Das Wort am Sonntag – 19. Mai 2013 / Euroländer in der Rezession?

Euroländer in der Rezession?

 

Im Euroraum hat nach den vorläufigen Berechnungen der Statistikbehörde Eurostat die Arbeitslosigkeit einen neuen Höchststand erreicht. Die Wirtschaft verharrt in der Rezession. Aus der Sicht von Wirtschaftswissenschaftlern liegen die Gründe auf der Hand. Die Spar – Politik der Haushaltssanierung um jeden Preis schwächt die Volkswirtschaften in der EU.

 

Denn nicht nur die peripheren Euroländer sind in die Rezession abgerutscht, sondern auch Länder wie die Niederlande, Belgien, Finnland oder Frankreich. Und in Brüssel findet man keine Formel zur Beseitigung der Probleme oder zur Förderung des Wachstums und des Wohlstands.

 

Selbst der Internationale Währungsfonds und die meisten weitsichtigen Ökonomen haben mehrfach davor gewarnt, in der EU oder in den Euroländern flächendeckend bei den Ausgaben zu sparen und gleichzeitig die Steuerlast für abhängig Beschäftigte zu erhöhen.

Diese Warnrufe wurden jedoch in den Wind geschlagen.

Explodierende Flächenarmut, Massenarbeitslosigkeit sowie brutalste soziale Ausgrenzung sind die direkten Folgen. Die Politiker und Behörden in der gesamten EU sowie vor allem in den Euroländern scheint dies alles völlig kalt zu lassen.

 

Vermutlich ist die vorherrschende Meinung in den Hauptstädten der Euroländer, dass man nur weiter an dem eingeschlagenen Kurs festhalten muss, damit sich die widrigen Umstände irgendwann mehr oder weniger von selbst auflösen. Ein gefährlicher Trugschluss, denn mit Frankreich ist nun die zweitstärkste Wirtschaftsmacht in der EU in den Abwärtsstrudel der Rezession geraten. Ein klares Zeichen für eine generelle Rezession in ganz Europa. Das zeigt zugleich, dass die vollmundige Ankündigung eines Wirtschaftsaufschwungs durch Präsident Hollande lediglich heiße Luft war.

Ein leeres Versprechen zur Beruhigung der Franzosen.

Hollande verstärkt durch sein glückloses Agieren den Pessimismus, weil ein Euroland nach dem anderen vom gleichen Schicksal betroffen sein wird. Das Gespenst der Deflation klopft hörbar an die Pforte der EU, denn eine sinkende Nachfrage hat niedrigere Preise und Gehälter zur Folge, was natürlich gleichzeitig auch die Staatsverschuldungen erhöht.

Welche Perspektiven eröffnet die Politik?

Welche Aussichten bieten unsere Volksvertreter in Brüssel an? Gibt es noch Perspektiven für unsere Jugend? François Hollande wollte auf alle diese Fragen eine schlüssige Antwort finden. Im französischen Wahlkampf erweckte er den Eindruck, dass er alle Erwartungen auch erfüllen kann. Nach einem Jahr an der Regierung steht fest:

François Hollande hat alle Erwartungen enttäuscht!

François Hollande ist offenbar nicht im Stande, die zweitstärkste Wirtschaft in der EU zum Erfolg zu führen. Neben der leicht erkennbar fehlenden Erfahrung steht ihm sein Zögern, seine Unentschlossenheit im Weg.

 

Notwendig sind in allererster Linie nutzmehrende Reformen, die die Einkommenssituation der abhängig Beschäftigten sowie der aktuellen Rentenbezieher stabilisieren und verbessern können. Das senkt die steigende Arbeitslosigkeit, verringert die exponentiell ansteigende Exklusion und verbessert die Lage von Staat sowie der Wirtschaft.

 

Bedauerlicherweise wandelt Frankreich auf einem Irrweg und rutscht immer tiefer in eine Rezession. Präsident Hollande gerät immer stärker unter Druck. Die Hoffnung auf rasche Besserung schwindet. Von dieser prekären Situation möchte er ablenken und fordert eine gemeinsame europäische Wirtschaftsregierung.

Eine ganz tolle Idee“!

Die obsoleten Gedanken hat Hollande von seinem Vorgänger Sarkozy ausgeliehen. Hollande spricht deshalb von einer weiteren Phase der Integration.

Präsident François Hollande möchte

mit aller Gewalt eine Administration für alle Euroländer.

Vorgeblich will Frankreich die Wirtschaftspolitik der Euroländer koordinieren und das Steuerrecht harmonisieren. In Wirklichkeit beabsichtigt er die Einführung der Eurobonds durch die Hintertür, damit sein Land auf Kosten aller Euroländer – > und hier besonders auf den Knochen der DEUTSCHEN – > noch mehr und noch billigere Kredite aufnehmen kann. Das ist nicht neu, sondern Sprengstoff für die EU sowie für den EURO. Noch mehr Kredite verschlechtern die Lage und beschleunigen die Rezession.

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