer bei der

Pizza auf der Piazza“

noch Thema zwischen der calvinistisch angehauchten Protestantin Merkel und dem katholischen Papst? Hatten die mächtigen „Freunde“ aus den USA Merkel vor der Reise nach Rom etwas ins Ohr geflüstert? Wurde Merkel der Medien-Gag „Pizza auf der Piazza“ gleich frei Haus mitgeliefert? Das Treffen zwischen Papst und Merkel wirkte inszeniert. Hatte Merkel mit dem Papst über die provokanten Worte:

Ohne Erinnerung hält das Böse die Wunde offen“

gesprochen? Für den weltoffenen und besonnenen Papst sind das ungewohnte Worte. Wurde in dem Treffen die Erhebung der Kirchensteuer durch den deutschen Staat angesprochen? Ist womöglich die Erhebung der Kirchensteuer in Deutschland mit EU-Recht nicht vereinbar? Für Themen, wie Welthungerhilfe und Armut in der dritten Welt, braucht man kein vertrauliches Vier-Augen-Gespräch führen. Folgt jetzt vor Entrüstung eine weitere Welle von Austritten aus der römisch-katholischen Kirche in Deutschland? Wurden hierdurch mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen?

 

DIE VERFASSER

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Email / anonymisiert

 

Völkermord und Säuberung?

 

Ohne Erinnerung hält das Böse die Wunde offen“! Mit diesen Worten erinnerte Papst Franziskus an die Ermordung von hunderttausenden Armeniern vor 100 Jahren in der Türkei. Die beiden anderen Völkermorde im 20. Jahrhundert seien nach den Worten des Papstes von Nationalsozialismus und Stalinismus begangen worden. Die Kirche hinkt dem Zeitgeist der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung schon immer hunderte von Jahren hinterher. Die Worte des Papstes kommen für uns als bekennende Christen zur Unzeit und sind sehr irritierend.

Warum gibt der Vatikan keinen Hinweis auf den

Völkermord der weißen US-Amerikaner an den roten Ureinwohner?

Auch Indianer genannt!

Warum bezieht der Papst zu den ständigen Morden an der farbigen US-Bevölkerung keine Stellung? Was will der Papst mit diesen Worten bewirken? Warum schüttet der Vatikan in der angespannten Welt-Situation gerade jetzt Öl ins Feuer? Soll zwischen den Worten von Ex-US-Präsidenten Bush über die „Achse des Bösen“ und das „Ohne Erinnerung hält das Böse die Wunde offen“ eine Korrelation geschaffen und Stimmung zwischen Christen und Muslime geschürt werden?

Vergleichbar sind die Aussagen.

Wieso stellt sich der Papst einseitig auf die Seite der Kriegstreiber aus den USA? Im Grunde genommen sind wir über die Worte des Papstes entsetzt und sprachlos. Zur Zeit des Nationalsozialismus war das Verhalten des Vatikans auch nicht besonders vorbildlich.

 

DIE VERFASSER

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Email / offen

 

Die europäische Apokalypse …

 

Allein in Libyen warten über eine Million Menschen aus den afrikanischen und weltweiten anderen Elendsgebieten auf eine Passage an Bord irgendeines, von kriminellen Schleusern gecharterten und maroden Seelenverkäufers. Körperliche, seelische und oder wirtschaftliche Not hat sie ihrer Heimat den Rücken kehren lassen.

Sie alle wissen, dass ihre Reise statt in einem erhofften (und vermeintlich) sicheren europäischen Hafen direkt in der nassen Tiefe des Mittelmeeres enden kann. Dann fänden sie im Tode nicht einmal einen Platz an der Seite ihrer Ahnen.

Selbst das nehmen sie in Kauf.

Wie unendlich groß muß das tägliche Leiden in ihren Heimaten sein, dass Menschen, dass Mütter und Väter sich und oftmals auch ihren Kindern so etwas antun. Wie groß muß angesichts dieser Entwicklung, in den Ländern denen sie zustreben, in den Köpfen derer die grundlegend etwas ändern könnten, die gefühllose Gleichgültig gegenüber eines zum Himmel schreienden Elends sein – eines Elends welches seinen Ursprung in der kolonialen Unterwerfung und Ausbeutung durch vergangene und gegenwärtige europäische Staaten und Gesellschaften hat. Zweifellos müssen auch die christlichen europäischen Kirchen sich ihren Anteil daran zuschreiben lassen. Ihr Fehlverhalten in der älteren Vergangenheit und außerhalb ihrer Mutterländer hat den gegenwärtigen massiven Anstieg des radikalen Islamismus zur Folge. Europa bekommt eine Rechnung präsentiert – oder treffender gesagt, bekommt Europa das heimgezahlt, was es in Jahrhunderten weltweit angerichtet hat. Europa wird brennen – so habe ich es einmal geschrieben, noch bevor der sog.

Afrikanische Frühling“

im Norden des schwarzen Kontinentes seine ersten Knospen trieb. Das Libysche

Blütenmeer“

wuchs inzwischen zu einem von Staat zu Staat und von Kontinent zu Kontinent springenden Flammenmeer. Und überall dort, wo auch nur der kleinste Funke der Glut hin sprang, fachte ihn ein heftiger Wind von jenseits des Westenwassers, der Kriegstreibende Sturm von den Ufern des Potomac-River zu einem alles vernichtenden lodernden Feuer an. Das hegemoniale Machtstreben, der zu Zeiten unserer Ahnen in das nordamerikanische Indianerland eingefallenen Europäer niederer sozialer bzw. moralischer Herkunft, hat von Anbeginn der Gründung der USA keinen Deut von seiner Aggressivität und Rücksichtslosigkeit verloren. Solange die europäischen Nationen sich nicht aus dem lähmenden Bannkreis dieser Neueweltengländer zu lösen imstande sind, solange wird auch das verheerende, die Welt zerstörende Feuer nicht erlöschen. Aus der Asche wird dann irgendwann eine neue Welt, ein neuer Phönix, entstehen.

Nur hat die heutige, die alte Welt nichts mehr davon.

EWALD EDEN

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