„Dampf ablassen”
Das demokratisch soziale Ventil - 28. Kalenderwoche 2010
Leserbriefe von DRSB - Lesern
16. Juli 2010
Ihre Leserzuschriften und Leserinformationen können für alle DRSB – Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein.
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Der DRSB e.V. freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, auch wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt sein sollten.
Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu!
Wünsche nach Anonymität werden durch den DRSB e.V. respektiert und gewahrt.
Die Leserzuschriften werden nach Themengebieten aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.
An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.
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E – Mail / anonymisiert
G – Rente für ALLE
Sehr geehrter Herr Piasetzky,
wer sich für eine Selbstständigkeit entscheidet, zahlt weniger Sozialbeiträge. Die anhaltende Finanz- und Wirtschaftskrise hat viele Menschen aus ihrer beruflichen Laufbahn geschossen.
Mit der Unterstützung der Arbeitsagenturen wagten einige den Neustart als Freiberufler.
Im Jahr 2009 haben circa 300 000 Kleinunternehmer den Sprung in die Selbstständigkeit geschafft. Gerade in der Anfangszeit kommen auf die Neuselbständigen viel Arbeit und eine Menge unbekannter Ausgaben zu.
Da wird oftmals der Gedanke an die Altersvorsorge weit hinten angestellt. Trotzdem sollten die „ALLE” Selbstständigen die Absicherung im Rentenalter im Fokus behalten, denn im Alter muss auch der Lebensunterhalt bestritten werden.
Die gesetzliche Rentenversicherung scheint mir deshalb ein ideales Instrument für die Alterssicherung – auch – oder gerade für Selbständige zu sein.
Dieses Thema sollten Sie möglichst bald vertiefen.
Mit besten Grüssen
DER VERFASSER
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E – Mail / anonymisiert
Gesetzliche Rente für Selbständige
Hallo und guten Tag Herr Piasetzky,
wir zählen derzeit so um die 4,4 Millionen Selbstständige in unserem Land. Egal ob der Neustart in die Selbständigkeit eine berufliche „Notlösung” oder sogar die Erfüllung eines lang gehegten Traums war, Fakt bleibt, dass das Thema Altersversorgung ein
wichtiger Bestandteil der Lebensplanung bleiben sollte.
Meist entscheiden sich zahlreiche Selbständige ausschließlich für die Leistungen aus der privaten Rentenversicherung, obwohl viele vorher als Angestellte Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt und somit unverfallbare Rentenansprüche erworben haben.
Mit Beginn der Selbstständigkeit verliert aber die gesetzliche Rentenversicherung an Attraktivität, so dass die private Variante der Altersvorsorge obsiegt.
Doch auch für die Freiberufler und Gewerbetreibenden, die raus wollen aus der gesetzlichen Versicherungspflicht, können sich Beiträge an die Rentenversicherung weiterhin lohnen.
Denn mit der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten sie den Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente aufrecht.
Also kann ein Verbleib in der gesetzlichen Rentenversicherung interessant sein. Man vermeidet die Gefahr im Alter ganz mit leeren Händen dazustehen. Für mich steht fest, dass ich auch als Selbständige der gesetzlichen Rentenversicherung treu bleibe und auf eine zusätzliche private Vorsorge nicht verzichte.
Was halten Sie von meiner Einstellung? Ist „DAS” OK?
Ich freue mich auf Ihre Antwort. Gerne dürfen Sie in anonymisierter Form meine E-Mail veröffentlichen.
Mit freundlichen Grüssen
DIE VERFASSERIN
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Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Wir kämpfen seit 22 Jahren mit der Stimme der Demokratie für einen modernen Sozialstaat, sichere, langfristige Arbeitsplätze, sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme, sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme und für korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der Europäischen Union.
