Kalte Enteignung
Nach nunmehr gut 10 Jahren vertuschen die Verursacher der Altersarmut noch immer die Fallgruben, die sie den Menschen bei dem Riesterwahn gegraben haben. Im Riester – Dschungel finden die Protagonisten der Altersarmut keine neuen Argumente mehr, um dem Menschen das Riestern noch schmackhaft zu machen. Das Schlagwort
„Riesterzulagen“
hat vollkommen ausgedient und zieht nicht mehr.
Anstelle einer notwendigen ordnungsgemäßen Rückabwicklung des Riesterwahns lässt man die verzweifelten Menschen im Riester – Dschungel im Stich. Durch Millionen von Kündigungen haben die verunsicherten Riesteropfer ihr privates Altersvorsorgevermögen in Milliardenhöhe bereits versucht in Sicherheit zu bringen. Das Kernziel des Riesterwahns war und ist nach wie vor, die so dargestellte
„kapitalgedeckte private Altersvorsorge“
unvererblich zu gestalten, um die uneingeschränkte Verfügungsmacht über das Vermögen der Riesteropfer zu gelangen. Das gleiche gilt übrigens auch für die Rüruprente. Alles andere, wie zum Beispiel die Einführung der nachgelagerten Besteuerung mit den jahrzehntelangen Übergangsregelungen, war notwendiges Beiwerk, um von diesem Ziel gezielt abzulenken.
Banken und Versicherungen „schulden“ bei Unvererblichkeit den Riesteropfern nur eine laufende Rente, deren Höhe demnächst aus der „Rendite“ von Staatsanleihen mit Nullzinsen mittels des geplanten Instruments Solvency II abgeleitet wird. Bei Einführung von Eurobonds und Solvency II liegt das Altersvorsorgevermögen deutscher Bürger endgültig in der alleinigen Herrschaftsmacht von Banken, Versicherungen und der EZB.
Durch die uneingeschränkte Haftung von Deutschland für sämtliche Staatsanleihen [ Eurobonds ] kann ein Ausfall einer Staatsanleihe formal nicht eintreten. Banken und Versicherungen wäre bei Staatsanleihen – gesteuert über die EZB – nie einen „Fehler“ bei einer Kapitalanlage nachzuweisen. Bereits verbranntes Geld und stille Lasten ließen sich über einen Zwischenverkauf an „freundliche Helfer“ dann problemlos in eine „werthaltige“ Staatsanleihe umwandeln.
Gemachte Kapitalfehlanlagen ließen sich so leicht „reparieren“. Das ist womöglich eines der Hauptmotive der Protagonisten der Altersarmut, Eurobonds und Solvency II mit aller Gewalt einzuführen. Mögliche Altlasten bei den Kapitalanlagen bestehen dann wie ein Wunder nur noch aus „sicheren“ und „verbürgten“ Staatsanleihen. Die Helfer und Helfershelfer aus Europa für die Zwischenfinanzierung der verlorenen US – Kriege wären dann auf einem Schlag sorgenfrei.
Womöglich wird deshalb die Forderung nach einer „Zwangsriester“ wieder laut, um wie bei einem Schneeballsystem das Kollabieren über einen längeren Zeitraum hinauszuzögern. Das Wenige an vorhandener Demokratie und der Rest an Macht der Menschen durch Wahlen werden in unserer Heimat bei Einführung von Eurobonds und Solvency II unterwandert. Banken und Versicherungen könnten mit Hilfe der Eurobonds die Staatshaftung der Staatsanleihen als Druckmittel einsetzen. Banken und Versicherungen könnten dann mittelbar Einfluss auf die Gesetzgebung und auf das bestehende Gesellschaftssystem nehmen. Die Systemrelevanz von Banken und Versicherungen erlangt dann – ähnlich wie in den USA – die tatsächlich gewollte Wirkung. Der teuflische Plan, deutsches Altersvorsorgevermögen von Europa in die USA transferieren zu können, ist bis heute mit der Unvererblichkeit von deutschem Altersvorsorgevermögen aufgegangen.
Die Einführung des Euro und das monopolartige Agieren von US – Ratingagenturen gegen Europa waren Teil dieser volksfernen und schädlichen Strategie. Es fehlen bis zur endgültigen Vernichtung deutschen Altersvorsorgevermögens durch Enteignung nur noch die beiden letzten strategischen Stellschrauben Eurobonds und Solvency II.
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